Louis hat sich seine freien Tage zum Jahreswechsel etwas anders vorgestellt, nachdem das ganze Jahr schon eher beschissen verlaufen ist. Er muss für seine Schwester einspringen und die Pferde sitten, sein bester Freund verbringt den Jahreswechsel in...
Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch ein tolles Restwochenende und viel Spaß mit dem nächsten Kapitel!
Ich bin gespannt auf eure Tipps :)
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
„Aufwachen ..." Brummelnd kräuselte er seine Nase und vergrub sein Gesicht tiefer in Harrys Armbeuge. Irgendwas kraulte angenehm über seinen Rücken, weshalb er überhaupt keine Lust hatte sich zu bewegen. „Nicht wieder einschlafen, ..." Louis kniff die noch geschlossenen Augen fester zusammen. Er schlief doch überhaupt nicht, er ruhte lediglich seine Augen aus. Nur verzögert drang die tiefe Stimme zu ihm durch. Hatte er zu lange gebraucht, um auf eine Frage zu antworten? Worüber hatten sie überhaupt als letztes gesprochen? Seine Gedanken vermischten sich wieder mit der Traumwelt. „Boo ..." Unwillig grummelnd drehte er sich, als er spürte, wie etwas sanft über seine Wange strich. Moment, das war kein Traum. Das war die Stimme seines Freundes. Harrys Stimme. Seine Herzfrequenz beschleunigte sich, als er wacher wurde.
Langsam sickerten die Erinnerungen durch sein müdes Gehirn. Sie hatten noch bis weit nach Mitternacht mit Niall telefoniert, weil der offenbar nicht genug davon bekommen konnte, sie einfach anzustarren. Als wären sie exotische Tiere oder eine Rarität. Das war einerseits unheimlich, andererseits glaube Louis ihm wirklich, dass der sich extrem für seinen Kumpel freute. Harry hatte ihm später gestanden, dass er eigentlich nie Zärtlichkeiten vor anderen Leuten austauschte. Nicht mal vor engen Freunden. Nicht, weil der da was dagegen hatte, sondern weil er sich das so angewöhnt hatte - zum Schutz seiner Privatsphäre, was er schmerzlich hatte lernen müssen. Seine Gefühle gingen niemanden anderen etwas an. Die waren für Harry das einzige, was wirklich seines war und das war er nicht bereit zu teilen.
Verständlicherweise war Niall völlig aus dem Häuschen gewesen, als er den Kuss gesehen hatte. Louis war sich ganz sicher, dass der, hätte er welche gehabt, mit irgendwelchen Fähnchen gewedelt hätte. Irgendwie mochte er den Iren. Er fand ihn schon im Radio immer recht angenehm, aber in echt war er nochmal um einiges sympathischer. Vielleicht war er da jetzt aber auch ein wenig voreingenommen. Niall hatte ihn einfach als frech, schlagfertig und liebevoll bezeichnet. Der Prince Charming, den Harry sich immer gewünscht und den der verdient hatte. Louis war dunkelrot geworden. Erstens hatten die Freunde von Ex-Partnern nie so über ihn gesprochen – und Niall kannte er ja nicht mal wirklich, und zweitens verstand er noch immer nicht, warum das was Besonderes war. Er war einfach, durchschnittlich und hatte irgendwie das Glück, dass sich einer der weltweit begehrtesten Junggesellen für ihn interessierte. Das war verrückt. Doch nicht andersherum!
Das Starren hatte der Ire erst sein lassen, als er nach Ende der Sendung ins Auto gestiegen war – aber nur, weil Harry ihm klargemacht hatte, dass er unverzüglich auflegen würde, wenn der nicht auf die Straße guckte. Sie hatten auf einen normalen Call gewechselt und sich so weiter unterhalten. Niall hatte begonnen, sie beide, aber vor allem ihn mit Fragen zu löchern. Louis hatte da schön längst aufgehört zu zählen, wie oft Harry dem Iren aus diversen Gründen Nahrungsentzug angedroht hatte. Beide hatten recht schnell herausgefunden, wie sie Harrys Gesichtsfarbe tomatenrot werden lassen konnten, denn sie ergänzten sich perfekt, wenn es um Blödsinn oder anzügliche, doppeldeutige Steilvorlagen ging. Zu Nialls bedauern gab er jedoch nicht wirklich etwas zu ihrem Liebesleben preis. Das musste Harry schon selbst machen, wenn der das denn wollte. Verhindern könnte Louis es eh nicht, weshalb er darauf vertraute, dass Harry da ein bisschen filterte. Andererseits ... er traute Niall mittlerweile auch durchaus zu, dass der sich sonst einfach irgendwann mal mit einem Eimer Popcorn zu ihnen setzte.