15: Alles wird zu Staub (2)

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„Berserker aus Ottar!", rief ich

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„Berserker aus Ottar!", rief ich. „ich bin Anathea aus Roemheim, die Frau, die Euch versprochen war."

Dal stolperte hinter mir her und blieb stehen, als Oskaris Schwertspitze mein Kinn berührte. Ich verharrte. Wärme floss meinen Hals entlang und sein Schatten kroch über meine Füße.

Meine Atemzüge verkürzten sich, aber ich hatte zu viel aufgegeben und neu aufgebaut, als dass ich jetzt aufgeben würde. Der Tod konnte mir gestohlen bleiben.

„Niemand hat mich gestohlen, ich bin vor Euch geflohen." Ich erkannte die Mordlust in seinen Augen. Sie stach auf mich ein. „Der Grund für meine Flucht sollte eindeutig sein. Die Mordlust zeichnet Euren Weg und ..."
„Schweigt! Ihr habt keine Ahnung, was der Bruch Eures Versprechens für Folgen nach sich zieht."

„Doch, das ist mir durchaus bewusst. Ich sehe die Folgen vor mir. Daher bitte ich um Eure Vergebung."

„Wozu bittest du noch um Vergebung?"

Die Klinge löste sich aus meiner Haut.

Das Schwert sank zu Boden und nicht in mein Fleisch.

Er stellte mir eine Frage?

„Ich ... gehe mit ...", ich verhaspelte mich und schluckte, um den Druck auf meinen Ohren zu vertreiben, „ich gehe mit Euch. Ich löse die Schuld meiner Eltern ein, so wie Ihr es vereinbart habt. Ihr könnt mit mir machen, was Ihr möchtet, aber erlaubt den Truppen Dorsteinns den Rückzug. Bitte."

Fall auf die Knie, Anathea. Mach alles, was sein kaltes Herz erfreuen könnte. Wälze dich im Dreck und Blut der Gefallenen, wenn er es will. Um Himmels willen erzürne ihn nicht noch mehr.

„Selbst ein Berserker wie Ihr sollte erkennen, dass dieser Kampf zu Eurem Vorteil ausgefallen ist. Wenn Ihr mich mitnehmt, dann könnt Ihr Euren Ruf wiederherstellen."

Keine Reaktion. Galt sein Zorn denn nicht allein mir?

„Lasst Ihr die Nordländer gehen, werde ich Euch folgen und keinen Mucks von mir geben, bis Ihr Eure Rache habt."

„Rache." Er spuckte das Wort aus, als wäre es pures Gift. „Einverstanden." Seine Hände tauchten plötzlich vor meinem Gesicht auf, stahlen sich unter meine Arme und mit Schwung landete ich mit dem Bauch auf seiner Schulter. „Wir sind hier fertig!"

„Anathea!", hörte ich Dal rufen, konnte mich aber nicht umdrehen. „Oskari, ich will ein Duell!"

„Nicht heute", winkte der Herrscher Ottars ab und Parvus deckte seinen Rücken. Pfeile flogen und Menschen schrien. Krieger in rot-weißen Umhängen schotteten uns von den Soldaten des Nordens ab.

„Oskari! Lasst sie gehen!", hörte ich Dal. „Ihr seid ein Feigling und Scheusal, wenn Ihr Eure Wut an einer jungen Frau auslasst!

„Macht Platz! Sorgt dafür, dass sie uns nicht folgen."

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