»Nein. Da liegst du falsch. Ich kann dich ausstehen. Wirklich«, sagte ich und sah sie nun doch an.
»Aber, wieso guckst du dann immer weg, wenn ich dich ansehe?«, fragte sie verwirrt.
Weil ich mich nicht in dich verlieben will!
Ich verfluchte meine Gedanken. Das war doch gar nicht wahr!
»Ich... Weil... Äh...«
Sie grinste.
Dachte sie jetzt etwa, dass ich auf sie stehe? Ich musste mir schnell eine Lüge ausdenken.
»Ich habe vor Kurzem erst mit meiner Freundin Schluss gemacht. Und sie sieht dir sehr ähnlich«, log ich.
Ihr Lächeln wurde verkrampft. Ich hoffte, ich hatte es jetzt nicht verbockt.
»Okaaay...«
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Er stand immer noch in meinem Zimmer. Und das ohne T-Shirt.
Ich weiß nicht, warum ich so enttäuscht war, dass ich seiner Ex ähnlich sehe. Oder dass er mich nur deswegen so komisch ansah. Aber ich war froh, dass es nicht daran lag, dass er mich nicht mochte.
»Tut mir leid, Heulsuse.«
Ich starrte ihn gespielt böse an.
»Nenn. Mich. Nicht. Heulsuse!«
Er zuckte grinsend mit den Schultern. Dann ging er Richtung Bad. Doch kurz davor blieb er stehen, als wäre ihm etwas eingefallen. Er drehte sich wieder zu mir.
»Magst du mit rüberkommen?«, fragte er.
Ich nickte dankbar.
Dann gingen wir gemeinsam rüber in sein Zimmer. Dort saßen Aaron und Troy auf dem selben Bett, wie zuvor.
»Was hat da so lange gedauert?«, fragte Aaron.
»Nichts, was dich angeht«, knurrte Liam.
Ich zuckte nur mit den Schultern.
***
Wir redeten über den Unterricht. Ich erfuhr ziemlich interessante Dinge:
Am Dienstag hatten wir Kampftraining; am Mittwoch machten wir Sport im Fitnesscenter; am Donnerstag mussten wir uns durch Hindernisparcours kämpfen; am Freitag hatten wir jede Woche eine Art Prüfung, um zu messen, ob wir uns bessern und jeden Montag hatten wir eine Art Ruhetag, an dem die meisten schwimmen gehen zum See ein paar Minuten Fußweg von hier entfernt.
Als es schon stockdunkel draußen war, wurde ich langsam müde. Also verabschiedete ich mich von den Jungs und ging in mein Zimmer schlafen. Sobald mein Kopf das Kissen berührt hatte, schlief ich ein.
***
»Aufstehen, Schlafmütze!«, weckte mich die sanfte Stimme von Troy.
Was macht Troy in meinem Zimmer?
Ich schlug schnell die Augen auf und sah die drei Jungs in meinem Zimmer.
»Was macht ihr hier?!«
»Wir dachten, es wäre lustig, dich aufzuwecken...«, rechtfertigte sich Aaron.
»Haha. Sehr lustig«, sagte ich sarkastisch.
»Du hast eine Stunde Zeit dich fertig zu machen«, bemerkte Liam mit einem Blick auf die Uhr.
Ich seufzte und stand auf.
»Ich sollte mich duschen gehen. Dafür muss ich mich aber ausziehen.«
Die Jungs blieben stehen. Ich sah sie auffordern auf. Aaron war der erste der ging. Dann ging Liam. Zuletzt Troy. Ich verdrehte die Augen und schloss die Badezimmertüre hinter ihnen.
Ich hatte vor meine Badebekleidung beim Duschen anzulassen. Nur das Problem war, dass ich wahrscheinlich nicht die einzige sein werde, die duscht.
Das würde so peinlich werden.
***
Ich stand nach ungefähr fünf Minuten vor der Dusche. Die einzige Bekleidung, die ich anhatte, war ein Handtuch. Darunter war ich komplett nackt. Ich hatte meine Badebekleidung nämlich daheim vergessen. Und meine Unterwäsche anzuziehen war für mich keine Option.
Ich atmete tief durch und betrat den mit Fließen ausgelegten Raum. Da waren zehn Duschkabinen nebeneinander. Das einzige, was diese trennte, waren milchig getönte Glasscheibe, bei denen man zwar nichts durchsehen, aber dafür vieles erahnen konnte.
Ich ging in eine der Kabinen, die alle keine Türe hatten, und sah mich nicht um, da ich Angst hatte, etwas zu sehen, was ich nicht unbedingt sehen wollte.
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Troy war in Meghan verknallt!
Ich wusste es, da ich gesehen hatte, wie er sie immer ansah. Er sah sie ungefähr so an, wie ich sie ansah. Aber er verheimlichte es nicht.
Doch, wieso ich deswegen so wütend auf ihn war, wusste ich nicht. Ich meine, ich war ja nicht in sie verknallt oder so...
Oder?
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One Girl
Fiksi RemajaMeghan ist eigentlich ein normales Mädchen. Wären da nicht ihre super spießigen Eltern, die sie dazu zwingen über die Ferien in ein Camp zu gehen, in dem den Schülern "gutes Benehmen" beigebracht wird. Eine Militärschule - so sieht Meghan das Camp...
