.....und die Geschichte ging weiter...

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Ich hob meine Lider langsam und mit Vorsicht, sah voller Angst auf die Stelle, an der der Wolf gewesen war. Er war weg. Als hätte er sich in Luft aufgelöst. Da war nur Stille. Ich nahm Äste und Blätter war, befand ich mich auf einem Baum. Einem Baum, wie war ich denn da wieder hingelangt? Aber angesichts der Tatsache das ich fast in Kaffee ertrunken und zerfleischt wurde, ist die Sache mit dem Baum recht harmlos. Ich sah kurz herunter und bemerkte, dass mein Unheil dicht unter mir stand und versuchte nach mir zu schnappen. Plötzlich zuckte er in sich zusammen und rannte so schnell er konnte weg. Ich wunderte mich, aber dann wusste ich auch warum er geflohen war, ein Reiter kam immer näher in unsere Richtung geritten. Das Pferd hatte ihn mit seinem Getrampel vertrieben. Wer auch immer dieser Reiter war, er hatte mir das Leben gerettet. In meinem Herzen verspürte ich wieder Wohlbefinden und Erleichterung. Jedoch entschied ich mich dann doch dazu zu warten, bis der Reiter vorbeiritt.
Genau als der Reiter unter mir war, baumelte eine schwarze Fledermaus vom Ast, die sich ober mir befand herunter und ich erschrak so sehr, dass ich rückwärts vom Ast fiel, direkt neben dem weißen Pferd. Der Fremde verhinderte, dass ich mir wehtat, indem er meinen Arm gepackt hatte und mich hochzog, noch bevor ich ganz auf dem Boden angekommen war. Ein Ritter, diese waren wirklich selten, das Geschäft Jungfrauen in Nöten zu retten, lief nicht gut. Die Damen haben nicht begriffen, dass sie für die Rettung bezahlen mussten. Und Mann sich versah war Mann verheiratet. ,,Sie schicken mir jetzt aber keine Rechnung, oder?'', fragte ich besorgt. Ich hatte wirklich nichts da, außer das Geld um auf dem Markt zu bezahlen. „Bist du verletzt?" fragte er, mit leichtem Desinteresse.
Leicht verwirrt klopfte ich den Schmutz von meinem Kleid und sah dann auf. Ich schüttelte nur den Kopf und er ließ mich wieder los. ,,Danke, nein bin ich nicht!'', schwafelte ich vor mir hin. ,,Das erst Mal ist immer kostenlos!'', sagte er hochgestochen, wie auswendig gelernt. Nein, das war nicht die Charmantheit, welche diesen Leuten nachgesagt wird. Leicht verwirrt, sah ich zu ihm hoch, direkt in unglaublich, strahlende, blaue Augen. „Weißt du zufällig, wo es hier raus aus diesem Wald geht?" fragte er. Natürlich wusste ich das, oder? Ich blickte mich um, wir befanden uns nicht mehr bei mir zu Hause, der Wald war viel zu fröhlich. ,,Nein, ich habe keine Ahnung, ich habe mich verlaufen!'', antwortete ich ihm. Was? Das hatte ihn doch gar nicht zu interessieren. ,,Wollen Sie meine Hilfe?'', fragte er. ,,Ist das dieses Lockangebot?'', ich verengte die Augen. ,,Ich habe einen Eid geschworen, Frauen in Not sind Gottes Gebot!'' ,,Und das war der schlechteste Werbespruch, den ich je gehört habe!'', ich verdrehte meine Lichter des Sehens. Ohne das ich weiteres kontern konnte, wurde ich auf das Pferd gepackt und festgehalten. ,,Habe ich Sie um Hilfe gebeten?'', zischte ich. ,,Auf in neue Abenteuer!'', schrie er und gab dem Vieh die Sporen. Er ritt mit mir in den Sonnenuntergang. Ach du meine Güte, das konnte ja noch lange dauern.

Im Schatten der Königin #PlatinAward2018#iceSplinters18Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt