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Ich öffnete unsere Zimmertüre, da es geklopft hatte und weder Troy noch Aaron Bock hatten aufzumachen.
Sobald die Tür offen war, stürzte mir ein sehr bekanntes schwarzhaariges Mädchen entgegen und umarmte mich.
»Ich hab dich so vermisst, Babe!«, quietschte sie erfreut.
FUCK!
»Äh.. Steph was machst du hier?«
»Ich bin hier um dich zu besuchen, du Dussel! Ich bin immerhin eine tolle Freundin. Und jetzt gib mir einen Kuss, Schatz!«
»WAS?!«, fragte Troy wütend.
»Ich kann das erklären«, beruhigte ich ihn, »Komm rein Steph und sei leise, bevor dich noch jemand hört!«
»Oh keine Angst. Deine Nachbarin Me- äh... Me..Melanie! Ja, das war es! Oder?«
»Meghan«, stieß ich zwischen zusammengebissenen Zähnen aus.
»Ja, die Blondine weiß schon bescheid. Ich hab mich ihr vorgestellt. Sie zwar etwas erschüttert, als ich ihr sagte, dass ich deine Freundin bin, aber sonst war sie ganz nett.«
Ich schlug mir meine Handfläche auf die Stirn.
»Scheiße«, zischte ich.
»Liam?! Wenn du Meghan jetzt das Herz gebrochen hast, dann mach ich dich fertig«, zischte Troy wütend.
Ich ignorierte Troy und die verwirrt dreinblickende Steph und rannte schnell zum Badezimmer und dann zu der Türe zu Meghans Zimmer. Diese war offen, also konnte ich problemlos in ihr Zimmer schlüpfen. Dort saß Meghan am Bett und Troys Schwester stand vor ihr. Beide sahen auf, als ich die Tür zufliegen ließ. Meine Nerven waren am Ende.
»Meghan, ich kann-«
»Sag nicht, dass du das erklären kannst! Ich hab's nämlich schon längst verstanden! Verpiss dich aus meinem Zimmer du mieses Arschloch! Verpiss dich am besten gleich aus meinen Leben«, fuhr sie mich an. Sie sah mich dabei fest an. Das wunderschöne Glitzern aus ihren Augen war verschwunden. Stattdessen lag ein dunkler Schleier über ihren Augen. Sie war verletzt. Mehr als das. Sie war gebrochen.
»Ich wollte das nicht, Meghan.«
»Halt deinen Mund! Ich wollte das auch nicht. Ich wollte mich auch nicht in dich verlieben. Aber Menschen machen nun mal Fehler.«
Während sie sprach, rannten ihr pausenlos Tränen über die Wangen. Auch in meinem Hals bildete sich ein riesiger Kloß.
Sie liebt mich.
Sie hatte mich geliebt. Und ich hatte alles kaputt gemacht.
»So, und jetzt verschwinde, Arschloch. Du hast schon genug angerichtet«, sagte Troys Schwester.
Ich nickte traurig und verschwand ins Bad. Hinter mir wurde die Tür geschlossen. Doch ich hörte laute Schluchzer durch.
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Ich schluchzte und erwiderte die tröstende Umarmung von Monique.
Ich hatte ihm gesagt, dass ich ihn liebte. Dass das der Wahrheit entsprach, merkte ich erst, als ich es ausgesprochen hatte. Ich hatte ihn geliebt. Und habe damit nicht aufgehört.
»Der hat dreinegeguckt, wie ein misshandelter Hundewelpe, als du ihm erzählst hast, dass es ein Fehler war ihn zu lieben. Aber genau das hat er verdient.«
Ich nickte bloß. Meine Tränen flossen noch immer meine Wangen hinab. Es wunderte mich, dass mein kleiner Körper so viel Tränenflüssigkeit besaß.
»Ach Süße«, sagte sie und nahm mein Gesicht in beide Hände, »Was machst du denn sonst so, wenn es dir mies geht?«
»Ich-«, meine Stimme brach, also zeigte ich mit meinen fingern zum Keyboard.
Ihr Blick folgte meinem und sie nickte verständnisvoll. Dann ließ sie mich los und ich schnappte mir mein Keyboard. Ich musste nicht lange überlegen, was ich spielen sollte, also fing ich an „If I were a Boy", von Beyonce zu spielen. Und ich sang wie immer mit. Auch wenn es scheußlich klingen musste, weil ich während des ganzen Liedes nicht aufhörte zu weinen. Als ich fertig war, schnappte ich mir einen fetten Polster, schlang meine Arme fest darum und rotzte und heulte in den kuscheligen Stoff. Ich spürte die Warme Hand von Monique auf meiner Schulter und weinte nur noch mehr.
Ich wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als es plötzlich klopfte. Als Monique Anstalten machte sie aufzumachen, stand ich schnell auf und ging zur Tür. Wenn das Liam war, könnte er sich jetzt auf eine mächtige Abreibung gefasst machen.
Doch als ich die Tür aufmachte stand mir kein Liam gegenüber, sondern eine grinsende Alina. Doch als sie mich ansah, rutschte das Grinsen ganz schnell aus ihrem Gesicht.
»Was ist los?!«, fragte sie alarmiert.
Ich brachte keinen Ton raus, also sprach Alina weiter.
»Ich hab dir ein bisschen Alkohol mit geschmuggelt«, hauchte sie.
Ich lächelte leicht.
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One Girl
Teen FictionMeghan ist eigentlich ein normales Mädchen. Wären da nicht ihre super spießigen Eltern, die sie dazu zwingen über die Ferien in ein Camp zu gehen, in dem den Schülern "gutes Benehmen" beigebracht wird. Eine Militärschule - so sieht Meghan das Camp...
