Harry war nach Hause gegangen und hatte sich ein Ziel gesetzt: Er musste hilfreich sein für Schnuckelchen. Damit der endlich ein bisschen handzahmer wurde. Nur wie?
Die Gelegenheit schlechthin ergab sich zwei Tage später.
Louis war noch schlechter drauf als sonst.
"Was ist los, mein Schnäuzelchen?"
"Oh wow! Die Namen werden immer schlimmer."
"Was ist los? Du wirkst..."
"Ich bin sauer okay?! Ich hab mein Portemonnaie verlegt. Jetzt bin ich ohne hier."
"Äh... Ja. Aber wir sind doch hier zum Geld verdienen und nicht zum Ausgeben, oder habe ich das Konzept etwa doch falsch verstanden?"
Louis guckte erst komisch und antwortete dann: "Ääh, wie auch immer: ich habe kein Geld dabei und kann nicht in die Kantine und-"
"Ach Hasenpups, wenn es weiter nichts ist: Nenn mich Daddy und ich bezahle dir, was du willst."
"Bist du als Kind vielleicht vom Wickeltisch gefallen? Das würde so einiges erklären."
"Wo wir Grad beim Thema sind: was würdest du bevorzugen zu sagen? Daddy oder Sir?"
Louis nahm daraufhin dreisterweise einfach ein Gespräch an. So ein Mist.
"Was willst du Essen?", Fragte Harry, als er Louis erreicht hatte. Der war einfach losgelaufen. Er kam echt schnell vorwärts für so kurze Beine. Vielleicht lag das am Gebäude? Dass hier kurze Leute einfach zackiger waren?
"Ist schon gut. Jason davorn leiht mir was."
"Warum?"
"Weil ich ein netter Kerl bin?"
"Bist du nicht. Aber warum er und nicht ich?"
"Äh.... Bei ihm habe ich keine Angst Hasenpups oder so genannt zu werden.", Erklärte Louis und wollte sich echt davon machen.
Dummerweise stand besagter Jason auf und verließ die Kantine. Louis guckte irritiert. Wie er wohl gucken würde, wenn er wüsste, dass Harry Jason nicht nur die Kantine sondern direkt das Land verlassen ließ?
"Hasenpups, das Angebot steht noch.", Grinste Harry.
"Von mir aus.", Grummelte Louis und lief zu einer Menüausgabe.
Harry zahlte tatsächlich ohne noch einen Kommentar von sich zu geben. Aber beim Tisch ging es natürlich so stillschweigend nicht weiter.
"Wir sollten Essen gehen."
"Tun wir doch gerade."
"Ich meine Abends. Allein."
"Nee, da hab ich Angst."
"Aber ich würde dich doch beschützen."
"Ja... Ich meinte vor dir."
"Oh nichts und niemand wird das können. Ich werde immer bei dir sein und dann-"
"Okay, danke, ich habe genug gehört.", Stöhnte Louis. Hätte es nicht den genervten Touch wäre das durchaus verdammt sexy.
Harry hatte nach der Pause überlegt, was er noch anstellen könnte, damit Schnuckelchen seinen Eispanzer fallen lassen müsste.
Schließlich schlug er sich selbst mit der Hand gegen die Stirn. Himmel, war doch simpel.
Er behauptete, kurz zur Toilette zu müssen.
Aber er verließ das Gebäude und sprach unten den erstbesten Hausmeister an. Fertig.
Als Louis Feierabend machte, ging Harry netterweise mit ihm gemeinsam herunter.
"Was machst du heute noch Schnucki-Putzi?"
"Arbeiten."
"Machst du auch Mal was anderes?"
"Ja. Schlafen zum Beispiel."
"Was machst du am Wochenende?"
"Arbeiten."
"Ach komm schon."
"Was denn?", Fragte Louis und grinste doch tatsächlich.
"Wann kann man mit dir Zeit Verbringen?"
"Ähm... Bei der Arbeit?", Fragte Louis noch immer grinsend und trat auf den Bürgersteig hinaus.
Dort verschwand das Grinsen dann direkt wieder.
Alle Fahrräder waren verschwunden.
Harry grinste breit. Er hatte vergessen, wie Louis' Fahrrad genau aussah, als hätte er Hausmeister ganze Arbeit leisten müssen, indem er alle Fahrräder weg schaffte.
"Verfluchte Scheiße!", Schimpfte Louis sauer.
"Was ist los Mausezähnchen?"
"Mein Fahrrad ist weg."
"Oh, wie kommst du dann jetzt hier weg?"
"Muss wohl laufen."
"Armes du. Oder... Du fragst mich lieb, ob ich dich bringe."
"Würdest du das machen?", Fragte Louis ungläubig und hoffnungsvoll gleichzeitig.
"Naaa, so nicht. Lieb fragen."
"Harry, würdest du mich bitte nach Hause bringen?"
"Deins oder meins?"
"Ach vergiss es einfach. Ich laufe.", Entschied Louis sauer und machte bereits den dritten Schritt vorwärts, als er merkte, dass er in der Luft hing.
"Sag bitte.", Raunte Harry ihm plötzlich ins Ohr. Nicht mit smartem Cupcake-Lächeln, sondern dunkel und verlangend. Louis schluckte.
"Bitte?", machte er schließlich leise.
"Gut so.", Brummte Harry und stellte Louis wieder ab.
"Das ist dein Auto?!", Fragte Louis fassungslos. Das Ding sah aus als würde es gleich auseinander fallen.
"Ja. Das ist Berta. Sie hat Charakter."
"Und Flugrost."
"Weißt du, Schatz, du solltest langsam anfangen freundlich zu werden. Dein hübsches Gesicht wird dich nicht ewig retten."
"Hübsches Gesicht?", Fragte Louis überrascht.
"Natürlich du siehst schnuckelig aus, wenn du sauer bist. Was arbeitest du noch?"
"Abends als Pizzaflitzer und am Wochenende kellner ich."
"Bist du bei den Jobs auch mies gelaunt?"
"Ja."
"Vielleicht solltest du statt mit Menschen lieber mit Steinen arbeiten."
"Hier vor Ort gibt's keinen Steinbruch und der Steinmetz zahlt schlecht."
"Natürlich."
Louis nannte Harry noch irritiert seine Adresse. Wie schnuffig. Harry wusste doch, wo es lang ging.
Als sie davor ankamen saß ein Mädchen auf dem Mauervorsprung und blickte zum Auto.
"Okay dann dank- hey! Wo willst du hin?!"
"Ach Schatz, ich will nur deine Familie kennenlernen."
"Steig wieder in dein Auto du Idiot. Wir sind kein Paar."
"Noch nicht. Na komm, das arme Mädchen hält uns schon für einen Promi und macht Fotos."
"Nein! Das arme Mädchen ist meine Schwester und sammelt Erpressungsmaterial und du-", plusterte Louis sich auf, als Harry endgültig Ausstieg und die Tür zuknallte.
"Ha-", fing er an zu wettern, als auch Louis sich aus dem Auto schälte. Allerdings beendete er das Wort nicht, als er Harry sprechen hörte: "Hi Lotti. Freut mich dich kennenzulernen. Ich bin Harry. Der Freund von Louis."
"Wir sind nicht-"
"Awwww, wie schön, dass du endlich dazu stehst, Lou. Das freut mich. Weißt du Harry, es wussten alle schon vorher. Nur Louis selbst hat einfach nicht gemerkt, dass er schwul ist. Es ist schön, dass er durch dich verstanden hat, was los ist und dass er nun auch direkt so offen damit umgeht.", Lächelte Lotti.
"Was?!", Zischte Louis eindeutig drei Oktaven zu hoch.
"Tja. Was soll ich sagen? Es war sehr zäh, aber es hat sich gelohnt, wo er jetzt immer so anschmiegsam ist. Weißt du noch, als du es noch nicht einsehen wolltest? Das ist unglaublich hart gewesen. Nicht wahr, Schatz?", Fragte Harry begeistert.
Oh oh. Na? Schon eine Vermutung, was Louis nun tut?
Das nächste Update kommt diesesmal leider erst in drei Tagen. Das hängt einfach damit zusammen, dass ich diese Story und Omega- Blut lieber an verschiedenen Tagen uploaden. Ich hoffe, das ist okay für euch.
Viele Grüße ^_^
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Heirate einen Vampir (Larry)
FanfictionHarry ist der Sohn des Herrschers über die Vampire. Seine aktuelle Aufgabe: Heiraten und für Nachkommen sorgen. Dummerweise wird er aber nicht unter den Vampiren fündig...
