Das Training

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Der nächste Morgen startete wie gewohnt.
Lilys Wecker riss uns aus mal wider aus Schlaf, Marlene war sauer auf Lily, da sie ihren Wecker nicht ausgemacht hatte und man ja wohl erwarten konnte an einem Sonntag auszuschlafen.

Nach einiger Zeit konnten und wir sie jedoch wie immer davon überzeugen mit uns frühstücken zu gehen.

Wir hatten wieder vor eine Runde Schlittschuhe laufen zu gehen, doch das ich noch einen anderen Plan hatte wussten sie nicht.

Im Vergleich zu den vorherigen Tag konnten wir dieses Mal sogar ungestört Schlittschuhe laufen.
Ich vermutete dass die vier Eisprinzessinnen es nicht noch einmal wagen würden bei uns auf dem Eis auf zu kreuzen.

Nach circa einer halben Stunde begann ich meinen Plan umzusetzen: „Ich glaube ich gehe lieber wieder rein. Ihr könnt ruhig weitermachen aber mir ist es hier zu kalt."
„Klar, kein Problem.", stimmte Alice zu.
So machte ich mich auf den Weg.

Doch ich ging nicht zum Gemeinschaftsraum, so wie es meine Freundinnen dachten.
Ich ging auf direktem Weg auf eine Wand zu.
Doch dich ging nicht in die Wand hinein, sondern drei mal an dieser vorbei.
Aus der Wand erhob sich eine große Tür.
Ich vergewisserte mich noch einmal, dass niemand mir zu sah und ging dann schließlich durch diese.

Im Raum der Wünsche angekommen fand ich genau das vor, was ich gesucht hatte.
Der Raum war voll gestopft mit allen möglichen Zielscheiben: manche groß und manche klein, manche bewegten sich und andere standen still.
In der Mitte des Raumes lag ein Bogen aus massiven Holz und mehrere Pfeile in einem extra dafür vorgesehenen Ständer.

An einer Wand, die sich direkt neben der Tür befand, hing ein großer bronzener Schlüssel.
Schnell schloss ich den Raum von innen damit ab, so dass er nicht mehr erscheinen konnte.

Mit ruhigen Schritten ging ich in die Mitte des Raumes.
Ehrfürchtig nahm den Bogen in die Hand.

Er bestand auch sehr dunklem Holz, welches fast schon schwarz wirkte. Der Griff war mit dunkelblauem Stoff gepolstert und darum schlagen sich goldene Metallmuster.
Die dazugehörigen Feile waren nicht weniger schön.

Ich wog ihn leicht in meiner Hand ab und drehte ihn ein bisschen, bis ich fand was ich gesucht hatte: eine winzig kleine, kaum erkennbare Gravur

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Ich wog ihn leicht in meiner Hand ab und drehte ihn ein bisschen, bis ich fand was ich gesucht hatte: eine winzig kleine, kaum erkennbare Gravur.
Es war ein geschwungenes „G" und kaum größer als ein Kieselstein.
Dies war er.
Das war mein Bogen.
Zuletzt hatte ich ihn in Albus Haus gesehen, wo ich ihn zurück ließ.
Dies war eine perfekte Nachbildung und genau das, was ich gesucht hatte.

Ich schnallte mir den Köcher mit den Pfeilen um und wollte gerade beginnen, als ich noch schnell an etwas dachte.

Jetzt die Musik spielen:

Wie, als hörte der Raum meine Gedanken, spielte er die Musik, die ich mir wünschte: Mein Lieblingssong ertönte im ganzen Raum und ich begann.

Rhythmisch zu der Musik feuerte ich Pfeile ab. Treffer! Treffer! Treffer!
Ich verfehlte kein einziges Mal.
Ich dachte nicht mehr nach, ich machte einfach.
Ich brauchte nicht zu ziehlen, ich schoss einfach.
Das Blut schoss durch meine Adern und ich traf wieder und wieder.

Kurz nachdem der Song endete brach ich keuchend zusammen.
Mein Arm prickelte und ich ahnte schon jetzt, dass ich am nächsten Tag höchstwahrscheinlich einen fetten Muskelkater haben würde.
Ich entspannte für einige Minuten, bis ich wieder Kraft hatte.
Ich lies den Raum erneut den Song abspielen.
Etwa zwei Stunden trainierte ich.

Fix und fertig schleppte ich mich zum Gemeinschaftsraum und dann hoch zu den Schlafsälen.
Als ich die Tür aufmachte guckte mich sechs Augen erstaunt an.
„Wo warst du? Wir dachten du würdest dich hier aufwärmen, aber nachdem wir hier angekommen waren warst du nicht da! Warum siehst du eigentlich so fertig aus?", begann Marlene.
„Ganz ruhig ich bin nur eine Runde gejoggt, weiter nichts.", erklärte ich mit meiner vorbereiteten Ausrede.
„Ach so, wir dachten schon du hättest dich wieder verirrt, aber dieses Mal keine Hilfe gefunden.", lachte Lily. „Nein keine Sorge, mir geht's gut.", meinte ich.
„Dann ist ja alles gut, wollen wir zum Abendessen gehen?", schlug Alice vor.

Dies taten wir auch. Nach dem Abendessen fiel ich auf mein Bett und schlief vor Schöpfung augenblicklich ein.

smile or you have to explain || RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt