Sie lagen noch lange zu fünft herum. Viel gesprochen wurde eigentlich nicht und jeder hing seinen Gedanken nach. Aber es war schön zu wissen, dass die anderen auch da waren.
Louis sah zu Liam. Er lächelte leicht, hielt Zayns Hand und Niall hatte sich halb auf ihn gelegt. Vielleicht war er doch glücklicher als er dachte? Dachte er so viel über dieses Gefühl nach, dass er gar nicht mitbekam, wie sehr er es eigentlich empfand? Vielleicht war Glück wie ein Kindheits-Lieblingsgericht? Es wurde in der Erinnerung immer besser und nichts konnte es erreichen?
Liam sah glücklich aus, wie er da so lag mit Zayn und Niall an seiner Seite. Metaphorisch gesprochen, denn Niall spielte ja gerade Liams Bügeleisen.
Louis sah zu Harry. Er lächelte nicht. Lag da mit geschlossenen Augen. Louis fühlte sich komisch mit dem Wissen, was zu einem Vampirleben dazu gehörte und was eben nicht, aber vielleicht müsste er auch nur seine Perspektive ändern? Sich vielleicht einfach drauf einlassen?
Er wollte näher bei Harry sein und platzierte sich auch auf diesem und dann lächelte Harry und Louis überlegte wieder, ob Glück wirklich etwas war, was man nicht empfinden konnte. Oder ob Glück vielleicht manchmal einfach in ganz kleinen Momenten zu finden war. In ganz ganz kleinen, aber dafür vielen?
Zwei Wochen später stand Louis panisch vor einem Kalender. Vier Wochen waren ein Monat. Er hatte nur noch drei Monate Zeit, bis er ein Baby bekommen sollte.
Also suchte er Harry. Der war irgendwie weggekommen. Das klang falsch, entsprach aber den Tatsachen. Harry entwickelte sich in Louis' Augen zu einer Art äußerst widerspinstigen Haushaltsgegenstand. Louis packte ihn irgendwo hin und wenn er wieder nach ihm sah, war er weg. Louis war inzwischen sehr froh, dass Harry nicht, wie etwa eine Tupperdose aus zwei Teilen bestand. Den Deckel würde Louis im Leben nicht wiederfinden.
Harry unterdessen hatte sich klammheimlich aus dem Staub gemacht. Schwangere Vampire wurden komisch. Also nicht wie zu lang offene Milch im Kühlschrank und auch nicht wie ein Clown sondern einfach seltsam.
Louis bildete da keine Ausnahme. Er wollte Harry ständig wegräumen. Sagte er zum Beispiel, Harry soll auf dem Sofa sitzen. Dann erwartete er das. So lange, bis er wieder etwas anderes sagte. Nur war Harry eben kein Kissen, sondern ein Vampir. Ein dominanter Vampir der nun auch noch herrlich genervt war.
Er hockte unten im Garten. Mit Taylor und Ziniam. Wobei Zayn schlief. Er hatte, obwohl er nie lebendig gewesen war unendliche Angst vor Tränensäcken und Falten. Naja. Mussten sie auf sarkastische Kommentare wohl vorerst verzichten.
"Also, wie klappts mit der Wollmaus?", Fragte Taylor.
"Gut. Naja. Am braven neben dem Thron knien üben wir noch."
"Ich sehe es vor mir."
"Nein, nicht in dem er mir einen bläst. Er ist nur immer noch nicht sonderlich folgsam. Und... Er fühlt immer noch so viel."
"Ich habe doch gesagt, dass ihm bestimmt ein Enzym fehlt. Deswegen hatte er auch keine Angst hier.", Grinste Taylor.
"Nein... Ich glaube es ist was anderes..."
"Verträgt er Blut?"
"Es geht so. Ich glaube er ist einfach sehr verwöhnt. Er trinkt nur aus meinem Hals. Also ich trinke normal und er dann bei mir."
"Ach, das ist menschlich. Die tun Gras auch erst in eine Kuh und trinken dann die Milch.", Erklärte Niall mit einer wegwerfenden Handbewegung.
"Ähm... Excuse me, Niall.", Machte Harry reichlich empört.
"Was denn?"
"Ich möchte nicht mit einer Kuh verglichen werden?"
"Nein, er ist eher so ein sturer Esel! Was zum Henker machst du hier draußen?! Ich habe gesagt, du sollst in der Ecke stehen!", Knurrte Louis sauer.
"Himmel, ich werde nie heiraten.", Schwor Taylor.
"Wollmaus, was machst du hier? Ich habe dir gesagt, dass du unsere Räume nicht verlassen sollst."
"Und ich habe dir gesagt, dass du in der Ecke stehen sollst. So ist das eben. Life the Bitch. Ach Quatsch. Death. Oh Moment. Da fällt mir was lustiges ein. Mit dem englischen Ausruf: - Die in hell - kann man in Deutschland Schuhe kaufen. Cool was?"
"Faszinierend. Wenn ich Mal in Deutschland Schuhe kaufe, komme ich drauf zurück.", Murmelte Harry nur verstört, während Niall kicherte.
"Also, was machst du hier?"
"Ich habe keine Lust allein oben zu sitzen. Ich dachte, wir könnten was cooles machen. Also, was machen Blutsauger so in ihrer Freizeit?"
"Blut saugen?", Fragte Zayn mit geschlossenen Augen.
"Toll. Noch was?"
"Wir könnten Werwölfe ärgern?", Schlug Taylor vor.
"Kein Wunder, dass wir so einen schlechten Ruf haben... Verstehet ihr euch mit irgendwem?"
"Tja... Es ist einsam an der Spitze der Nahrungskette.", Seufzte Niall theatralisch.
"Kann ich in die Farm?"
"Nein. Du kannst noch nicht in die Nähe von Menschen.", Seufzte Harry und zog Louis auf seinen Schoß.
"Was willst du denn da?", Fragte Niall interessiert.
"Keine Ahnung. Die haben coole Computerspiele, einen Pool und die chillen da."
"Äh, wir haben ein riesen Schwimmbad im Keller -"
"Mit dem ich grauenvolles verbinde. Nein danke."
"Wie heißt das, wenn man einen Grausamkeitskink hat und dann hart abspritzen muss, während man sich die Grausamkeit ansieht?", Fragte Zayn noch immer mit geschlossenen Augen.
"Äh...", Machte Louis überfordert.
Schlussendlich gingen sie gemeinsam in einen für Louis neuen Teil der echt komischen Welt.
"Oh, können wir hier wohnen?", Fragte Louis förmlich mit Herzchenaugen.
"Ähm...", Machte Harry überfordert.
Ja, es war cool hier, aber direkt her ziehen?
Es war eine entspannte Atmosphäre. Überall saßen Trüppchen auf Bodenkissen herum, es lief enstpannte Musik und alle hatten einfach eine gute Zeit. Louis hatte erst Bedenken wegen Shishas und Zigaretten gehabt. Immerhin hatte er ein Baby im Bauch. Aber Zayn hatte gesagt, dass das Baby ebenso tot wie seine Eltern war. Das hatte Louis dann doch überzeugt und nun saß er bei Blutivitaminsaft mit den anderen zusammen. Es gab hier auch wieder Werwölfe. Aber Robbie war nicht dabei.
Neben ihnen saß eine Hexe, ein Zombie und ein Ding, das aussah, als habe es sich selbst auf links gezogen. Louis hatte keine Ahnung, wo das Gesicht war oder wie herum es gehörte.
"Um eine Geschichten zu erzählen, brauchst du viele Wörter. Du musst Charaktere entwickeln. Du musst Stimmungen aufbauen.", Erklärte der Zombie und die Hexe und das Wesen nickten.
"Nein. Du kannst eine ganze Geschichte in wenigen Worten erzählen.", Mischte sich Louis ein.
"Beweis es.", Befahl dir Hexe.
"Ernest Hemingway hat das schon getan. Also die Geschichte lautet: Zu verkaufen! Babyschuhe. Nie getragen."
"Oh."
Inzwischen gibt es natürlich mehrere 6 Wortgeschichten. Aber das ist die von Hemingway. Mal wieder ein bisschen Bildung hier 😅.
Joa. Wir lassen die da Mal noch ein bisschen chillen und sehen uns übermorgen? Die Hexe ist übrigens ein besonders lieb gewonnenes Wesen von mir.
Viele Grüße ^_^
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Heirate einen Vampir (Larry)
FanfictionHarry ist der Sohn des Herrschers über die Vampire. Seine aktuelle Aufgabe: Heiraten und für Nachkommen sorgen. Dummerweise wird er aber nicht unter den Vampiren fündig...
