,,Freja?"
,,Nein."
,,Fialka?"
,,Ne ..."
,,Florina?"
,,Auf was für Namen kommst du denn?!"
Jahre vergingen seit dem der kleine schwarzhaarige Vampir das kleine menschen Mädchen traf und sie eine dumme Wette starteten. Und noch immer wusste er ihren Namen nicht. Er hätte es sich natürlich einfach machen können, ins Dorf spazieren und einen dort nach ihrem Namen fragen können. Doch irgendwie wollte er dies nicht.
,,Brauchst du noch einen Tipp?", frage sie ihn mit einen großen Lächeln und ging näher an ihn ran.
Sie hatte ihn schon ein mal einen beiläufigen Tipp gegeben, weil es ihr zu langweilig wurde. So wusste er, dass der Buchstabe ,,F" am Anfang ihres Namens stand. Aber auch nur dies und nicht mehr. Somit war es immer noch eine fast unlösbare Aufgabe.,,Weißt du Shun...", fing sie wieder an. ,,Schon seit Jahren versuchst du meinen Namen herauszufinden und es gelingt dir nicht. Willst du nicht damit aufhören?" Leicht gequält kam ihr der letzte Satz über die Lippe und das hörte er. Eine Antwort gab er ihr nicht.
Es war nicht zu erwähnen, dass es nach Jahren an seinen Nerven rang ihren Namen nicht zu wissen und er sich schon öfters sagte, dass dies ein irrelevantes Unterfangen war. Und doch trafen sie sich jeden Tag aufs neue, nur wegen ihrer kleinen Wette. Und er genoss es. Jeden Tag aufs neue genoss er ihre Gesellschaft aufs neue.,,Willst du denn aufhören?" Weichte er ihrer Frage lieber aus und stellte ihr die gleiche. ,,Es kommt mir so vor, als ob du absichtlich so wenig preisgeben möchtest wie nur möglich. Dies ist doch kein richtiges Spiel. Es zu gewinnen ist beinahe unmöglich."
Er merkte wie sie sofort neben ihn versteifte und ihr Herz aussetzte.
Das war kein gutes Zeichen.
Und es verärgerte den Jungen mehr als alles andere. Wie sie auf ihre Lippe biss und nervös mit ihren Händen spielte. Wie sie den Blick von ihn abwand und auf den Boden starrte, als ob es interessanter als er war.
Wie sie ihn nicht mehr warm anlächelte. Das Lächelns, das er insgeheim für sich beanspruchte.
Ein unbekanntes Gefühl machte sich plötzlich in ihm breit. Brauchte ihn zum Luftanhalten. Zum Rasen.
Er wollte ihre Worte nicht hören. Keine Ablehnung erfahren und einfach wo weiter leben wie bisher.
Sie bei ihm.,,Weißt du warum ich dir meinen Namen nicht sage?" Sie hörte plötzlich auf mit ihren Fingern zu spielen.
,,Es ist genau so wie ein Spiel, das man sich vor nimmt. Man fangt es an und wenn man es geschafft hat lässt man es linksliegen und wendet sich davon ab." Ihre Stimme wurde zu jeden Satz leiser. Sie schniefte, das konnte er hören. Langsam nahm er einen leicht salzigen Geruch wahr und konnte sich ihre geröteten Augen vorstellen, die unzählige Tränen vergossen.
,,Eigentlich bist du blöd. Ich habe dir die Frage zuerst gestellt" , sie lachte spöttisch und haute ihn ein mal gegen die Schulter.,,Ich will einfach nicht, dass du mich linksliegen lässt.", sagte sie ihm und krallte ihre Hände fest an den Stoff ihrer Kleides. ,,Ich würde mich freuen, wenn du mich endlich mit meinen Namen ansprichst ...", schluchzte sie den Satz fast schon und sah ihn endlich an. Wie erwartet waren ihre Augen glasig geworden und errötet. Genau so wir ihre Wangen, an denen ihre Tränen unaufhörlich runter liefen. Ihre Lippen zitterten und sie schniefte ständig. ,,Aber wenn ich ihn sagte, hast du keinen Grund mehr mich zu treffen, nicht? Du würdest mich alleine lassen und was anderes interessanteres suchen, stimmt's?!" Wie überrumpelt hörte Shun dem kleinen Mädchen zu.
Zu Anfang war er sich sicher, dass sie ihn fragte, weil sie Angst vor ihn bekam und sich fürchtete. Dass sie ihn aus diesen Grund loswerden wollte. Deshalb überrumpelten ihn die Sätze des Mädchens enorm. Dass sie genau die gleiche Befürchtung hegte.
Die gleichen Gefühle.
Die gleiche Wünsche.
Wieder einmal blieb ihn die Luft weg. Wieder einmal machte sein Körper etwas, womit er nicht einverstanden war. Wieso sie ...
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Als ich dich wieder traf
VampiriEs herrscht Krieg zwischen den Vampiren und Menschen. Die größte Schlacht haben die Vampire gewonnen und die Menschen wurden gefangen genommen. Einige, die fliehen konnten, kamen in den Untergrund unter und schlossen sich den Internationalen Vampirj...