22. Wer mit dem Feuer spielt

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Zärtlich drückte er seine Lippen auf ihre, was sie das erste Mal nicht erwiderte. Nein, sie weinte in stillen, was er beim Küss, wegen seinen geschlossenen Augen nicht wahr nahm. Erst, als sie ihn sachte wegdrückte, machte er erstaunt die Augen auf, denn das waren auf jeden Fall keine Freudentränen, die ihr Wangen runter liefen. ,,Was ist los?", fragte er sie und streichelte ihren mehr als gewölbten Bauch. ,,Du bist schwanger. Wir werden Eltern, Sayaka. Mama und Papa." Zu seinen Erstaunen weinte sie sogar noch mehr. Er umfasste sachte ihre Hüfte und zog sie ihn eine Umarmung. Sein Körper reagierte einfach so, ohne nachzudenken. ,, Nein, Enes. Nein." Viel fester klammerte sie sich an ihn, sichte halt an seinen muskulösen Körper. ,,Was ist den los? Wieso nein?" Sie schluchzte noch viel mehr, klammerte sich regelrecht an sein blaues Hemd, bis sie doch endlich die Worte aussprach, die ihn zutiefst verletzten.

,,Du bist nicht der Papa"

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,,Tz, wie vorhersehbar." Laut seufzend schüttelte sie ihren Kopf, wobei ihr die roten langen, in Licht schimmernden Haare, herumwirbelten und sie sich ihre Handschuhe anzog, was nach langer Zeit wieder mal ein gutes Gefühl war. ,,Sie hat ihn betrogen und sich schwängern lassen. War ja so klar.", säuselte Evelina augenverdrehend und streifte sich noch mal den Rock glatt. Mit einer Hand klappte sie den schönen Roman zu und warf es auf ihr Bett. ,,Bestimmt kommt später eine Szene, wo sie sagen, dass es nicht wichtig ist, ob er der biologische Vater ist oder nicht. Und dabei würde ich es toll finden, wenn er der Vater wäre." Sie schloss die Tür hinter sich und ging schnurstracks zum Ausgang.

Schnell sah sie ihr zugeteiltes Team und ging mit ihnen auf die Oberfläche. Was sie von denen halten soll wusste sie nicht. Sie waren alle zusammen vier Personen und sie war als das einzige Mädchen, aber das war nicht schlimm. Die einzelnen Jungs hießen, so weit sie wusste, ein mal Jack, Tom und Hideki und sie... Sie war die Anführerin.

,,Also was müssen wir tun? Und wo hin müssen wir?", kam doch endlich mal eine Frage von dem jungen Mann, der scheinbar älteste von ihnen, Jack. ,,Tja, eine Befreiungsmission. Wir werden wahrscheinlich zehn Vampire abpassen, die fünf Menschen zum Königsschloss bringen sollen. Aber keine Sorge, ich bin bei euch.", lächelte sie, aber holte gleich darauf ihr Handy raus, um auf die Uhrzeit zu gucken. Leicht runzelte sie ihre Stirn. ,,Wenn wir uns beeilen, sind wir sogar noch früher fertig, sollen wir sie schon ein bisschen vom halben weg abfangen.", fragte Evelina an ihre Leute gerichtet.

Sie würde es zwar so oder so tun, aber sie wollte ihnen auch eine Chance lassen. Wenn sie schneller fertig werden, würden sie schneller wieder gehen und wieder in ihren Bett sein. Aber sie musste zugeben, dass sie bei den Vampiren was ausprobieren wollte. Es kam, wie es kommen musste und alle stimmten ein. ,,Es wird nicht lange dauern.", lachte sie.

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,,Da sind sie. Ich werde vier übernehmen. Auf mein Zeichen greifen wir an." Stumm nickten die drei Jungen, und konnten ihr Glück gar nicht fassen. Sie waren bei einer großen Lichtung im Wald angekommen. Sie würden nur wenig kämpfen, also weniger Gefahr. ,,Es geht los."

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,,Los bewegt euch, ihr elendes Menschen-Vieh. ",sagte eine raue Stimme gehässig und schupste die für ihn zu langsamen Menschen, die man in dem Fall auch Sklaven nennen konnte. Mit beängstigten großen Augen, rappelte sich eine dicke junge Frau von Boden auf und verschnellerte ihre Schritte. ,,Beschmutz die Ware nicht. Sie ist immerhin für den Prinzen.", lachte ein Gleichgesinnter, der aber auch nur wenig beteuerte, dass sie runterfiel. ,,Alles ok?" Ein junger Mann mit weißen Harren und Himmelblauen Augen, eher blasserer Haut und wunderschönen Körperbau schritt auf das dicke Mädchen zu, half ihr auf und guckte nach Verletzungen. ,,Alles gut... Dan-" ,,Hey! Geht weiter ihr Nutzviehcher.", zischte es gefährlich, was den Weißhaarigen aber nur zum Grinsen brachte. ,,Sorry!", rief er nur.

Als ich dich wieder traf Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt