Kapitel 33

2.7K 132 20
                                    

Ich sah sie an und mein Herz genoss die Aussicht. Es trommelte wild in meiner Brust und ich wünschte, es würde für immer so sein. Noch nie hatte sich etwas so gut angefühlt. In ihrem Gesicht breitete sich ein Grinsen aus, als ich mich über sie beugte, um sie zu küssen. Unsere Lippen waren wieder vereint und ich spürte ihr Lächeln. Ich war aufgeregt. Natürlich war es nicht mein erstes Mal mit einer Frau, aber mein erstes Mal mit Mara. Nur der Gedanke daran machte mich verrückt und auch etwas nervös. Ich wollte sie spüren. Bis uns kein Zentimeter mehr voneinander trennte. Mir fiel das Atmen schwer, weil sie atemberaubend schön war. Sie verschlug mir regelrecht den Atem. Ich verharrte in meiner Position und zögerlich fragte sie: »Ist alles in Ordnung?« Ich stieß ein leises Seufzen aus und spürte ihren leicht besorgten Blick auf meinem Gesicht ruhen. »Wenn du bei mir bist, ist immer alles in Ordnung. Ich genieße nur gerade den Moment. Weißt du eigentlich, wie wunderschön du bist?«, flüsterte ich ihr zu und hielt ihrem Blick stand. Mein Herz war so voll mit Liebe für diese Frau. Ich hatte das Gefühl, es würde jeden Moment vor Glück platzen. Wir sahen uns tief in die Augen und sie umfasste mein Gesicht und streichelte zärtlich über meine Wange.

»Oh, Ella. Du bist einfach unglaublich und ebenfalls wunderschön«, erwiderte sie und errötete leicht. Die Wärme ihrer Worte umhüllte mich und ihre Berührungen brannten auf meiner Haut. Es war, als würde die Sonne mich kitzeln. Ich fühlte mich wohl und heimelig. Und dieses Gefühl konnte nur Mara in mir auslösen. Sie war mein Regenschirm, wenn es draußen heftig regnete. Sie war meine Sprossenwand, wenn wir »Lava« spielen würden. Sie war mein Kompass, wenn ich mich verirrte. Sie war einfach meine Mara und keine Worte konnten die Gefühle beschreiben, die sie in mir auslöste. Da konnten Bonnie und Clyde einpacken. Sie waren ein Witz dagegen.

»Los, küsse mich«, hauchte sie mir zu und ich tat ihr liebend gern diesen Gefallen. Unsere nackten Beine berührten sich, denn wir trugen ja beide ein Kleid. Ihre Beine waren glatt und fühlten sich schön weich an. Unser Kuss begann sehr vorsichtig. Wir wussten beide, dass es heute anders war als sonst. Dass sich nach diesem Abend vieles verändern würde. Wir überquerten die nächste Etappe der Intimität und ich wusste, dass wir uns danach noch näher waren. So war es bei Emilia auch gewesen. Kurz musste ich schlucken, als ich an Emilia dachte. Sie war gerade völlig fehl am Platz und ich verbannte sie schleunigst aus meinen Gedanken.

Ihre Hände fuhren über meinen Rücken und sie verpasste mir damit direkt die nächste Gänsehaut. Minutenlang küssten wir uns, dann löste sie sich aus dem Kuss und raunte mir zu: »Setze dich mal hin.« Ich gehorchte, setzte mich hin und sie musste schmunzeln. »Anders herum«, lachte sie leise auf und ich drehte mich um, sodass ich mit dem Rücken zu ihr saß. Sie legte meine Haare über die Schulter nach vorn und dann spürte ich plötzlich ihre Lippen auf meiner Haut und sog scharf die Luft ein. Mir entfuhr ein: »Oh, Gott!« Mein gesamter Körper kribbelte unter ihren Berührungen. Vorsichtig zog sie den Reißverschluss meines Kleides nach unten und ich schloss die Augen. Sie ließ das Kleid über meine Schultern streifen und zog Linien um meinen BH herum. Ich musste mich auf eine relativ gleichmäßige Atmung konzentrieren.

Sie legte erneut einen Kuss auf mein Schulterblatt, dann wanderte sie zu meinem Nacken und verteilte dort ihre sinnlichen Küsse. Die Erregung zog sich durch meinen ganzen Körper. Es war kaum auszuhalten. Meine Muskeln spannten sich an. Ich musste etwas tun. Wollte selbst tätig werden und sie verwöhnen. Ich drehte mich um und überrascht sah sie mich an. Es war draußen bereits dunkel, nur noch die Laterne spendete uns spärliches Licht. Triumphierend grinste ich sie an und befreite mich zeitgleich aus dem Kleid, sodass ich nur noch in Unterwäsche vor ihr saß. »Jetzt bin ich dran«, meinte ich leise, aber bestimmt, und gab ihr einen Kuss. Sie drehte sich um. Für einen kurzen Moment hielt ich inne. Ich konnte noch immer nicht realisieren, dass das hier wirklich passierte. Vorsichtig, als könnte ich ihr weh tun, legte ich auch ihr die Haare nach vorn über die Schultern und küsste ihren Nacken. Ich spürte ihre Reaktion darauf und musste automatisch wieder lächeln. Langsam öffnete ich auch ihr Kleid und ihr BH kam zum Vorschein. Sie hatte ihn farblich mit dem Kleid abgestimmt. Natürlich hatte sie das, dachte ich schmunzelnd und musste ein lautes Auflachen zurückhalten. Ich beugte mich ein Stück vor und verteilte auf ihrem gesamten oberen Rücken Küsse. Sie legte den Kopf schräg zur Seite und stöhnte leise auf.

Remember me || gxgWo Geschichten leben. Entdecke jetzt