Louis hat sich seine freien Tage zum Jahreswechsel etwas anders vorgestellt, nachdem das ganze Jahr schon eher beschissen verlaufen ist. Er muss für seine Schwester einspringen und die Pferde sitten, sein bester Freund verbringt den Jahreswechsel in...
Ich habe euch gefragt und ihr habt abgestimmt: knapp 12.000 Wörter hier für euch. Ihr könnt das Kapitel am Stück lesen, oder auch einfach in Etappen - macht es, wie ihr möchtet :) Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! Vergesst nicht, eure Schuhe für morgen rauszustellen, wer weiß, vielleicht kommt der Nikolaus :) Oder halt der Knecht Ruprecht ... XD
Wie immer: Ganz viel Spaß beim Lesen. Lasst mir bitte ein Sternchen da und wenn ihr mich ganz glücklich machen wollt vielleicht den ein oder anderen Kommentar! Danke! Eure Mistletoe
Übrigens: Heute lass ich euch mal wieder raten: Was passiert in diesem Kapitel? ;)
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„Und jetzt?" „Aufstehen und ... ähm ... ich ..." Harrys Flüstern war kaum mehr als ein unverständliches Krächzen. So rau wie es klang, musste es sich auch anfühlen. Der Lockenkopf verzog schmerzerfüllt das Gesicht. „... I – ich hab' dir versprochen, dir hier alles zu zeigen ..." Er schlug die Decke beiseite und stand wackelig auf. „Langsam, Haz!" Sofort legte Louis ihm eine Hand auf die Taille und zog ihn zurück auf die Bettkante.
Der Lockenkopf fuhr sich frustriert übers Gesicht. Auch wenn es ihm im Vergleich zu den Tagen davor etwas besser ging, hockte er da wie ein Häufchen Elend. Mit zittrigen Händen stützte er sich auf der Decke ab. Sein Atem ging flach. Vermutlich raste sein Puls. Louis griff ihm mit einem besorgten Blick an die Stirn. Heiß war er nicht mehr. „Mir war nur kurz ... schwindlig", beruhigte Harry. Er lächelte schwach, doch es erreichte die Augen nicht. Und das merkte er selbst. „Geht schon wieder", nuschelte er noch immer benommen und versuchte erneut, aufzusehen, doch Louis hinderte ihn daran. „Hazza ..."
Er rückte näher, schob einen Arm hinter die Schulterblätter seines Freundes und streichelte ihn tröstend, bis Harry klein beigab. Sich erschöpft gegen ihn lehnte. Der weiche Stoff seines Hoodies war noch immer leicht feucht unter Louis Fingern. „Das ist doch Scheiße ..." Der Lockenkopf schloss die Augen und atmete tief durch. „Tz tz tz." Louis schnalzte mit der Zunge. „Diese Worte aus deinem Mund." Aufmunternd stupste er ihn an. Zwinkerte ihm zu.
„Ich will nicht, dass du denkst, ich lad' dich hierher ein und dann ..." Louis hob eine Augenbraue. „... und dann lieg ich nur rum und lass mich bedienen, dass ..." „Haz", unterbrach er die negativen Gedanken seines Freundes sofort. Behutsam zog er dessen Kapuze zurecht. Ließ seine Finger unter den Kragen gleiten, um Harrys Nacken zu kraulen. „Ich bin mitgekommen, um Zeit mit dir zu verbringen. Um für dich da zu sein – nicht für eine Hausführung oder so. Und ich bediene dich nicht. Ich kümmere mich. Das mache ich gerne." Harry schnaubte leise. Räusperte sich. „Ja, aber ..." „Aber?" Louis zog die Stirn kraus. „Es ist langweilig ..." „Langweilig?"
Er lachte leise. „Nichts, wirklich gar nichts mit dir ist langweilig!" Harry zuckte unbeholfen mit den Achseln. „Was denkst du denn, was ich erwarte?" Louis hielt inne. Waren ihre Leben wirklich so verschieden, dass Harry dachte, das hier wäre nicht genug? „Ich hab' mich so wahnsinnig gefreut, dass du wegen mir früher aus LA gekommen bist. Klar wäre es schöner, wenn du fit wärst, vor allem an deinem Geburtstag. Das tut mir unglaublich leid für dich. Aber Haz, mir ist wichtig, dass wir Zeit zusammen verbringen ..." Er sah ihn an. „... Und da ist mir egal, wie. Zu zweit daheim ist mir sogar lieber, als dich teilen zu müssen. Ist egoistisch, aber die Wahrheit." Mit dem Daumen streichelte er über Harrys Ohrgrund.