07 - Depressive Gedanken

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Bitte lest euch die Inofrmation gaanz  unten auch druch, danke <3

Ich rief Yeliz noch an. Zum Glück habe ich eine Flatrate. „Hey ljubavi“, begrüßte ich auch sie gut gelaunt. „Kommst du morgen mit in die Shishabar um 16:10 Uhr mit Sergen und Beyza?“, sprach ich weiter. „Ja, klar. Wir treffen uns bei dir U-Bahn? Can kommt wahrscheinlich auch“ „Ja, und seit keine Minute früher oder später da.“ „Ai ai, sir. Schlaf schön“

Mit einem Lächeln im Gesicht ging ich zur Küche, da ich durstig geworden bin. Irgendwie freute ich mich auf morgen. Ich liebe es einfach mit meinen Freunden Zeit zu verbringen. Egal was wir machen.

Ich hörte ein etwas lauteres Gespräch von meinem Elternzimmer, aber dachte mir nichts weiter dabei. Immerhin gehört Streit zu einer Ehe dazu, ich mein, man kann ja nicht immer der selben Meinung sein, was dann zu einem kleinen Konflikt führen konnte.

Ich schenkte mir noch ein Glas Wasser ein und trank es aus. Als ich mich gerade umdrehte, um das Glas in die Spülmaschine zu bringen, stand auf einmal meine Mutter vor mir. "Warum bist du noch so spät wach?“, fragte sie mich sofort mit einer nicht besonders netten Stimme.

"Chill, ich wollte nur etwas trinken.“, antwortete ich ihr.

„Ich gib dir gleich dein Chill. Ich hab mich wieder Deinetwegen mit deinem Vater gestritten!“ Ich erstarrte. Wie kann sie mich wiedermal beschuldigen?

"Wieso, wieso gibst du eigentlich immer mir die Schuld? Was habe ich falsch gemacht?“

"Du bist so undankbar. Anstatt das du mir weniger Probleme machst, bereitest du mir immer mehr! Ich hab für Dich mein Leben auf’s Spiel gesetzt! Ich konnte wegen Dir sterben!!!“

Autsch. Das tat weh. Tränen hatten sich schon gebildet, die ich versuchte von ihrem Vorhaben abzuhalten, doch eine gelang mir zu entwischen, die ich sofort mit meinen Fingern wegwischte. Meine Mutter weiß doch gar nicht was sie mit ihren Wörtern bei mir auslöst. Das Gefühl unnötig, überflüssig, unerwünscht einfach scheiße zu sein.

Meine Mutter weinte mittlerweile auch schon. Ich wollte meine Mutter nicht zum Weinen bringen. Was bin ich denn bitte für ein schlimmes Kind? Ich möchte  sie nicht weinen sehen, doch wenn ich weine, kümmert es sie ganz und gar nicht. Ihr ist das sowas von egal. Wieso leide ich eigentlich immer?

Daraufhin drehte sie sich um und ging wieder in ihr Zimmer. Als ich hörte dass sich die Tür geschlossen hatte, warf ich das Glas auf den Boden und zersplitterte augenblicklich. Ich kniete mich auf den Boden und fing an heftig zu weinen.

Warum ich? Warum bring ich nur Unglück? Warum kann ich nicht einmal jemanden ein Lächeln zaubern? Warum leidet jeder wegen meiner Anwesendheit? Warum? Warum? WARUUM?

Ich schaute auf die Scherben, die auf dem Boden verteilt lagen. Diese Gedanken, die ich mal hatte, kamen wieder hervor. Ich soll mich selber bestrafen. Ich muss Schmerzen spüren, dann werden sie auch alle glücklich. Los, tu es. Ich schnappte mir eine Scherbe und schaute sie mit verschwommener Sicht an. Soll ich es wirklich tun?

,Adisa, du kennst es doch schon. Es bringt dir nichts.', sagte die eine Stimme in meinem Kopf.

,Doch! Tu es. Du vergisst den innerlichen Schmerz. Du verdienst den Schmerz! Deine eigene Mutter mag dich nicht! Das ist doch Grund genug!'

Die zweite innere Stimme hat Recht. Wenn mich nichtmal meine Mutter mag, meine leibliche Mutter, wer bitte wer soll mich denn dann schon mögen? Wem bin ich wichtig? Ich habe niemanden!

Ich sammelte die Scheiben ein und schmieß sie dann in den Abfalleimer und lief hoch ins Badezimer. Ich sperrte die Tür ab und ließ mich runter gleiten. Ich weinte Ozeane und dachte die ganze Zeit über nach. Diese Gedanken werden mich noch umbringen! Ich nahm mein Handy zur Hand und rebblogte Tumblr Einträge:

I feel like shit, and all I can do is ... feel it.

Everybody would be better off without me.

Bei diesem Eintrag heulte ich noch mehr: I'm not aanyone's first choice. I'm not anyone's favourite. People may tell me I mean a lot to hem or that I'm speacial to them but I know there's always someone they will choose over me.

Der Spruch passt einfach wie die Faust auf's Auge. Ich bin für niemanden die erste Wahl. Zwar sagen die es, aber ich weiß ganz genau das es nicht so ist. Die haben doch alle bloß mit mir Mitleid, das ist alles.

Du magst den Schmerz, weil du denkst dass du ihn verdienst.

What can you do when your good isn't good enough?

Ich schluchzte noch lauter. Meine Mutter ist nie aber wirklich nie zufrieden mit mir. Mein Bruder Alija... von dem will ich gar nicht anfabgen. Ich bin einfach jedem unwichtig und die Leute, die sagen das das nicht stimmt, haben gar keine Ahnung, was ich jeden Tag zu spüren bekomme.

Ich nehme mir Sachen viel zu sehr ans Herz und intepretier auch bestimmt einiges falsch, aber was soll ich denn machen? Ich bin ratlos und wenn ich meinem Vater die Wahrheit erzählen würde, würde er enttäuscht von seiner einzigen Tochter sein, wie letztes mal.

Auf einmal wischte ich mir die Tränen weg, stand auf und öffnete den Kommodenschrank, unter dem Waschbecken. Histerisch suchte ich nach einer Rasierklinge, wie als ob ich unter Zeitdruck stehen würde. Endlich gefunden, nahm ich sie in meine rechte Hand. Tränen flossen keine mehr, als ich in den Spiegel sah, doch meine Augen waren schon angeschwollen.

Ich hielt die Klinge an meinen linken Unterarm. "Für dich, Mama.", sagte ich und zog die schwarfe Klinge schnell von oben nach unten. Ich spürte ein Ziehen, doch das war mir nicht genug. Ich wiederholte diesen Vorgang vier-fünf Mal, jedes Mal tats umso mehr weh. Ich schaute auf meinen Arm und erst jetzt erschiene rote Punkte, daraufhin floss Blut, nicht viel, da ich nicht tief rein geschnitten hatte.

Emotionslos ging ich in mein Zimmer rüber und zog mir ein langarm Shirt an, damit ich die Schnitte nicht sah. Die Tränen nahmen wieder ihren Lauf. Teils wegen den unerträglichen psychischen Schmerzen, teilweise wegen den brennenden physischen Schmerzen.

Irgendwann, nach tausenden innerlichen Diskussionen, Ansichtsweisen und Begründungen schlief ich dann auch ein, in Hoffnung auf einen besseren Tag.

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Das Kapitel hat mich echt viel Kraft gekostet, es zu schreiben, da ich mich selber so gefühlt habe. Deswegen wünsche ich mir eure Meinung, irgendetwas. Ich hab null Motivation es zu posten, ich hab das Gefühl ich schreib umsonst. Naja was ich noch sagen wollte: Ich hoffe niemand fühlt sich so wie ,Adisa', denn sich so zu fühlen ist scheiße. Ihr könnt mir auch gerne privat schreiben, egal um was es geht <3!

Adisa's WegGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt