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"Was habt ihr da drin gemacht? Du warst ziemlich lange allein mit ihm" meinte Felix und ich hörte den angepissten Unterton sofort heraus.
" Ich habe nur deinen Rat befolgt, kein Grund sauer zu werden" versuchte ich ihn zu beruhigen
" Der wäre gewesen?" fragte er nach
"Mir professionelle Hilfe zu holen, du weißt schon... wegen meinem Problem " murmelte ich vor mich hin
" Dann hast du mit ihm darüber gesprochen?" wollte Felix wissen und hielt mich Fest, sodass wir uns gegenüber standen.
" Ja, ich dachte.. naja, schaden kann es ja nicht" unsicher sag ich in Felix Augen.
" Ich bin stolz auf dich izzi" murmelte er nur und schloss mich in seine Arme.
Sollte ich ihm jetzt wirklich sagen, was ich für ihn empfinde? Es tat mir gut, bei ihm zu sein. Er tat mir gut. Wenn er nicht da war, fing ich an ihn zu vermissen. In meinen Zukunftsplänen ist er immer anzutreffen. Ich verliere mich in seinen Augen wenn ich zu lange hineinschaue. Am liebsten wäre es mir, wenn dieser Moment nie enden würde. Ich in seinem Arm. Für die Ewigkeit.
Doch leider war es nur eine kurze Ewigkeit und Felix ließ mich wieder los. Ein trauriger Ausdruck lag in seinen Augen, doch er wandte sich ab und ging weiter auf den Ausgang des Krankenhauses zu. Ich lief ihm hinterher und wartete auf etwas, dich es kam nichts.

Schweigend, irgendwie war das dauerzustand, saßen wir in meiner Wohnung. Ich durchforstete Twitter und ganz kurz insta. Ich checkte meine Nachrichten und tippte dann sinnlos auf meinem Handy herum. Dazwischen beobachtete ich Felix. Er saß mir fast gegenüber und hatte die Augen geschlossen. Er schlief und seit langem sah er wieder aus wie ein normaler junger Mann. Als wäre alles von ihm abgefallen. Seine Züge waren weich und seine Wimpern bildeten einen perfekten Kranz. Er war wunderschön. Das konnte man nicht leugnen. Ich war in ihn verliebt, auch das kann man nicht leugnen. Doch Ich, ich bin viel zu kaputt für ihn. Ein zerbrochener Junge mit dem Drang zur Perfektion, die er nie erreichen kann. Vielleicht sollte ich ihn loslassen, damit er gehen kann. Frei sein kann.

Ja, vielleicht solltest du ihn gehen lassen, aber du weißt, dass er dich nie alleine lassen wird.
Ja, dass weiß ich.
Dann musst du ihm diese Entscheidung wohl abnehmen. Du bist derjenige der gehen muss.

Wo die Stimme recht hat, hat sie recht. Aber das könnte ich ihm nicht antun.
Ich legte mich auf mein Sofa und schloss die Augen, ich würde mich nicht umbringen, nicht weil irgendeine komische Stimme es mir befiehlt. Jetzt nicht mehr, diese Zeiten sind vorbei. Mit diesem Gedanken fiel ich in einen traumlosen Schlaf, bis Felix mich weckte.

"Heute ist doch das große Feuerwerk im Park mit dem Konzert. Wollen wir hin? Ich dachte du hättest mal davon geredet" sagte Felix
"Klar, dann sollten wir aber nich einkaufen gehen oder so" meinte ich und rieb mir die Augen.

1.kapi der lesenacht, obwohl ich keine Ahnung hab wie viele ich hochladen kann weil ich eigentlich noch joggen gehen Muss, dann Duschen, dann Hausaufgaben machen 😂😂

depressed #DizziWo Geschichten leben. Entdecke jetzt