Kapitel 11

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" Das ist ja krass." Lea fummelte an dem Saum ihrer Kniestrümpfe herum. Heute trug sie einen engen Pullover in Blütenweiß, dazu einen dunkelblauen Minirock (ja Minirock, im Winter) schwarze Kniestrümpfe und weiße Sneakers. Nicht gerade DAS Outfit für den Winter. Sie knallte die Tür ihres Spintes zu und lehnte sich dagegen. Ich hatte ihr gerade die ganze Geschichte erzählt, während sie damit beschäftigt war, Bilder eines Typen von der Innenwand zu reißen. Anscheinend war das seit gestern Abend( 23:43 Uhr) ihr Exfreund. Laut Whats App auf jeden fall." Und deswegen kommen die Spencers heute Abend zu euch zum Essen?" " Jaaaa. Und meine Mutter will das ich mir was Ordentliches anziehe. Für ihn." " Meinst du Callom?" " Ja" flüsterte ich heiser. Ich hatte null Bock dass die gesamte Schule davon wusste. Aber das Glück war nicht auf meiner Seite. "Was ist mit Callom? fragten Evelyn und Henry gemeinsam. Ich fuhr herum. " Er ist heute bei ihr zu Essen eingeladen, weil er..." " das müssen die nicht wissen!" sagte ich bestimmt und packte Leas Arm. Komm ich muss nochmal aufs Klo". Musste ich zwar nicht, aber irgendwie passte es mir nicht das immer mehr Leute davon wussten. " Ui, ich komm mit" quiekte Evelyn und gab Henry zu Schluss noch einen Kuss, bevor sie uns hinterher lief. Sie würde nichts rausbekommen. Von mir zu mindest nicht, bei meiner Freundin war ich mir da nicht so sicher. Es war nicht mehr weit bis zur grünen Tür, hinter der ich mich hätte verstecken können, aber Callom hatte anscheinend nichts anderes zu tun als uns kurz davor abzufangen. " Vivien?" " Hi Callom." antworteten Ev und Lea gleichzeitig für mich. " Ja?" " Wegen heut Abend, mein Mutter wollte dass ich frage ob wir uns nicht auch in einem Restaurant treffen wollen." " Ich weiß nicht, da muss ich..." " Natürlich geht das, gar kein Problem" antwortete Lea und grinste mich listig an. " Okay, dann bis heut Abend". Damit drehte er um und verschwand in der Schülermenge. " Wenn du nicht meine Freundin wärst, würdest du schon längst das Grab mit deinen Großeltern teilen." " Meine Großeltern leben aber noch." Ich drehte mich ebenfalls um und mischte mich unter die anderen. Ich hatte sowas von keine Lust auf das Treffen.

Gefunden (Abgebrochen)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt