dancing with the devil - demi lovato
***ABUSIVE RELATIONSHIP***
Vorsichtig nickte ich und drückte mich noch näher an Henry heran als sowieso schon. Wir waren uns dieses Mal nicht nur sexuell und körperlich nahe, sondern auch emotional. Das spürte ich. Ich merkte förmlich wie entspannt ich in seiner Nähe war. Natürlich hatte ich auch Angst zu erzählen was damals alles geschehen ist, aber gleichzeitig wollte ich mich von meinem Trauma einwenig erleichtern.
Mir war durchaus bewusst, dass ich dieses endlich verarbeiten müsste und darüber zu reden wäre ein großer Schritt für mich und ein kleiner in der Verarbeitung des Geschehens.
"Ich habe damals eigentlich immer die Pille genommen, aber ich hatte sie einmal vergessen. Jona wusste Bescheid und dann haben wir mit einem Kondom verhütet. Ich wollte auf Nummer sicher gehen, aber am Ende ist es doch gerissen. Jedoch haben wir das nicht gemerkt und es verging ein ganzer Monat. Meine Periode blieb aus und ich bekam eine riesen Panik. So schnell wie möglich habe ich einen Termin mit meiner Frauenärztin ausgemacht, denn einige Schwangerschaftstest waren positiv und andere negativ. Ich wollte Gewissheit und diese bekam ich. Ich war tatsächlich schwanger gewesen und obwohl ich so jung war, habe ich mich gefreut. Damals habe ich Kinder geliebt."
"Und du-"
Ich wusste was Henry sagen oder eher fragen wollte. Ihm war wohl durchaus bewusst, dass ich kein Kind hatte. Und wahrscheinlich ging er automatisch aus, dass ich mich trotzdem dagegen entschieden habe aufgrund meiner Unreife in meinem Alter.
"Nein. Ich habe mich nicht dazu entschieden abzutreiben. Tatsächlich hatte ich von der ersten Sekunde der Verkündung angefangen meine Zukunftspläne mit dem Kind zu schmieden. Jonathan hatte ich dabei außer Acht gelassen, aber irgendwann musste ich ihm von der Schwangerschaft erzählen. Er hat mich dazu gebracht abzutreiben und das auf ganz seine Art und Weise.
Als ich zu ihm gegangen bin, hatte ich ein Ultraschallbild dabei. Natürlich sah man kaum etwas darauf, sondern nur mit geschultem Auge, aber so konnte ich am Besten nachweisen, dass ich nichts spiele. Tatsächlich habe ich Jonathan damals öfter angelogen nur um ihm zu gefallen, um so zu sein wie es ihm passte. Das hatte zu Konflikten geführt, aber dieses Mal hatte ich handfeste Beweise. Ich wusste, dass ich die Wahrheit sagte.
Also klingelte ich bei ihm, ging herein und versuchte erstmal klarzukommen. Ich hatte alle Worte zurecht vorher gelegt gehabt und plötzlich vergessen. Da mir nicht einfiel, was ich sagen wollte, wühlte ich in meiner Tasche nach dem Bild. Ich dachte Zeit schinden würde mir helfen mich wieder an meine Worte zu erinnern, aber er entriss mir die Tasche und bemerkte dann das Bild. Natürlich sah er es an und stellte dann fest wieso ich so aufgewühlt war.
Seine Gesichtszüge wurden so kalt wie noch nie und er forderte mich auf abzutreiben. Ich bot ihm an, dass wir das irgendwie schaffen und auch kein Paar sein müssen. Aus reiner Not wollte ich sogar das Kind alleine erziehen, solange ich es behalten durfte. Doch Jonathan schämte sich mit mir geschlafen zu haben. Er wollte kein Kind in die Welt setzten mit jemanden wie mir, da das seinem guten Ruf schaden würde. Schließlich war er auch volljährig und ich nicht. Ich flehte ihn förmlich an, dass ich das Kind behalten möchte, aber wie aus dem Nichts schlug er mich einfach und das direkt in meinen Bauch.
Verzweifelt versuchte ich auszuhalten, aber da stieß ich mir den Kopf heftig an und ab da sind meine Erinnerungen verblasst. Alles danach kann ich dir nicht mal ausführlich erzählen, da ich diesen Part vergessen wollte und will. Ich weiß nur noch, dass mir die Ärzte im Krankenhaus sagten, dass ich mein Kind verloren habe und am Ende erzählte ich niemanden etwas davon. Jona log meiner Mutter irgendeine Geschichte vor, die Ärzte hatten in der Babysache Schweigepflicht und glaubten Jona, da ich auch keinen Widerspruch einlegte. Lucie denkt bis heute, dass wir alle schon immer nur Besties waren und ich habe es nie über das Herz gebracht ihr das Bild von ihrem besten Freund zu versauen."
Ich redete lange und viel, um meine Situation deutlich zu schildern. Am Liebsten würde ich noch so viel mehr sagen, doch ich merkte wie ich immer stärker weinte. Gerade eben hatte ich mir so eine riesige Last vom Herzen geredet, dass es sich so unglaublich befreiend anfühlte. Bei mir brachen gerade Dämme, die sich jahrelang aufgestaut hatten.
Schluchzend klammerte ich mich fester an Henry und bohrte meine Nägel förmlich in seine Brust hinein. Ich spürte wie angespannt er da lag. Seine Hand griff fest in meine Seite, sodass ein unangenehmer Druck ausgeübt wurde. Die Aggressionen waren deutlich spürbar und wenn er Jonathan in nächster Zeit sehen wird, wird ein Pulverfass hochgehen.
"Ich habe mich in Alkohol, Drogen und Sex mit fremden Typen geflüchtet, mein ganzes Wesen verändert. Zu Anfang habe ich mich sehr billig gefühlt, aber irgendwann habe ich das einfach hingenommen und angefangen die Aufmerksamkeit der ganzen Kerle zu genießen. Mein Kleidungsstil wurde freizügiger und aufreizender. Äußerlich habe ich mich selbstverliebt und selbstbewusst gegeben, aber innerlich war ich immer noch genauso unsicher wie vor zwei Jahren. Ich bin die geworden für die Jona mich immer gehalten hat, als er- als er mir mein Kind genommen hat.
Obwohl er damals mein Erster und Einziger war, hat er mir vorgeworfen eine miese Schlampe zu sein. Und das bin ich geworden. Aber eigentlich habe ich nur nach dieser Liebe gestrebt, die ich für ihn empfunden habe. Doch sobald etwas anfing sich in meinen Gefühlen gegenüber einer Person zu ändern, bin ich gegangen. Später habe ich nur noch One Night Stands zugelassen und hatte meine eigenen Regeln aufgestellt, um mein Herz zu schützen. Aber dann kamst du um die Ecke und hast alles durcheinander gebracht."
Zwischen den Schluchzern entfloh ein leises Lachen meine Lippen und ich setzte mich auf, um Henry anzusehen. Mein ganzes Makeup war sicher nicht mehr da, wo es vorhin noch gesessen hat, doch war mir das so ziemlich egal.
Henry setzte sich genauso auf wie ich und griff sanft meine Hüften, ehe er mich auf seinen Schoß zog. Seine Hände umfassten mein Gesicht. Zwischen uns entstand eine Stille, doch sie war keinesfalls unangenehm. Ich konnte in mich gehen und mich von meiner Last lösen, während er verarbeitete, was er gerade gehört hatte.
"Du bist eine starke Frau, Leya. So unglaublich stark. Du hast so viel gelitten und bist immer noch hier. Und alleine, dass du mir das gerade erzählst ist unglaublich mutig und selbstbewusst. Du magst dich vielleicht gerade nicht so fühlen, aber das bist du. Manche können selbst 30 Jahre nach so einem Erlebnis darüber reden, aber du hast es jetzt schon geschafft. Der Bastard lag falsch. Im Gegensatz zu ihm bist du so viel mehr selbstbewusster. Er hat seine Wut an dir ausgelassen aus Angst ein schlechter Vater zu werden und seinen Ruf zu zerstören, während du schon damals so jung so viel Verantwortung auf dich nehmen wolltest. Es ist sicher nicht alles nach Plan gelaufen und du musst wegen der Sache noch viel heilen, aber du hast den ersten Schritt eben schon getan. Ich bin so unglaublich froh, dass ich dich kenne und du mir so vertraust."
Mir war Henry's sentimentale Seite nie bewusst gewesen, aber jetzt zeigte er sie mir. Ehrlich gesagt habe ich niemals gedacht, dass er so eine Art überhaupt an den Tag legen kann, aber ich fühlte mich gut. Seine Worte ließen mich durchaus sehr gut fühlen und ein kleines, sanftes Lächeln huschte über meine Lippen.
"Du hast auch meine Welt mehr durcheinander gebracht als du denkst."
A/N:
Wird Henry jetzt über sein Leben erzählen oder nicht?
Wie findet ihr seine Reaktion?
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Playgirl
Teen Fiction❝I feel your nails in my back❞ Leya Mawson kommt zu jeder Party. Bei ihr kann Mann nur eine Sache erlangen: Sex. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden und meldet sich bei ihren One Night Stands nie wieder. Sie hat keine Lust auf eine feste Bindung...
