Wir hatten Mrs. Weasley eine Nachricht geschickt, kurz nachdem wir eingetroffen waren. Ginny hatte vorgeschlagen uns in der Stadt etwas zu suchen. Da ich davon nicht abgeneigt war, suchten wir ein Hotel aus und buchten dort für drei Tag ein Doppelzimmer.
„Schon komisch, diese Muggel.", murmelte Ginny als wir oben ankamen.
Ich lachte nur und schloss die Tür. „Ach Ginny."
Sie gähnte gemächlich und schlief schnell ein als ich mir das Prospekt des Hotels ansah.
„Wenn Sie fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Personal.", murmelte ich. „Keine schlechte Idee."
Ich weckte Ginny nicht extra auf, sondern nahm mir einen der zwei Schlüssel und ging zur Rezeption.
„Guten Tag.", lächelte mich die Frau an. „Wie kann ich Ihnen helfen?"
„Ich hätte da eine Frage.", sah ich auf ihr Namensschild. Joy Smith.
„Ich bin ganz Ohr.", harkte sie nach.
„Meine Eltern schickten mich damals zu guten Zahnärzten, das klingt jetzt sicher komisch.", lächelte ich leicht. „Aber sie sind damals weggezogen. Vor einem guten Jahr glaube ich. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu beiden. Haben sie hier alle Ärzte aufgelistet?"
„Haben wir in der Tat.", zwinkerte sie. „Nenn mir doch mal den Nachnamen."
„Wilkins.", erwiderte ich automatisch.
Sie hob eine Augenbraue und sah auf den Bildschirm. Ich lehnte mich gegen den Tresen und wartete gespannt. Sie suchte; ich wartete und wurde von Minute zu Minute nervöser.
„Hm.", machte sie nach zehn Minuten. „Hier ist etwas."
„Wirklich?", atmete ich auf. „Und wo?"
„Es ist ein gutes Stück entfernt von hier.", erklärte sie. „Mindestens vier Stunden Fahrt."
„Okay.", lächelte ich. „Danke für ihre Hilfe."
„Kein Problem. Aber wenn sie Zahnschmerzen haben, wir haben auch hier im Ort Zahnärzte.", erklärte sie. „Gleich ..."
„Ist schon in Ordnung, wirklich. Ich vertraue nur den beiden.", verabschiedete ich mich.
Ich eilte zurück in unser Zimmer und sah Ginny aufgeregt umher gehen.
„Da bist du ja!", stürmte sie auf mich zu als ich die Tür schloss. „Wo warst du denn? Eben im Radio, das ..."
„Ginny.", lächelte ich. „Hol Luft ich war nur in der Lobby. Was ist denn los?"
„Ich habe unser Radio raus gekramt, du weißt schon unser Zauberradio.", sprudelte es aus ihr heraus. „Und - bei Merlins Bart - du wirst es nicht glauben. Hier ..."
„Okay, warte.", zog ich sie mit mir, ich setzte mich mit ihr auf das Bett und sagte dann: „Hol tief Luft und dann sag mir langsam was du gehört hast."
Sie tat was ich ihr geraten hatte: „Es sind noch drei Todesser auf freiem Fuß, Miene."
„Und weiter?"
„Sie sind hier in Australien.", schluckte sie.
„Oh Merlin.", hauchte ich und sah gen Wand. „Hier? Wieso ausgerechnet hier?"
„Es wird spekuliert, das sie hier irgendwas suchen.", murmelte sie. „Aber darauf kann man ja nichts geben."
„Zufall.", nickte ich. „Oder?"
„Möglich.", holte sie tief Luft. „Und wo warst du, bitte?"
„Wie gesagt unten in der Lobby.", lächelte ich leicht. „Ich habe mich über Zahnärzte erkundigt."
„Und?", hellte sich ihr Gesicht auf.
„Sie sind vier Stunden von hier entfernt.", sah ich auf meine Hand. „Da haben sie eine neue Praxis eröffnet."
„Das ist doch großartig!", rief sie aus und ergriff meine Hände.
„Ja.", lächelte ich.
„Aber Morgen geht es erstmal zum Arzt.", erinnerte sie mich und legte sich zurück. „Es ist schon nach acht, lass uns schlafen gehen."
„Bin ich voll für.", gähnte ich, wonach wir uns zurecht legten und so wie wir waren ins Traumland gleiteten.
Frühs wurde ich geweckt allerdings nicht von Ginny, sondern von der Morgenübelkeit. Ich stöhnte leise auf und befreite mich aus der Decke; eilte ins Badezimmer und übergab mich schließlich.
„Geht's wieder?", gähnte sie als ich zurück ins Zimmer kam und setzte sich auf. „War dir schlecht?"
„Es geht wieder. Tut mir leid, das du wach geworden bist.", lächelte ich leicht und setzte den Wasserkocher an. „Ich mach uns Frühstück, okay?"
„Soll ich dir helfen?", murmelte sie.
„Bleib ruhig liegen.", erwiderte ich und begann den Tisch zu decken.
Es ging alles relativ schnell, da wir das Nötigste bereits gestern Abend rausgestellt hatten. Sodass ich als das Wasser fertig war zu ihr ans Bett ging. Sie atmete wieder regelmäßig als ich sie leicht an ruckelte.
„Gin?"
„Noch fünf Minuten.", murmelte sie.
„Der Tee ist fertig und der Tisch gedeckt.", stand ich auf.
„Ist gut.", setzte sie sich auf.
Überraschend schnell waren wir mit dem Frühstück fertig und räumten wieder ab. Ich machte mich als erste fertig und dann folgte Ginny. Ich räumte hier und da auf, wobei Ginny ab und zu mit mir sprach.
„Ich bin dann soweit.", schloss sie die Badezimmertür.
Ich drehte mich zu ihr und fuhr wenig später zusammen. Ein Schmerz zog durch meine Bauchgegend und raubte mir im ersten Moment den Atem.
„Miene!", rief Ginny aus und war an meiner Seite. „Komm setzt dich hin."
Und sie drückte mich sanft aufs Bett; hockte sich vor mich und sah mich hilflos an. „Was ist los?"
„Geht gleich wieder, warte.", presste ich heraus und sah runter.
„Hast du Schmerzen?", harkte sie nach.
Ich konnte nur nicken.
„Wir müssen zum Arzt.", drückte sie meine Hand. „Muggel haben Autos."
„Ginny, warte einfach kurz okay?", hauchte ich und schloss meine Augen.
Dieser Schmerz wollte einfach nicht vergehen. Er war hartnäckig. Zu hartnäckig.
„Ich hole Hilfe.", stand sie nach einer Weile auf und lief aus unserem Zimmer.
„Nein!", rief ich ihr nach. „Ginny!"
Ich kämpfte mich hoch, aber verlor das Gleichgewicht und landete auf dem Boden.
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The Search || Harry Potter FF
Fanfiction|Ron&Hermine| Was passiert nach der großen Schlacht von Hogwarts und dem Fall Voldemorts? Was ist, wenn sich das goldene Trio für eine Zeitlang trennen muss? Wie lange würde das gut gehen? Harry und Ron begeben sich auf die Jagd nach den übrigen To...