Gwen Martin
by MusicalGirl200Ich war so froh gewesen, als Amanda mich umarmt hatte und nicht weggelaufen war. Wir waren doch Freundinnen fürs Leben und egal was kam, wir würden es zusammen durchstehen, egal wie verrückt es war. Sie war doch wie eine Schwester.
Schließlich gingen wir beide zurück ins Haus, wo auch Zac und Luke die Wogen hatten glätten können. Die beiden konnten schon auch mal richtige Hitzköpfe sein und Luke entschuldigte sich auch für seinen Ausraster. Gut so, sonst hätte er sich von mir was anhören können.
Wir redeten noch etwas, bis die beiden wieder nach Hause aufbrachen. Ich musste das erstmal setzen lassen und zog mich in mein Zimmer zurück. Dort klickte ich etwas durch die Bilder auf meinem Handy und blieb dabei bei einem Bild von vor vier Jahren hängen.
Dort war mein bester Freund Jaxon zu sehen. Vor vier Jahren war er zu seinem Vater gezogen und ich vermisste ihn schrecklich. Mit ihm hatte ich immer reden können. Und das Schlimme war, ich konnte ihn all die Zeit nicht erreichen. Es wäre so schön, wenn er sich mal melden würde.
Ich seufzte, als es an der Tür klopfte und Luke herein kam. Sein Blick fiel auf das Bild mit Jaxon. Auch er war mit ihm gut befreundet. „Ich vermisse Jax. Glaubst du es geht ihm gut?", fragte ich meinen Bruder traurig.
Luke seufzte etwas aus und nickte. "Bestimmt", antwortete er mir und setzte sich neben mich. Jax hatte uns damals nicht einmal gesagt, wohin er zog. Zu seinem Vater ja, aber wo war das? Und wieso hatte er sich nicht mehr gemeldet?
Ich hatte Jaxon auch schon geschrieben und versucht anzurufen, aber nie jemanden erreicht. Ich seufzte nun ebenfalls und legte mein Handy bei Seite, ehe ich mich an meinen großen Bruder kuschelte. Dann sah Luke mich bitter an und schien über das Gespräch von vorhin nachzudenken.
Ich sah ihm an, wie sehr ihn das mitnahm. Ich war ebenso um unsere Freunde besorgt. Aber es war gerade wichtiger denn je, dass wir für sie da waren. „Was glaubst du ist mit den beiden los? Wo Zac gesagt hat, dass er Flügel hat, kamen mir irgendwie Engel in den Sinn. Aber das wäre doch verrückt, oder?", fragte ich Luke nachdenklich.
"Gwen, alles ist verrückt was mit den beiden gerade los ist. Diese Kräfte und alles. Das ist etwas übernatürliches. Ich dachte immer sowas würde es nur in der Fantasie geben aber ich weiß, was ich gesehen habe.
Wir können mal im Internet nachschauen, ob schon mal jemand etwas ähnliches erlebt hat. Nachforschungen anstellen. Ich weiß nicht, was wir sonst tun sollen, um den beiden zu helfen.
Aber du musst unbedingt nochmal mit Amy reden. Zac sagt, seit diesem Kuss will sie wirklich mit ihm zusammen sein. Sie muss begreifen, dass das nicht geht. Vielleicht werden die zwei ja wieder normal, wenn sie sich voneinander fern halten", erklärte mir mein Bruder.
Das mit dem Internet klang gar nicht so blöd. Aber ich wusste nicht, was ich zu dem anderen Thema sagen sollte. „Luke, ich habe ihr das schon gesagt, aber sie hört in der Hinsicht nicht auf mich. Natürlich werde ich es nochmal versuchen, aber ich glaube nicht, dass ich Erfolg haben werde", entgegnete ich Luke.
Amy musste einsehen, dass Zac und sie nur Geschwister waren. Auch wenn es für sie hart war, war es so am besten. War ihr nicht klar, dass das nicht ging? Ich seufzte tief aus. Dann kamen unsere Eltern nach Hause und Luke meinte, er würde schon mal nach unten gehen.
Aber ich wollte noch einen Moment Ruhe und schnappte mein Handy. Ich wusste, dass es vielleicht blöd war, weil eh keine Antwort kommen würde, aber ich tat es trotzdem.
Hey Jaxibär,
ich bin es Gwen. Ich weiß, dass ist wahrscheinlich schon meine Tausendste Nachricht und vielleicht nerve ich dich auch bei deiner Vater-Sohn-Zeit, das tut mir leid.Ich wollte dir einfach nur mal schreiben und dir sagen, dass ich dich vermisse. Hoffentlich geht es dir gut und wir sehen uns wieder. ~Gwen
Ich drückte senden und wählte dann Kaias Nummer. Hoffentlich nahm sie ab. Ich brauchte etwas Ablenkung und gegen einen Drink in einer Bar sprach doch nichts, oder?
Kaia hatte tatsächlich sofort zugesagt und sich auf Weg zu unserem Stammlokal gemacht, wo sie vor dem Eingang auf mich warten wollte.
Erleichtert, dass Kaia mir zugesagt hatte, war ich ebenfalls sofort aufgebrochen. Als ich dann auf sie zuging, sah ich sie strahlen und wie sie eine Nachricht an jemanden tippte. Hatte ich was verpasst?
Dann bemerkte sie mich und streckte ihr Handy weg, ehe ich sie ganz fest umarmte. Ich war so froh, dass sie mich nicht mehr ignorierte. „Ich bin so froh, dass du gekommen bist Kaia. Ich habe dich so lieb", begrüßte ich sie und löste mich langsam wieder von ihr und lächelte leicht.
„Ok, jetzt möchte ich aber wissen, weshalb du so strahlst. Erzähl mir unbedingt, wer dir geschrieben hat."
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Forbidden Love - The Prophecy
FantasiAmanda und Zachary verstanden sich als Geschwister immer prächtig und haben sogar den gleichen Freundeskreis. Doch das änderte sich als sich bei den beiden komplizierte Gefühle entwickeln. Gefühle, die verboten sind. Die Clique droht auseinander zu...