Der Tisch der Hölle, machte einen sehr gemütlichen Eindruck. Die Getränke waren schon gebracht worden und soeben stellte der Kellner den letzten befüllten Teller ab. Die Eltern von Callom und meine Mutter bedankten sie höflich bei ihm. Callom selbst blieb stumm. Ich ließ den jungen Mann, der übrigens nicht schlecht aussah, an mir vorbei und setzte mich.
" Das hat aber ganz schön lange gedauert." sagte meine Mutter und legte sich eine Servierte auf den Schoß. " Fand ich nicht" gab ich ruhig zurück und nahm die silberne Gabel in die Hand. Die Lasagne war köstlich. Viel besser als die von meiner Mutter. Naja, alles war besser als das Essen das meine Mutter. Sogar Dosengemüse und Tiefkühlsachen, wurden nach ihren" Kochkünsten "schwarz. Ich entschied mich, dass ich mich Rest des Abends nur auf das Essen konzentrierte, damit Grummelgesicht vor mir, mir nicht die Laune verderbte. Ich nahm nur gedämpft die Unterhaltung der Erwachsenen war und Callom hatte sich anscheinend für dasselbe entschieden wie ich. Als er sich ein Stück Lasagne kleiner schneiden wollte, verrutschte der Ausschnitt seines Pullis und ich sah eine Bisswunde. Sie war zwar noch nicht so alt, trotzdem sah es so aus, als würde sie nicht verheilen. Scheiße. Ich starrte gebannt auf die braunrote Wunde und mir wurde schwindelig.
Was wäre wenn seine Eltern das sahen? Was wenn sie fragten was das wäre, und wer es ihm zu-geführt hatte? Was wenn er es ihnen erzählte? Was würde meine Mutter sagen? Wäre sie sauer auf mich oder würde sie es verstehen? Soweit wollte ich es nicht kommen lassen. Da die anderen sich ausgiebig und nicht gerade leise unterhielten, räusperte ich mich so unauffällig wie möglich. Verwundert sah Callom auf. Ich zeigte auf meinen Hals und deutete dann auf ihn. Er folgte meinem Blick und zog rasch den Stoff wieder darüber. Dann sah er mich noch einmal an. Etwas trauriges, tief Trauriges lag in seinem Blick und ich verstand dass es ihn immer noch beschäftigte. Tat es vielleicht sogar weh? Ich spürte wie meine Augen feucht wurden und sank den Kopf. Ich starrte auf meine ineinander verschränkten Finger. Doch der Drang zu weinen ließ nicht nach. Ich stützte die Ellenbogen auf den Tisch. Geschirr klapperte leise. " Es tut mir leid." flüsterte ich so leise dass Callom es wohl kaum hörte. " Verzeih mir. Tut mir leid." Mir liefen Tränen über die Wange. Mir wurde eine Hand auf die Schulter gelegt. " Aber Schatz, was ist denn? Was tut dir leid? Es ist doch alles gut." Die Stimme meiner Mutter sprach sanft zu mir doch beruhigte mich kein Stück. " Verzeih mir." Nun fing ich richtig an zu heulen. Ich vergrub das Gesicht in den Händen und schluchzte. " Ich glaub du solltest mal an die frische Luft." Es war nicht meine Mutter die es sagte, sondern Callom er nahm meine Hand und zog mich hoch. Dann führte er mich nach draußen.
Es regnete immer noch, aber unter dem Vordach, bekamen wir nur ein paar Spritzer ab. Es war kalt, doch irgendwie tröstete mich diese frische, kühle Luft ein wenig. " Vivien, was hast du denn?" Ich sah ihm in die Augen. In strahlend blaue Augen. Immer noch lag die Traurigkeit darin doch es hielt ir Leuchten nicht auf. Ich antwortete nicht sofort, da eine Gruppe Mädchen an uns vorbei ging. Sie gingen ebenfalls auf unsere Schule. Zwar versuchten sie sich nicht anmerken zu lassen, wie gerne sie uns weiter zugesehen hätten, aber ihre kurzen Seitenblicke verrieten sie. " Tut es weh?" fragte ich flüsternd. " Was soll wehtun?" " Na die Wunde an deiner Schulter, tut sie weh?" " Naja nicht wirklich, sie ziept manchmal. Ich fing wieder an, lauter zu schluchzen. " Das wollte ich nicht." brach ich unter Tränen hervor. " Ich wollte nicht, dass es dir wehtut." Er umarmte mich. Ich hatte dies nicht voraus gesehen und hörte prompt auf zu weinen. " Im Grunde ist das ja auch meine Schuld. Ich hätte dich nicht zwingen sollen dich zu verteidigen." Er strich mit seinem Daumen sanft über meinen Rücken. Es tat so gut. Ich erwiderte seine Umarmung und lehnte mich gegen ihn. " Danke. Danke für alles."
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Gefunden (Abgebrochen)
Manusia SerigalaDie junge Wandlerin Vivien Davenport hat ihr ganzes Leben über im grönländischen Wald gelebt und bekommt nun die Chance in England zu leben. Dort trifft sie auf den jungen Alpha Callom der ihr schnell ans Herz wächst. Nur leider ist nicht jeder mit...
