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Es ist echt total schwer, sich auf zwei Geschichten gleichzeitig zu konzentrieren und für beides kreativ zu sein 😬 trotzdem mache ich mich gleich ans nächste Kapitel dran:)
Ich hoffe ihr habt einen schönen Tag❤️

Ich sehe zu Liara die ihren Kopf versucht nicht allzu sehr zu bewegen. "izah edək", (Lasst uns erklären.) sagt Liara und kneift schmerzerfüllt ihre Augen zusammen. Der Freme der Liara ergriffen hat, hat sein Messer von ihrem Rücken zu ihrer Kehle wandern lassen. Blut läuft an ihrem Hals hinunter, genau an der Stelle wo die Klinge ist. "Onu incitməyi (Hört auf ihr weh zu tun) dayandırın", schimpfe ich und möchte mich losreißen, damit ich ihr helfen kann, doch der Freme hinter mir, packt mich noch fester, bohrt die Spitze seines Messer tiefer in einen Rücken. Er schmerzt schon, obwohl er noch nicht mal durch meine Haut ist.

Die Fremen werfen sich zornig und verwirrt Blicke zueinander

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Die Fremen werfen sich zornig und verwirrt Blicke zueinander. Sie verstehen nicht, wieso wir fremisch sprechen können. Ich sehe nur zu Liara und versuche ihr mit meinen Augen trost zu spenden. Das geht aber schlecht, da ich so wütend bin, dass sie blutet.

Die Fremen murmeln etwas und dann lockern sich ihre Griffe. So bald Liara losgelassen wurde, läuft sie zu mir. "Wieso könnt ihr fremisch?", sagt der, der Liara ergriffen hatte und sieht uns misstrauisch an. Die anderen beiden Fremen haben sich neben ihn gestellt.

Liara wischt sich das Blut vom Hals und fängt an. "Könnt ihr euch das nicht denken?", fragt sie mit spöttischen Unterton und nickt zu mir. Alle drei Augenpaare wandern zu mir. Dann sehen die drei sich gegenseitig an. "Kann das möglich sein?", flüstern sie.

Man hört nur die Wort Messias und dann sehen sie wieder zu uns. "Wonach sucht ihr?", fragt der mit der olivfarbenen Haut.

"Wir suchen die Sietches. Wir suchen die Fremen. Wir brauchen eure Hilfe", sage ich und die drei sehen sich kurz an. Dann sehen sie zu Liara. Sie zeigen mit ihrem Kristmesser auf sie. "Und was ist mit ihr? Wer ist sie und warum beherrscht sie unsere Sprache?"

Liara geht einen Schritt auf sie zu. "Nach dieser Antwort suchen wir ebenfalls. Und wir hoffen, dass wir sie bei euch finden.", ihre Stimme ist sanft und eindringlich.

"Nun gut.", sagt der mit dem schwarzen Bart. "Ihr könnt mit uns zu den Sietches kommen. Dort müsst ihr euch dann beweisen. Falls ihr die Prüfung besteht, dürft ihr bei uns bleiben. Falls nicht, stirbt ihr.", sagt er kalt.

Liara und ich sehen uns beide kurz an, dann nicken wir.

Mittlerweile geht die Sonne langsam unter aber endlich haben wir es geschafft, endlich haben wir ein Ziel, endlich eine Richtung.

Wir gehen auf dem Parakompass richtung Süd-West. Liara und ich hinter ihnen. Die Art wie gebürtige Fremen auf dem Sand laufen, fasziniert mich. Als wären sie so geboren.

Als wir eine kurze Pause auf Bergen machen, weil wir von weitem einen Wurm gesehen haben, inspiziere ich Liaras Wunde am Hals. Ein feiner Schnitt zieht sich dort entlang. Die Luft wird wieder kühler und der Himmel ist fast ganz dunkel. Bald kann man keine Gesichtszüge erkennen. Da uns die Fremen noch nicht vertrauen, haben sie sich etwa 30 Meter von uns weg gesetzt. Sie essen etwas und reden leise miteinander.

Liara und ich sitzen gegenüber von uns.

Die Nacht ist still und leise.

"Denkst du wir können ihnen vertrauen?", flüstert sie leise mit klarer Stimme. Ich nehme ein feuchter Stück Stoff und wische sanft über das angetrocknete Blut.

Liara sieht mich die ganze Zeit über an. Ich fange ihren Blick. "Ich weiß es nicht", gebe ich genauso leise zu. "Aber was haben wir für eine Wahl?", frage ich sie zurück und streichle mit meinem Daumen über ihre Haut. Erst jetzt, obwohl es fast ganz dunkel ist, fällt mir erst auf, wie viele kleine Schnitte und Wunden sie überall hat. Wahrscheinlich ist es mir nicht aufgefallen, weil sie so oder so wunderschön für mich ist.

Liara rutscht noch näher an mich ran. Ihre blonden Haare wehen leicht nach hinten.

"Paul, ich will dass du weißt, dass ich dich nicht mehr verlieren kann und dass du deswegen bitte aufpassen musst, nicht getötet zu werden", haut sie auf einmal raus und blickt mir mit ihren großen Augen in die Seele.

Ich erwidere ihren Blick und komme ihr ebenfalls etwas näher. Meine Hände lege ich auf ihre Wangen und halte sie wie den kostbarsten Diamant auf der Welt fest. Ihre Worte geben mir so viel mehr als sie sich vorstellen kann.

Jetzt ist es ganz dunkel und ich kann nur ihre leuchtenden Augen perfekt erkennen. Die restlichen Facetten ihres Gesichtes kenne ich schon in und auswendig, weshalb ich trotzdem weiß, wo alles ist.

Und dann schließe ich die Lücke zwischen uns und unsere Lippen treffen aufeinander. Wir beide küssen uns voller Drang.

Ihre vollen Lippen sind weich und schmecken nach Minze. Ihr Gesicht passt so perfekt in meine Hände, als wäre es dafür geschmiedet worden. Mein ganzer Körper kribbelt und das Gefühl, welches sie in mir auslöst ist das beste auf der Welt. All die Probleme verschwinden in meinem Kopf und es herrscht nur sie. Nur Liara.

ls wir beide uns voneinander lösen, hat Liara hat ihre Augen immer noch geschlossen, als koste sie jeden Moment davon noch aus. Das war der beste Kuss den ich mir jemals mit ihr hätte vorstellen können. Nicht weil es im Dunklen war, nicht weil es in der Wüste war, sondern weil es echt war. Es war einfach echt. Keine Vision, kein Traum, sondern Wirklichkeit.

Die Fremen rufen uns und wir beide stehen auf, gehen zu ihnen und folgen ihnen wieder schweigsam. Durch die Dunkelheit, kann man das breite Grinsen, welches ich auf meinen Lippen trage nicht sehen, was echt gut ist. Selbst die Fremen vor mir kann ich kaum sehen, weswegen es so wichtig ist still zu sein, damit man heraushört wo lang sie laufen.
Immer wieder vergewissere ich mich mit meiner Hand an ihrer Schulter, dass Liara noch neben mir her geht. Das kribbelnde Gefühl lässt mich nicht los und ich genieße es bis zur letzten Sekunde.

Nach ein paar weiteren Stunden Fußmarsch, gelange wir in die Nähe der Sietches. Obwohl es so dunkel ist, kann man etwas helles unter dem Sand erkennen. Die Dörfer der Fremen leben nachts.

Sie liegen nur noch wenige hundert Meter vor uns und das überwältigende Gefühl des triumphes überkommt mich. Wir haben die Sietches gefunden. Und uns.




Uuuuuund, wie fandet ihr den ersten Kuss? Glaubt mir, ich habe soooo mit mir gehadert, ob ich die Bombe schon platzen lassen soll, da ich es liebe diese Spannung bei diesen „fast-küssen" aufzubauen bzw. zu lesen.
Doch jetzt musste es sein, finde ich. Die beiden haben ja auch schon viel durchgemacht 😊
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen!❤️

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