Das heimliche ankommen

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In meinem Zimmer angekommen, holte ich schnell meinen Koffer unter meinem Bett hervor und räumte alle meine Sachen hinein.

Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass auch ja nirgendwo in meinem Zimmer noch Sachen von mir herum lagen, schaute ich mich mit gemischten Gefühlen um. Ich fühlte mich ein wenig traurig, wenn ich jetzt daran dachte, dass das hier von nun an nie wieder mein Zimmer sein würde. Doch ein anderes Gefühl, stärker als die Traurigkeit in meinem Herzen, breitet sich in meinem Kopf aus. Bald schon würde ich mit neuen Freunden mein Zimmer teilen.

Wieder einmal von Glücksgefühlen übermannt, machte ich mich auf den Weg zu Albus Büro.

„Schokofrosch!", sagte ich laut und deutlich zu dem Wasserspeier, der dadurch fast augenblicklich die Wendeltreppe zu Albus Büro frei gab. Ich klopfte kurz an seine Tür, doch kaum hatte er auch nur „herein" sagen können, stürmte ich auch schon in sein Büro und warf mich in seine Arme.

Er erwiderte die Umarmung und lächelte in sich hinein. Ich löste mich aus der Umarmung und sprang stattdessen durch den Raum: „Bald werde ich eine Schülerin sein, bald werde ich eine Schülerin sein!", Rief ich dabei.

Albus sah mir belustigt dabei zu. Irgendwann sagte er schließlich: „Dein „bald"Kannst du nun auf 30 Minuten reduzieren, meine kleine."

Meine Glücksgefühle wuchsen um das Doppelte an, ich wusste nicht einmal, dass ein einzelner Mensch so viel Glück empfinden konnte. Dann fiel mir aber etwas ein, was ich vergessen hatte: „Albus?"

„Ja?", fragte dieser mit ruhiger Stimme.

„Wie machen wir es, dass ich zu den Erstklässlern dazu stoße, ohne dass mich jemand bemerkt?", fragte ich leicht besorgt.

„Ganz einfach, Hagrid wird gleich hinunter nach Hogsmeade gehen, um die Erstklässler zu empfangen, zu denen du ja dazu zählst. Er wird dich mit hinunter nehmen Sie, dort kannst du dich verstecken und unauffällig zu ihnen gesellen. Sie werden so aufgeregt sein, dass sie bestimmt nicht merken, dass du nicht mit im Hogwarts Express sahst.", erklärte er mir ruhig.

Wie auf Stichwort klopfte es laut an der Tür und Hagrid stapfte mit einem: „Bin bereit, sie mitzunehmen, Dumbledore, Sir!", herein.

Aufgeregt schnappte ich mir meinen Koffer und ging auf Hagrid zu. „Ich bin bereit!", sagte ich, hoffentlich entschlossener als ich mich fühlte.

„Na dann.", brummte Hagrid, schnappte sich meinen Koffer und lief Voraus. Ich umarmte Albus noch schnell, er wünschte mir viel Glück und ich machte mich auf schnell hinter Hagrid her zu rennen, der jedoch schon einen Vorsprung hatte.

Auf dem Weg nach Hogsmeade unterhielten Hagrid und ich uns über die verschiedensten Tierwesen, was dazu führte, dass ich meine Aufregung kurz vergaß.

Kurz war jedoch auch der Weg von Hogwarts nach Hogsmeade. Als wir an der Endstation des Hogwarts Expresses ankamen, kehrte auf einen Schlag meine Gefühlsexplosion zurück. Bald würde es soweit sein!

„Such dir am besten schon mal'n Versteck!", brummelte Hagrid in seinen Bart.

Ein lautes Pfeifen kündigte kurz danach den Hogwarts Express an. Ich flüchtete mich schnell hinter eine dickere Kiefer, als die große Dampflok schon um die Ecke bog und schnaufend und dampfen und am Bahnhof stehen blieb. Als sich die Türen öffneten, strömten haufenweise Schüler und Schülerin auf den Bahnhof.

Ich hörte Hagrids Stimme laut neben mir ertönen: „Alle Erstklässler zu mir, alle Erstklässler zu mir!"

Ich nahm mir meinen Koffer, ging unbemerkt hinter der Kiefer hervor und gesellte mich zu den Staunen Erstklässler, die schon um Hagrid herum standen und ihn mit großen Augenmustern.

Doch unglücklicherweise blieb meiner „Ich – bin – eine – ganz – normale – Erstklässlerinnen – wie – ihr – und – auch – mit – dem – Hogwarts Express– angekommen" Aktion doch nicht so unbemerkt, wie ich vor erst dachte.

„Hey du! Warst du überhaupt mit im Hogwarts Express? Ich hab dich dort überhaupt nicht gesehen!", fragte mich nämlich ein Mittel großer Junge mit unordentlichem Haar und einer kreisrunden Brille auf der Nase.

smile or you have to explain || RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt