( Zeitsprung 2 Wochen)
Das Leuten der Schulglocke lies mich in meinem Sitz zusammen fahren. Es war der erste Schultag nach den Weihnachtsferien und mein Gehirn war noch immer auf Ferien-Modus. Erleichtert darüber, dass ich den ersten Schultag endlich überstanden hatte, packte ich meinen Collegeblock und meine Stifte in die Tasche und schulterte diese dann. Der Schulflur war überfüllt und immer mehr Menschen drängten sich aus den Klassenzimmern entweder zu ihren Spinden oder zum Ausgang. Ich quetschte mich durch die Menge in Richtung meines Spindes, legte sorgfältig meine Bücher hinein und machte mich dann auf den weg zum Ausgang.
Beim öffnen der Tür wehte mir abrupt der kalte Januarwind durch die Haare. Als ich auf dem Absatz der Treppe halt machte, kam mir das ganze wie ein Déjà-vu vor. Stacy stand mit ihren Freundinnen rechts von mir und Harry wartete, die Hände in den Hosentaschen vergraben, neben meinem Auto auf dem Schülerparkplatz, dabei warf er mir ein freches Grinsen zu.
Früher hätte ich mich darüber geärgert, dass er neben meinem Auto stand, womöglich hätte ich auch angst gehabt, aber jetzt spürte ich, wie sich ein Gefühl der Freude, bei seinem Anblick, in mir breit machte. Bei diesem Erkenntnis, machte mein Herz einen Sprung und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
„Hi.", sagte ich, während ich ihn zur Begrüßung umarmte und er mir einen Kuss auf die kalte Wange drückte.
„Hey. Wie war die Schule?"
„Naja." Ich wühlte meinen Autoschlüssel aus meiner Tasche und drückte ihn dann Harry in die Hand. „Ich muss noch viel Nachholen. Ein Englisch- und ein Bioaufsatz sind bis Freitag fällig und ich hab noch kein Wort geschrieben."
„Oh.", machte Harry. Er schlang seine Hände um meine Hüfte und drückte mich dann näher an sich. Dann lehnte er sich zu mir runter und vergrub seinen Kopf in meiner Halswölbe, woraufhin ich zu kichern begann.
Ich musste mich nicht umdrehen um zu wissen, dass Stacy und ihre Freundinnen mir argwöhnische Blicke zuwarfen. Als Zeichen dafür, dass Stacy mich nicht mehr in der Hand hatte, drückte ich mich demonstrativ noch fester an Harry. Ich hörte Getuschel, konnte aber nicht heraus hören was sie sagte, um ehrlich zu sein, war es mir egal.
Harry räusperte sich leicht, wahrscheinlich hatte er verstanden, was sie gesagt hatten, aber ich machte mir nicht die Mühe zu fragen. „Komm, wir gehen."
Ich nickte und lies mich schweigend auf dem Beifahrersitz nieder.
Ich saß auf Harrys Doppelbett, hatte mein Biologiebuch, ein paar Blockblätter und einen Kugelschreiber vor mir liegen. Energisch las ich den Satz, der mir einfach nicht in den Kopf wollte, zum hundertsten Mal laut vor.
„Die DNA Doppelhelix besteht aus zwei sich umwindenden DNA Einzelsträngen, mit entgegengesetzter Richtung der 3' und 5' Enden.", dann begutachtete ich meinen Aufsatz, welcher aus geschätzten fünf Sätzen bestand. Bedrückt führ ich mir durchs Haar und stöhnte dann in meine Handflächen hinein. Ich saß bestimmt schon zwei Stunden an diesem Aufsatz und meine Konzentration war für heute und wahrscheinlich noch für den Rest der Woche am Ende.
„Brauchst du Hilfe?"
Ich nahm die Hände von den Augen und erkannte Harry, welcher im Türrahmen lehnte und einen Beutel roter Flüssigkeit in seiner Hand hielt. Als ich den Beutel als ein Blutbeutel des Thomas Jefferson University Hospitals identifizierte, verzog ich abneigend den Mund.
„Ich glaube nicht dass du eine große Hilfe wärst. Eher eine große Ablenkung.", gab ich offen zu.
Harry schmunzelte und legte den Blutbeutel auf der Kommode ab, dann kam er in Richtung Bett. „Vielleicht ist eine Ablenkung ja genau was du jetzt brauchst."
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Undead | H.S. (ON HOLD!)
FanfictionDurch Zufall trifft Hope auf den gefühlskalten Vampire Harry. Er strahlt gerade zu die Präsenz von Gefahr und Ärger aus. Hope weiß wie gefährlich und toxisch Harry für sie ist, doch das hindert sie nicht daran Gefühle für den Untoten Bad Boy zu ent...
