Wir stiegen aus dem Haus, mehrere Straßen waren aufgerissen und dickflüssige Lava, oder so etwas ähnliches quoll aus dem Boden, ich konnte einzelne Flecken erkennen, sie glimmten schwarz und gräulich hervor. Wenn ich mich nicht recht irrte, dann er waren es Buchstaben. ,,Das sind die Blutlinen der Menschen, dessen Geschichte unterbrochen wurde, es ist wie eine Krankheit.'', murmmelte Jonath neben mir, ,,Sie suchen nach einem Menschen und wollen sie zwingen die Geschichte zu beenden, berühre sie blos nicht.'' Ein Wind heulte durch eine zerbrochne Teekanne, es klang beinahe wie eine Stimme. Eine flehende Warnung, das Chaos hatte sich förmlich ausgebreitet. Ich blickte zurück, das Haus war auf einen umgestürtzen Baumstamm gefallen, dieser machte den Untergrund nun uneben. Die Ziegelsteine, sowie der Schutt lagen verteilt auf dem Grund, und formten eine neue Bildlandschaft. Die Welt war mehr als nur aus den Fugen geraten. ,,Was geschieht mit den Menschen, dessen Geschichte aus ihnen geflossen ist, sind sie nun tot?'', meine Stimme klang kratzig. Eine warme Flüssigkeit floß in meine Richtung und benetzte meinen Schuh, ich wurde schnell hochgehoben und auf den Stappel Schutt abgestellt. ,,Du darfst auf keinen Fall mit ihnen in Berührung kommen, sie werden dein Leben auslöschen, sie suchen nach einem neuen Körper, damit sie die Geschichte beenden können, hörst du mir überhaupt zu!'', versuchte mir Jonath einzubläuen, während er sich selbst vor dem Blut rettete. Es brannte leicht auf meiner Sohle. In windeseile zig ich den Stiefel aus und schmiss ihn in die Lava hinein. Er wäre nicht mehr zu retten gewesen, dieses Zeug fraß sich buchstäblich ins Leder. ,,Du hast mir meine Frage nicht beantwortet.'', ich kam mir leicht debil mit nur einem Stiefel und einem Socken vor. Doch ehe er mir antworten konnte kam aus der Türschwelle: ,,Mein Sohn, sie haben uns umkreist, was hast du jetzt vor?''. Blackmary schimpfte schon über das Geschehene, ehe sie überhaupt hinausgetreten war. Ich verdrehte leicht die Augen, angesichts dessen, dass wir sie mitnehmen mussten. Die Majestät blickte über den Nebel hinweg und erkannte eine Gestalt, dessen Boot sich aus dem Abgrund immer weiter näherte. Moment, woher konnte ich wissen, was Blackmary sah? War es der Blutschwur? Ich wand mich ebenfalls zu ihrer Gestalt. Eine pfeifende, mit der Gondel fahrende, Person kam auf uns zu, dort wo sie sich abstieß leuchtete es hell auf und Buchstaben stiegen den Stab herauf, ich wusste es, es waren Wörter. Sie fiehlen in das Boot hinein. Wer war diese Person, oder besser gesagt Erscheinung? Jonath packte meinen Arm und zischte: ,,Wir müssen von hier weg, sonst kommt uns der Killer hohlen.'' Der Killer? Das klang so furchteinflössend. Es war zu spät, der Mann, ich war mir dessen ziemlich sicher, auf Grund seiner Statur, legte an das Ufer an und stieg weiter pfeifend auf den staubigen Boden. Dort wo die Lava ihn erreichen sollte floh sie, wie eine verschreckete Vogeldame vor der Katze. Wir mussten hier wirklich fort, sonst..., ja was eigentlich? Ich war mir ziemlich sicher, dass der Name Killer, nicht damit einherkam, dass er mit uns Tee und Kuchen trinken wollte. Ich sah mich suchend nach einer Rettlungsleine, einem Graßhalm, der uns aus der Missere ziehen würde. ,,Ins Haus?'', eine andere Lösung war mir jetzt auch nicht eingefallen. ,,Nein, zu riskant, wenn er uns hier findet, dann sterben wir bei lebendigen Leibe. Er wird alles vernichten, dass sich auch nur ansatzweise bewegt.'', zischte meine Partner. Na wunderbar. ,,Und was dann du Genie? Wir können uns doch schließlich nicht in Luft auflösen.'', pflaumte ich an an. Das wir so fröhlich vor uns her zankten, half unserer Situation nicht weiter, dies sah sogar ich ein. Während das Pfeifen näher kam und mich die Angst packte zu sterben, hüpfte ich über Backsteine und Schutt zu den beiden Magierinnen. Erhoffte ich mir die rettende Idee? Ja in der Tat. ,,Haben Sie etwas, damit wir von hier verschwinden können?'' Die Damen schürtzen ihre Lippen. ,,Möglicherweise müsste ich noch eine Schnellwachsbohne von Jack und Gartenfragen haben.'', Medusa öffnete ein Medallion und holte eine Kaffeebohne hervor. ,,Das war die Betavarianate, damals als wir noch Merlin's Assistentinnen waren, da hab ich einiges mitgehen lassen.'' Sie ließ diese aus den Boden fallen. ,,In etwa 15 Sekunden, sollte sie bis zum Himmel schießen. Haltet euch dann gut fest.'' Ich stellte mich schon seelisch darauf ein. Acht Augenpaare, Jonath war mir nachgekommen, staarten gebahnt auf die Bohne. Nicht auf das Pfeifen hören, nicht auf das Pfeifen hören, ein Mantra in meinem Kopf. Dann plötzlich wie aus dem Nichts, kam ein Knacksen, dann folgte ein Brechen und leuchten, anschließend schoß das Monster von Ranke aus dem Boden, ich packte einen Rankenteil. Wir stiegen so schnell, dass ich mir schlecht wurde und mein Magen sich drehte. Ich traute mich nicht hinunter zusehen, wir stiegen sicher in enormer Geschwindigkeit. Irgendwann hatten wir die Wolken erreicht und die Pflanze stoppte apruppt. Auf den Wolken befand sich ein kleiner Steinpfad, der zu einem Schloss führte. ,,Das Endziel, wir sind in Sicherheit.'', Medusa stieg ab und richtete ihre Haare. Ebenfalls elegant und selbstbewusst schienen es Blackmary und ihr Stiefsohn zutun. Ich verhäderte mich in einer Faser und schwankte ziemlich orientierungslos hin und her. Dieser wilde Ritt, war nicht ganz ohne gewesen. Beinahe wäre ich über die Wolke gestürtzt, hätte mich Jonath nicht davor bewahrt. ,,Langsam sollte ich Wetten mit dir abschließen, das wäre sicher eine gute Geldquelle.'', er lachte. Ich schwankte wieder hin und her, zu benommen, um ihm die Stirn zu bieten. Dem Tode mal wieder entkommen ließ ich mich auf den Grund fallen. Entweder drehte sich mein Kopf oder die Landschaft, schwerzusagen. Eine Hand fischte vor meinem Antlitz hin und her, ich zeigte keine Aufmerksamkeit. Ich wollte einfach nur liegen und warten. Ich schloß die Auge da mich sogar der Anblick an den Himmel nervte. Irgendwann spürte ich etwas warmes auf meinen Lippen. Ich realisierte, dass es ebenfalls welche waren nur nicht meine. Ich riss die Augen auf und drückte mich von der Person fort. ,,Was sollte das denn jetzt?'', kreischte ich. ,,Du warst ohnmächtig, ich, da wollte ich eine Mundzumundbeatmung machen.'', verteidigte sich Jonath. ,,Also meines Wissens nach, geht die ganz anders.'', keifte ich zurück. Ich entzog mich seiner Nähe und rappelte mich auf. Dann rückte ich alles zurecht, niemand sollte auf falsche Gedanken kommen. Ich richtete meinen Blick zum Schloss: ,,Komm, gehen wir.''
So es ist endlich soweit, ich habe es geschafft weiterzuschreiben. Bitte seid nachsichtig bei möglichen Logikfehlern, ich werde sie noch korrigeren, ich wollte vorerst einmal das Kapitel zuende bringen. Ich hoffe euch gefällt es, schreibt mir gerne eure Meinung.
Eure Abbey ♡♡♡
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Im Schatten der Königin #PlatinAward2018#iceSplinters18
أدب تاريخيEin Königreich verborgen unter Schnee und Eis, keiner kann hinein oder hinaus. Alles scheint wie im Märchen, doch dann ändert sich alles und es wird ein Kampf um die Wirklichkeit. 2 Platz Blütenaward
