Diese Alltage verursachten bei mir Langeweile. Solange ich hier gefangen war, ohne wirklich gefangen zu sein. Es wurde Schach gespielt, kleine Bälle veranstalltet und vieles mehr. Es sollte uns nur von den Schrecken hinter diesen Mauer, aufhalten. Ich hatte das Gefühl, dass ich hier die Einzige war, welche wirklich wusste, was sich abspielte. Lady Alischa und ich wurden nicht Freunde, aber gute Gesprächspartner, durch sie erfuhr ich sämtliche Eigenschaften der Königin. Sie war anscheinend eine, die sich nicht lange mit jemanden unterhielt, jedoch trotzdem ausgelassene Feste feierte. Ein Widerspruch, aber ein Zeichen, dass sie sich bald wieder dazu entschließen würde. Die Feierlichkeiten hatten so meines Erachtens nach eine ungefähre Distanz von einer Woche. Meistens waren diese Kostümbälle oder Reigen. Die Königin ließ sich nie länger als fünf Minuten blicken, sie mochte wohl die Gesellschaft anderer nicht.
Die Augen einer Katze, jedoch ohne Pupille. Sie waren leuchtend, sie waren hell, sie flimmerten, doch zugleich dunkel und tiefgehend. Ein Zeichen der Übernatürlichkeit. Es waren drei, sie waren jung und alt, sie lebten in einem Haus, es war gräulich und mit Ziegeln gebaut worden. Die Moose und Farne umschlangen das Fundament von unten, gebettet in der grün-gelben Natur. Ein Junge und ein Mädchen, sie waren Geschwister. Ihr Kleid, es passte nicht zu ihrem Alter, es verlieh ihr die Naivität, die sie schon lange abgelegt hatte. Sie drehte sich um, sie sah ins Nichts, blickte in mein Gesicht doch gleichzeitig auch nicht. Ihre Augen, die blaue Farbe, sie strahlte, ergaben römische Zahlen. Sie zierten beide Augen, sie veränderten sich nicht, nur die Zahl, sie blieb wo sie war. XVII, 17. Es musste ihr Alter sein. Ich fiel ins Nichts und befand mich zurück auf dem Ball. Eine Vision, ich hatte eine Vision gehabt, wer war sie, wo war ich gewesen. Etwas in mir regte sich und ich wusste, dass sie gefährlich waren.
Eine Einladung aus Eisbärpergament lag auf meinem Bett. Die Tinte hatte die Farbe Schwarz Rot, rot wie Blut. Ich zog an der Schleife, der Brief sprang auf und Zierrat rießelte auf den Boden, dort wo er aufkam, färbte er alles in Weiß. Dann sickerte er in ein Loch und hinterließ einen Geruch von Verbranntem. Ich wandte meine Augen von der Absurdität ab und laß. Die Feier findet in den Hallen des Windes statt. Die Hallen waren im Palast des Windes. Dieser stand an einem Strand und beherbergte alle vier Klänge des Windes. Die Meister und Knaben der Welt Quist, haben es sich zur Aufgabe gemacht, über sie zu wachen. Sie waren alle in einer Muschel eingeschlossen. Vor einem Jahrhundert gab es ein Mädchen, ihr Name war Maja. Sie brachte die Winde zurück in diese Muschel und schloss sie auf ewig ein. Somit würden sie keine Schäden mehr anrichten. Sie baten mich und die Königin auf die Hundertjahrfeier. Ich fühlte mich geehrt, meine Begeisterung steigerte sich und vereiste mein ganzes Zimmer. Dies sollte mir bei der Feier nicht passieren, Magnus knurrte auf und biss in meine Decke. Etwas musste ihn gebissen haben. ,,War es eine Bettwanze, jetzt müsste sie nicht mehr leben.'', versuchte ich mir seine Reaktion zu erklären. ,,Es ist nicht dies, es ist nicht jenes, es ist die Tatsache, dass wir nach Quist gehen.'', knurrte er. Ich zog verwirrt eine Augenbraue hoch: ,,Ich bin auch nicht begeistert in eine Welt mit Wärme zu gelangen, aber wir werden uns schon konservieren für 10 Stunden.'' Ich setzte mich aufs Bett und kraulte unterbewusst seinen Nacken. Er schnurrte wie eine Katze, ich schreckte zurück. ,,Was, ich schnurre eben, meine Mutter war eine Katze von einer Musikantengruppe, keine Ahnung wie sie hießen.'' Ich konzentierte mich auf ein anderes Thema, ich wollte nichts von der Welt hinter unserer hören. Sie hatten mir meinen Großvater genommen. ,,Weißt du etwas von Quist, das ich nicht wüsste?'' ,,Es gibt viel, was ich dir erzählen könnte, Isabella.'', sein Ton war rau, aber nicht gegen Freundlichkeit gerichtet.
Er hatte mir alles erzählt, die Geschichte von Maja. Die Entstehung von unserem Universum, es gab viel, zuviel, um dies alles offen Kund zulegen. Ich hatte mir meine Maske der Kühle und Undurchblickbarkeit zu Eigen gemacht und schritt mit meinem aufreizenden Kleid aus Seide und Kristallen, die, wenn ich ging, mitschwebten in die Halle. Dort hatten sich die restlichen eingefunden, um auf die Königin zuwarten. Ich hatte meinen Wolf an eine Leine binden müssen, er fand es weniger amüsant. Ich erklärte ihm, dass es mir sehr leid täte, aber ich konnte nicht anders. Meine Schlitze reichten bis zu meiner Taille und wurden nur von einem Gürtel gehalten. Ich hatte nie solch eine aufreizende Bekleidung an meinem Körper getragen, doch wenn ich mich gegen die Königin behaupten wollte, so musste ich erwachsen werden. Meine Schuhe waren höher als sonst und meine Würde wird nie wieder so angesehen sein wie heute Abend. Ich fühlte mich sehr großartig, genauso wollte ich erscheinen, wie eine Königin. Eine Fanfarne ertönte und die Herrscherin von Kälte und Eis betrat die erste Treppestufe. Ihre Kleidung glitzerte in einer weißen Pracht mit einem Überzug aus einer Eisschicht. Die Sonne strahlte durch ihre Fenster und die Königin leuchtete auf, wie ein sehr dünngeschlifferner Saphir. Mit ihren dünnen und langen Fingern und ihrer ziehrlichen Figur, welche nochmal mit dem Taillengürtel aus Metal betont wurde, stach sie aus der Gewöhnlichkeit empor. Ihr Rock war dem meinem fast identisch, nur dass ich viel edler wirkte als ihre Hoheit. Das Antlitz einer Schönheit und die Blick eines Adlers, so sah sie auf uns herab. ,,Wir werden nun aufbrechen!'', so entsprang ihre Stimme, die Stimme einer Königin. Doch nicht mehr lange. Auf ihrem Haupte trug sie die Krone, sie war metallen, an den Enden spitz und hätte ich sie angefasst, so hätte ich mich verletzt. Noch ein Zeichen, dass ihr niemand den Thron nehmen würde. Sie schritt durch die Menge und verursachte eine Kettenreaktion, all jene ,die sie hinter sich ließ, drehten sich um und folgten ihr in einer Zweierreihe. Ich befand mich mit meinem Wolf in der Vierten. Ich hatte, bis ich wieder im Palast gewohnt hatte, nicht von einem Portal gehört, aber es gab eines, sie dienten zur Verhandlungen und Lieferung von Exportwaren. Wie ich ja schon erwähnt hatte, mussten wir alles voher einfrierren, bevor es in unsere Welt ankam. Es war allerdings sehr teuer. Wir konnten uns mithilfe eines Eisbärbluttrankes vier Stunden in einer anderen Welt aufhalten, jene Wahrheit erfuhr ich auch später.
Wir waren an der Reihe und traten hindurch. Ein unerträglicher Schmerz durchfuhr meine Adern und ich musste meine Fassung bewahren, um nicht aufzuschreien. Meine Augen hielt ich geschlossen und trat von der grellen Sonne auf etwas weiches, welches unglaublich heiß zu sein schien. Es bellte und ich musste meine Augen aufreißen. Zuerst nahm ich nur schwarze Sterne wahr, doch dann erkannte ich einen gelben, weißlichen Schnee unter mir. ,,Ist das Sand?'', fragte ich Magnus, ich kam mir dabei so naiv vor. Er hechelte, etwas Flüssiges tropfte auf den Boden und färbte den Untergrund braun. ,,Ja, das ist Sand, und dort hinten ist der Palast der Winde.'', mit seiner Schnauze wies er mir die Richtung. Ich erkannte in der Ferne ein Gebäude mit vielen Löchern und einen Turm aus einer gedrehten Muschel. Ihre Farbe war eine Mischung aus Rosa und Lila. ,,Die Sonne ist hier wirklich stark, du hattes sehr untertrieben!'', meckerte ich, wieder nicht sehr damenhaft. Das Gefolge war in dessen schon weitergezogen und die letzten waren wir. Das Rauschen neben mir hatte ich erst jetzt bemerkt. Als ich mich gebückt hatte, um meinem Wolf die Leine zu öffnen, hafteten meine Augen an dem Wasser. ,,Das ist also dieses Wellenbrechen von dem du mir erzähltes, es ist..., ich weiß nicht, sehr unschön.'' Ich war etwas entäuscht von der Landschaft hier. Ich erhob mich und wir schlossen uns der Menge an. Ich hatte Magnus weiterhin an der Leine.
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Im Schatten der Königin #PlatinAward2018#iceSplinters18
Fiksi SejarahEin Königreich verborgen unter Schnee und Eis, keiner kann hinein oder hinaus. Alles scheint wie im Märchen, doch dann ändert sich alles und es wird ein Kampf um die Wirklichkeit. 2 Platz Blütenaward
