shawn mendes - there's nothing holding me back
Henry's Worte konnten so viel bedeuten. Man konnte sie als positiv sowohl negativ aufpassen, doch sein sanftes Lächeln ließ im Endeffekt keinen Platz für sinnlose Gedanken.
Er meinte es positiv.
"Aber ich weiß, dass ich dir das nicht immer zeigen konnte. Ich bin schlecht mit dir umgegangen, obwohl wir eindeutig Freunde waren- ach was rede ich da. Wir waren mehr, aber niemand wollte den ersten Schritt machen. Wir sind uns eigentlich ähnlicher als wir zugeben wollen."
Von seiner Seite aus war es wohl auch mehr gewesen und dennoch ist Henry mit dieser komischen Jolene eine Beziehung eingegangen. Es gibt Dinge, die erklärten sich mir nicht und genau das schien er wohl an meinem Blick zu merken, als ich dann mal zu ihm aufsah.
"Trotzdem liebst du Jolene", rutschte es mir ohne nachzudenken heraus und direkt bereute ich meine Worte. Ich zeigte Henry meine offensichtliche Eifersucht, wobei ich es hasste so neidisch auf das Mädchen zu sein.
Ich wollte sie sein.
Ich wollte so für Blondie da sein wie sie es gewesen ist.
Ich wollte an ihrer Stelle sein.
"Ja. Aber lieben kann man viele Menschen. Ich liebe auch Shaun, weil er so ein toller Freund ist oder meine Mutter, weil sie immer für mich da ist. Auch wenn Jolene sich im Endeffekt als falsche Schlange herausgestellt hat, liebe ich sie trotzdem. Doch bin ich nicht in sie verliebt."
Er war so offen über seine Gefühle. Das kannte ich nicht von ihm und ehrlich gesagt überraschte mich das. Ich freute mich über diese sanfte Seite von ihm. Sie zeigte mir, dass ich irgendwo wichtig war, denn Henry war nicht der Typ, der jedem x-beliebigen Menschen all seine Gedanken und Gefühle erzählte. Eigentlich war er dieser mysteriöse Typ, der eigentlich nur das Potenzial eines One-Night-Stands hat, wenn man ihn nur oberflächlich kennt. Viele wünschen sich wegen seinem reichen Aussehen sicher eine Beziehung, aber nicht wegen seinem Charakter. Sie haben ihn nicht so kennengelernt wie ich in den letzten Monaten.
Henry und ich hatten definitiv unsere Auf und Abs und das von Anfang an, aber trotzdem bin ich froh das alles so gekommen ist wie es jetzt ist.
Ich habe ein Stück weit zu mir zurück gefunden und mich mit mir so intensiv auseinander gesetzt wie lange nicht mehr.
"Ich liebe auch dich."
Diese Worte holten mich zurück in die Realität und ich blinzelte ein paar Mal verwirrt.
"Was?"
Ein raues Lachen. Lachte Henry mich wirklich aus? Traute er sich das tatsächlich?
Ohne groß nachzudenken schnappte ich mir ein anderes Kopfkissen aus diesem Bett und drückte es ihm mitten ins Gesicht.
"Wag es noch einmal mich auszulachen, Henry Ford."
Meine schlechte Laune war wie weggepustet. Stattdessen fühlte ich mich plötzlich so leicht wie noch nie. Dem Blonden von meiner Vergangenheit zu erzählen war eine gute Entscheidung gewesen. Ich spürte zunehmend wie diese tonnenschwere Last der Vergangenheit von mir fiel und das freute mich. Die Glückshormone schossen in meinen Körper und das erneute Lachen von dem Blonden ließ mein Herz vor Freude vibrieren.
Ja, ich fühlte mich wieder wie ich selbst.
"Ich habe gesagt, dass ich auch dich liebe. Der Unterschied zu dir und Jolene ist, dass ich in dich verliebt bin", nuschelte Henry irgendwie durch das Kissen hindurch und ich erstarrte förmlich. Dieses Mal hatte ich ihm ganz genau zugehört, aber ich konnte nicht fassen was ich gehört habe.
Langsam nahm ich das Kissen aus seinem Gesicht und starrte ihn einfach nur vollkommen durch den Wind an.
"Sag das nochmal."
Schnell strich ich mir einige Haare hinter die Ohren, um sicher zu gehen, dass diese mein Hörvermögen doch nicht falsch beeinflusst haben.
Ich wollte ganz Ohr sein und hören was er zu sagen hatte- ein zweites Mal. Ich musste mir sicher sein, dass ich mich nicht verhört habe. Innerlich wünschte ich mir natürlich, dass er genau das gesagt hat was ich verstanden habe.
Henry setzte sich langsam auf und räusperte sich einmal. Nun schien es ihm offensichtlich peinlich zu sein. Er hatte also gedacht, dass ich ihn wegen dem Kissen in seinem Gesicht nicht gehört habe. Doch das habe ich und auch Blondie schien das langsam zu realisieren.
Unsere Blicke begegneten sich und ich spürte ein warmes Kribbeln in meinem ganzen Körper.
Der junge Mann vor mir murmelte irgendwas vor sich hin bevor er mein Gesicht mit seinen Händen umfasste und mich zu sich heranzog. Unsere Lippen waren sich sehr nahe, aber nicht nahe genug.
Ich wollte ihn wieder küssen, aber das schien nicht sein Plan zu sein. Stattdessen bemerkte ich wie sein Atem unregelmäßiger wurde. Wir hörten nicht auf uns in die Augen zu sehen und die Spannung baute sich zunehmend auf.
Wir sehnten uns beide danach unsere Lippen zu verbinden, aber keiner machte den ersten Schritt.
"Ich bin in dich verliebt, aber wollte es nicht wahrhaben. Es ist keine Entschuldigung für das was ich getan habe, aber der einzige Grund. Kein besonders guter, je mehr ich darüber nachdenke."
Seine Stimme klang ruhiger, sanfter als seine Körpersprache eigentlich war und seine Worte verließen diese himmlischen Lippen nicht lauter als einen Hauch von Flüstern.
Leicht schmiegte ich mein Gesicht noch mehr an seine Hände und spürte wie sein Daumen leicht über meine Wange fuhr, ganz behutsam.
"In meinen Gefühlen für dich hat sich nichts geändert", antwortete ich mindestens genauso leise.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich konnte den Rhythmus des Herzschlages durch meinen ganzen Körper vibrieren spüren.
Henry's Blick landete auf meinen Lippen und ganz flüchtig erlaubte ich mir ebenso einen kleinen Ausrutscher. Sein Mund sah verführerisch zum küssen aus.
Wir kamen uns beiden tatsächlich ein Stück entgegen und unsere Lippen streiten sich gegenseitig sanft, als plötzlich die Tür aufging.
Meine Mutter. Offensichtlich wollte sie sehen, ob ich schon schlafe und sie schien auch früher Schluss zu haben.
Erschrocken fuhren Henry und ich auseinander und ich vernahm ein leises verlegenes Räuspern.
"Tut mir leid. Ich wusste nicht, dass du Besuch hast. Du bringst eigentlich nie männliche Gäste mit. Entschuldigt die Störung", stammelte meine Mutter.
Henry schob mich leicht von sich herunter und stand auf, bevor meine Mutter das Zimmer verlassen konnte.
"Hallo Frau Mawson. Ich bin Henry Ford. Entschuldigen Sie meine unangekündigtes Auftreten."
"Nenn mich ruhig Inana. Ist schon okay, ich war nur überrascht. Ich lasse euch dann mal alleine. Gute Nacht."
Meine Mutter wusste natürlich direkt, dass er der große Sohn der Ford Familie war, aber das störte sie wohl kaum. Sie schenkte mir ein kleines Lächeln und schloss die Tür dann von Außen.
"Jetzt, wo unsere Eltern uns beide schon kennen, lass uns doch morgen offiziell zusammen ausgehen. Ich führe dich auch aus.", warf Henry plötzlich in den Raum. Meine Augen wurden riesig.
"Und du bist dir ganz sicher, dass die Idee gut ist?"
A/N:
ich lebe noch <3
we're about to reach the end of the story.
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Playgirl
Teen Fiction❝I feel your nails in my back❞ Leya Mawson kommt zu jeder Party. Bei ihr kann Mann nur eine Sache erlangen: Sex. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden und meldet sich bei ihren One Night Stands nie wieder. Sie hat keine Lust auf eine feste Bindung...
