Kapitel 7

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Amanda 'Amy' Daniels
By LuanaWhite

Tränen bildeten sich in meinen Augen als ich wieder in den Club rein ging. So konnte ich nicht zurück zur Clique, also ging ich zur Bar. Ja, eigentlich wollte ich heute nichts trinken, da ich es gestern auch schon übertrieben hatte, aber ich brauchte das jetzt einfach. Die Situation war völlig eskaliert und ich hatte einfach nicht meine Klappe halten können.

Ich hätte sowas nie zu Zac sagen dürfen und dann entdeckte ich auch, wie mein Bruder zusammen mit Emily den Club verließ. Ein riesiger Knoten bildete sich in meiner Magengegend und ich bestellte mir einen Tequila und leerte ihn in einem Zug hinunter. Dann folgte auch schon der Nächste.

Der Alkohol brannte meinen Hals hinunter, aber ich wollte diese Gefühle die ich hatte nur noch betäuben. Ich wollte gar nichts mehr fühlen. Also blieb ich weiter an der Bar und leerte einen Drink nach dem anderen hinunter und als dann auch ein Typ zu mir kam und mich auf weitere Getränke einlud, sagte ich nicht nein.

Plötzlich kam meine beste Freundin Gwen zu uns, doch anstatt dass sie mit uns zusammen was trank, war sie fies.
"Zieh ab." fuhr sie den spendierfreudigen Typen an, dann nahm sie mir auch noch mein Glas ab und sah mich schockiert an. Was hatte sie denn für ein Problem?

Wieso hatte Gwen jetzt diesen niedlichen Typen vergrault? Ich wollte mich ablenken und der Kerl war mir genau richtig gekommen. Sie wollte ja nicht dass ich es mit Rob versuchte, gönnte sie mir gar kein Vergnügen?

"Das reicht jetzt, Amy. Wieso redest du mit mir nicht mehr über deine Probleme?! Du kannst dich doch nicht ständig abfüllen. So bist du doch sonst nicht!" wollte sie mich belehren und mir ins Gewissen reden und winkte Luke zu uns. "Wir fahren dich jetzt nach Hause."

Okay, ja ich war betrunken. Und das noch heftiger als gestern, aber das kam mir nur recht. Alles war mir gerade recht damit ich nicht an Zac dachte und was er gerade mit seiner neuen Freundin trieb. Und wenn Gwen die Wahrheit über mein Handeln erfahren würde, würde sie mich verurteilen. Jeder würde das. Es war schließlich total pervers dass man sich in seinen Bruder verliebte!

"Welche Probleme? Es ist doch alles bestens. Ich dachte wir wären in den Club gekommen um Spaß zu haben, und genau das habe ich. Und ich fahre jetzt bestimmt nicht nach Hause." erklärte ich meiner besten Freundin und grinste Luke an als er zu uns kam. Ich sprang vom Barhocker und stolperte auf ihn zu.

"Luke, lass uns tanzen." lallte ich ihm zu aber er schüttelte nur seinen Kopf.

"Amy, wir fahren jetzt, komm oder ich trag dich raus." meinte er ernst und so wie ich den Bruder meiner besten Freundin kannte, würde er das auch wirklich tun. Nein Danke!

"Vergiss es. Ich bin erwachsen und kann tun was auch immer ich will." entgegente ich ihm zischend und begann zu strahlen als auch Miles und Rob zu uns kamen. "Robby! Du tanzt doch bestimmt mit mir, oder? Du bist nicht so eine Spaßbremse wie unsere angeblichen Freunde, oder?" fragte ich und klimperte dabei ein wenig mit meinen Augen.

"Nein Amy, du bist betrunken. Du gehörst nach Hause, bevor du was richtig dummes anstellest." erklärte dann auch Rob und ich bekam gar nicht mit, wie Gwen wegen meines Verhaltens Tränen in die Augen stiegen.

"Jungs, bringt sie bitte nach Hause. Auf mich hört sie sowieso nicht mehr." sagte meine beste Freundin traurig und ging aus dem Club. Sie war sauer auf mich.

Rob winkte Luke zu sich und hob mich schließlich hoch, um mich ebenfalls aus dem Club zu tragen. "Luke, hier ist mein Autoschlüssel." wies er unseren Freund an. "Wenn du morgen wieder nüchtern bist, wirst du mir danken. Du warst nicht gerade fair zu deinen angeblichen Freunden und vor allem zu Gwen, wo sie alles für dich immer tut." versuchte er auf mich einzureden, aber so richtig kam das bei mir gar nicht an. 

Ich protestierte und versuchte mich zu wehren, aber es war zwecklos. Schließlich blieb mir nichts anderes mehr übrig als mich hinaus tragen zu lassen. Klar dass mich niemand verstand, weil niemand wusste was wirklich los war. Und meine Freunde durften auch niemals davon erfahren.

Da war es mir lieber sie hielten mich für ein saufendes Miststück. Ich war krank. Richtig, abnormal krank. Die Jungs verfrachteten mich in das Auto und fuhren dann nach Hause. Während der Fahrt begann ich zu weinen. Und als wir zu Hause ankamen, brannte tatsächlich noch Licht.

Rob stieg aus dem Auto aus und stützte mich während wir zur Tür gingen. "Oh Amy, was ist nur plötzlich los mit dir. Deine Eltern mögen locker sein, aber wenn du dich ständig weg schießt, werden sie nicht mehr so locker sein. Wir machen uns wirklich alle Sorgen um dich." erklärte er mir traurig.

Aus nassen Augen sah ich Robert an und wusste nicht was ich tun sollte. Ich dachte daran wie er mich gestern Abend im Arm gehalten hatte, aber ich durfte ihn nicht wieder darum bitten. Weil ich nicht so fühlte wie er und ich einfach nur einen Fehler nach dem anderen machte.

"Es tut mir so leid. Ich wollte niemanden weh tun. Und dir auch nicht, Rob. Ich wünschte ich würde etwas für dich empfinden, ich wünsche es mir so sehr. Du wärst wirklich perfekt als Freund. Es tut mir so leid dass ich es nicht tue. Ich bin ein schrecklicher Mensch." begann ich zu weinen und hielt mir meine Hände schluchzend vor's Gesicht.

"Du bist kein schlechter Mensch, Amy." entgegente Rob und zog mich fest in seine Arme.

Ich schluchzte an seiner Brust weiter und es tat gut dass er weiterhin für mich da war, obwohl ich ihn vermutlich gerade sehr weh getan hatte. Er war einfach viel zu gut für diese Welt. Eines Tages würde er bestimmt ein Mädchen treffen, die ihn ebenso liebte wie er sie, nur ich war dieses Mädchen nicht, weil ich meinen Bruder liebte.

"Danke Rob. Ich hoffe wir können weiterhin Freunde sein. " sagte ich zu ihm als ich mich löste und mir meine Tränen weg wischte. Doch plötzlich wurde die Haustür aufgerissen.

Forbidden Love - The ProphecyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt