"Izzi, wach auf" hörte ich und spürte, wie mich jemand leicht schüttelte. Langsam öffnete ich meine Augen und blickte in das Gesicht von Felix, welches mir gerade wirklich etwas zu nah war. Langsam, genau richtig, damit es nicht komisch rüber kam, richtete ich mich auf. Anscheinend war ich wohl während des Konzertes eingeschlafen und hatte mich an Felix gekuschelt. Die Röte schoss mir ins Gesicht und ich stammelte eine Entschuldigung.
"Alles gut, aber ich dachte ich weck dich lieber, bevor das Feuerwerk losgeht." erklärte er mir und jetzt merkte ich auch, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Prüfend blickte ich zu der Flasche. Es fehlte einiges und es erklärte einiges. Hätte er mich denn bei sich liegen lassen, wenn er nichts getrunken hätte, denn in allen Situationen in denen wir uns in irgendeiner Weise nah waren, war er definitiv nicht nüchtern gewesen.
"Meine Damen und Herren, liebe Besucher. Wir starten nun das große Feuerwerk. Ich hoffe dass es ihnen gefallen wird und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend." schallte es durch die Lautsprecher.
Dann ging es auch schon los. Die lauten Explosionen und die darauffolgenden Lichter die über den Himmel tanzten waren wunderschön. Doch ich konnte mich absolut nicht darauf konzentrieren. Ich beobachtete fasziniert das Gesicht meines Gegenübers. Ich sah die Spiegelungen in seinen blauen Augen und die Lichter spielten auf seinen Zügen. Die flackernden Lichter erhellten kurz sein Gesicht, dann war es wieder dunkel. Ich unterdrückte das Verlangen, ihm über die Lippen zu streichen, meine Hände über sein Gesicht wandern zu lassen. Es kribbelte in meinen Fingerspitzen. Überraschend und in einem Zug drehte Dner sich zu mir und blickte mich zärtlich an. Anstatt meinen Blick abzuwenden blickte ich ihm fest in die Augen. Dann spürte ich seine Hand, die sich an meiner Hüfte entlang zu meinem Kreuz bewegte und mich zu ihm zog.
"Faszinierendes Feuerwerk, oder?" flüsterte Dner mir ins Ohr, nachdem er sich zu mir gebeugt hatte. Sofort spürte ich, wie sich die Häärchen auf meinem Rücken aufstellten und ein wohliger Schauer lief mir über die Wirbelsäule. Ich erwartete, dass er sich wieder zurück lehnen würde, doch er verweilte an meinem Hals, schob meinen Pulli ein Stück hinab und küsste mich an der freien Stelle. Überrascht sog ich die Luft ein. Warum passiert so etwas nur, wenn er betrunken war?
Dann zog er seinen Kopf zurück und tat als ob nichts gewesen wäre. Völlig verwirrt und mit einem Gefühlschaos ohne Ende schaute ich dem Feuerwerk zu, doch ich nahm es nicht wahr. Mit leeren Augen starrte ich es an und erkannte es nicht mehr. Alles was durch meinen Kopf ging war er. Felix, der, der mich zu einem besseren machen könnte. Er, den ich liebe. Er, der nicht weiß, ob er mich liebt.
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depressed #Dizzi
Hayran Kurgu„So standen die beiden da und küssten sich, als die Schneeflocken vom Himmel fielen."
