Yuna POV
Namjoon ließ sich in den Sessel fallen, lehnte sich an und schloss entspannt die Augen. „Du hast dich gut geschlagen in der Küche.", lobte ich ihn, während ich meine Füße unter meinen Körper zog, um gemütlicher zu sitzen.
Er lächelte verlegen. „Naja. Wenn ich das Gemüse geschnitten hätte, hätte ich mir wahrscheinlich die ganze Hand abgesäbelt.", scherzte er. Ich kicherte. „Ach was. Immerhin hat nichts angefangen zu brennen. Und in Sachen Gewürze anreichen sehe ich großes Potential in dir". Er lachte auf und boxte meine Schulter leicht.
Ich warf einen Blick auf Yoongi, der neben mir auf der Couch saß. Seine Füße lagen auf dem Couchtisch, die Hände entspannt auf seinem Bauch, der Kopf war nach hinten gefallen und lag auf der Lehne, die Augen hatte er geschlossen.
Den Blick immer noch auf ihn gerichtet lehnte ich ich zu Namjoon rüber. "Schläft er?", flüsterte ich. Namjoon zuckte mit den Schultern. "Möglich...". Dann regte sich der vermeintlich schlafende Mann. Er streckte Arme und Beine von sich, gähnte und schüttelte dabei den Kopf.
„Ich habe versucht, zu schlafen. Aber das wird wohl heute Morgen nichts mehr.", beantwortete er meine Frage grummelig. "Du hättest ohnehin bald aufstehen müssen.", sagte Namjoon, und dann fügte er etwas mitfühlender hinzu: „bleib nicht immer so lange wach. Die Deadline für den neuen Song ist noch ein bisschen hin. Mach dir keinen Stress damit.".
Als antwort kam von Yoongi nur ein brummen. Ich lächelte Kopfschüttelnd. Morgens war er wirklich kaum ansprechbar. Trotzdem versuchte ich es weiter. „Wieso wolltest du überhaupt im Wohnzimmer schlafen? Hier ist es doch morgens ohnehin unruhig, wenn alle aufstehen und hier durch gehen.".
Yoongi zuckte mit den Schultern. "Ich bin ein einfacher Mann. Wo ich liegen kann, da kann ich auch schlafen.". Ich zog die Augenbrauen hoch, aber bevor ich etwas erwiedern konnte, betrat Jimin das Wohnzimmer.
„Guten Morgen", gähnte er in die Runde. Er lächelte mich noch etwas verschlafen an, und warf dann einen Blick auf die anderen beiden, von denen immerhin Namjoon zurück grüßte.
Ich schenkte Jimin ein strahlendes lächeln während ich aufsprang und schnell zu ihm ging. Ich wollte nicht riskieren, dass Namjoon und Yoongi die Nähe zwischen mir und Jimin auffiel. Deswegen musste ich Jimin schnell hier rausbekommen.
„Ich brauche ein bisschen frische Luft!", verkündete ich, und ohne ihn zu fragen, ob er mitkommen wolle, nahm ich Jimins Arm und zog ihn auf den Balkon.
Zum Glück hatte sich noch niemand darum gekümmert, die Vorhänge, die die Sicht vom Wohnzimmer auf den Balkon verdeckten, zur Seite zu ziehen. So konnte niemand von drinnen Jimin und mich sehen.
Nachdem ich die Tür hinter uns geschlossen hatte, drehte ich mich zu Jimin. Er schaute etwas verwirrt drein, überrumpelt von meiner Plötzlichen hektik. Er sah einfach zu niedlich aus, mit seinen verwuschelten Haaren.
"Guten Morgen, du Schlafmütze.", lächelte ich ihn an, legte meine Arme auf seine Schultern und drückte meine Lippen auf seine. Zuerst schien er noch verwundert zu sein, doch bald schon erwiederte er den Kuss.
Ich spürte, wie seine Hände sich auf meine Hüften legten und er mich näher zu sich zog. Seine Lippen fühlten sich unglaublich weich an. Ich ließ den Kuss ein wenig intensiver werden, bevor ich mich von ihm löste.
Bis hier lief es perfekt mit ihm. Es war klar, dass das zwischen uns auf eine Beziehung hinauslaufen würde. Also musste ich jetzt ein wichtiges Gespräch mit ihm führen.
„Tut mir leid, falls ich dich mit dieser Aktion gerade ein bisschen überfallen habe. Ich wollte das nicht vor den anderen machen.", sagte ich entschuldigend. "Kein Problem", sagte Jimin mit rauer Stimme und machte Anstalten, mich erneut zu küssen, aber ich löste schnell die Umarmung zwischen uns und trat einen Schritt zurück.
" Alles in Ordnung?", fragte er draufhin verwundert. Ich wich seinem besorgten Blick aus. "Ja... Es ist nur... Ich weiß einfach nicht, was wir beide sind." Ich zupfte schüchtern an meinem Pflaster herum, während ich weiter sprach:"Ich meine; sind wir zusammen? Oder versuchst du nur, mich ins Bett zu bekommen, liebst mich aber nicht?". Bei meiner letzten Frage sah ich ihm direkt in die Augen.
Er riss erschrocken die Augen auf. "Nein, Yuna, so ist es nicht! Ich liebe dich! Seitdem du den Unfall hattest, konnte ich nur noch an dich denken. Die ganze Zeit!".
Er ging einen Schritt auf mich zu, und ich wollte mich gerade dramatisch abwenden, doch er griff schon nach meiner Hand. „Yuna.". Seine Stimme zitterte ein bisschen vor Aufregung. Ich musste mich bemühen ein ernstes Gesicht zu bewahren. Er fiel total auf meine Masche rein.
Er blickte mich aufrichtig an. „Willst du mit mir zusammen sein? Willst du meine Freundin sein?". Ich setzte kurz ein erstauntes Gesicht auf, dann strahlte ich ihn an, nickte und fiel ihm um den Hals. Er umarmte mich auch und ich erstickte das Lachen, das ich nicht mehr unterdrücken könnte in seiner Schulter. Er war so naiv.
Ich warf noch einen schnellen Blick auf das Fenster hinter Jimin, um sicher zu gehen, dass die Gardinen noch geschlossen waren. „Wann sagen wie es den Jungs?", murmelte Jimin neben meinem Ohr. „Stimmt, darüber wollte ich auch noch mit dir reden...", sagte ich, während ich mich von ihm löste.
Ich ging zum Geländer und stützte meine Unterarme darauf ab. Ich glaube, wir sollten es ihnen gar nicht sagen.", gestand ich. „Was? Aber wieso?" fragte Jimin. Ich seufzte und blickte nach unten auf die Straße , wo ich vor einigen Tagen meinen Unfall hatte.
„Sangwoo ist schwer verletzt und liegt immer noch im Koma. Aber anstatt um ihn zu trauern bin ich hier und lasse es mir gut gehen.". Ich ließ meine Stimme absichtlich zittern, als ich weitersprach: „Die Jungs werden mich für ein herzloses Monster halten, wenn sie herausfinden, dass ich schon einen neuen habe.".
Ich spürte, wie Jimin mir sachte über den Rücken strich. „Yuna. Du hast in der kurzen Zeit schon so viel für uns getan, mit dem ganzen leckeren Essen.". Er legt vorsichtig seine Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf, so dass ich ihn ansehen musste. „Alle von uns wollen nur das beste für dich.", sagte er eindringlich.
„Aber was werden sie dann von dir halten?" fragte ich zweifelnd und drehte mich mit dem Rücken zum Geländer um ihn besser ansehen zu können. Die Morgensonne warf ein goldenes Licht auf sein wunderschönes Gesicht.
„Jimin. Wir kennen uns nicht einmal seit einer Woche. Sie werden uns ohnehin nicht ernst nehmen.". Er schüttelte leicht den Kopf. „Mir ist es egal, was die Jungs von mir denken. Aber ok. Wenn du dich sicherer fühlst, wenn wir es geheim halten, dann machen wir das.".
Ich lächelte, erleichtert darüber, dass ich ihn überredet hatte. „Das heißt aber nicht, dass wir uns die ganze Zeit total zurückhalten müssen.", stellte ich klar. Jimin lächelte verschmitzt und stützte seine Hände links und rechts von mir aufs Balkongeländer ab. „Das hatte ich eh nicht vor", raunte er.
Sein Gesicht näherte sich meinem, und ich wollte mich gerade auf den sich anbahnenden Kuss einlassen, als ich hinter Jimin sah, wie die Gardinen vom Fenster zur Seite geschoben wurden, und Hoseok uns entgeistert anschaute.
Verdammt. Hoffentlich war Jimin noch weit genug von mir weg gewesen, so dass es nich zu eindeutig ausgesehen hatte. Jimin hat zum Glück schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmte und drehte den Kopf zu Hoseok.
Dieser kniff die Augen zusammen, deutete mit den Händen auf den gedeckten Esstisch, an dem sich schon die anderen Jungs eingefunden hatten und verschwand dann zu Ihnen.

DU LIEST GERADE
BTS Fanfiction | Wavy Underline
FanfictionNachdem Yuna einen Autounfall hat, liegt ihr Freund im Koma, doch glücklicherweise bekommt sie von BTS das Angebot, bei Ihnen zu wohnen. Sie bringt einiges bei den Jungs durcheinander... Ich schreibe diese Geschichte nicht alleine, sondern zusammen...