Was hat Marlene?

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„Marlene!", rief Alice erfreut, als sie sie sah. Auch ich atmete erleichtert auf. Marlene sah zwar sehr müde aus, aber nicht tot Krank oder irgendwie nur halb so schlimm wie vermutet. Wir stürmten alle auf sie zu und umarmten sie. Dies war zwar etwas umständlich, da Marlene in einem Bett lag, und wir alle drei, versuchten sie von einer Seite des Bettes gleichzeitig in die Arme zu schließen, doch der gute Wille zählte ja trotzdem.

„Hallo meine Zucker Engel. Wie geht es euch?", begrüßt uns Marlene lachend zurück.
„Wir haben uns schreckliche Sorgen um dich gemacht.", erzählte Lily.
„Ja stimmt, aber wir sind wirklich froh, dass du wieder lachen kannst.", meinte ich: „Oh und übrigens, seit wann mag Black dich so gerne?"
Bei meinen Worten verrutschte Marlenes Lächeln deutlich. Ich bereute meine Worte sofort. Ich wollte Marlene auf keinen Fall verletzen oder dafür sorgen, dass sie sich unwohl fühlte.
„Ja also wir haben uns in letzter Zeit ein paarmal unterhalten und er ist echt nicht so Scheiße wie man auf den ersten Blick vermuten würde."
„Aha.", meinte Lily daraufhin, wobei sie das erste „A" so lange zog das es kein bisschen überzeugt klang.

„Jedenfalls.", probierte ich das Thema zu wechseln, um Marlene nicht noch weiter zu bedrängen: „Weiß Madame Pomfrey schon warum du Blut gespuckt hast? Ich meine kann das durch zu viel körperliche Belastung kommen oder durch zu wenig von irgendwas?".
Gerade, als Marlene den Mund öffnen wollte, um etwas zu sagen wurde der Vorhang der Marlenes Bett von den anderen Betten trennte zu Seite gerissen, und Poppy stand mit tadelndem Gesichtsausdruck vor uns.
„So Mädels jetzt aber ab. Ich habe gesagt nur 5 Minuten."
„Wissen Sie eigentlich, woher das kommen kann das mit dem Blut spucken?", wiederholte Lily, die Frage von mir an Poppy gerichtet.

Fragen sah Poppy Marlene an, und als diese daraufhin nickte, begann sie: „Also, das Blut spucken kann viele Ursachen haben. Meist hat es irgendwas mit Entzündungen oder ähnlichem in den Atemwegen zu tun. Aber da ich Miss McKinnon hier gründlich durchgecheckt habe und mir bei ihr keine nennenswerten körperlichen Probleme aufgefallen sind, denke ich, dass es an einer sehr hohen psychischen Belastungen liegt. Durch zum Beispiel sehr viel Stress und Druck können auch körperliche Probleme entstehen."
Sofort sahen wir Marlene besorgt und geschockt an. „Ich muss euch morgen was erzählen, okay.", sagt Marlene mit leiser, brüchiger Stimme.
Die in mir aufkeimende Angst, dass Marlene irgendwas zugestoßen war, fühlte sich an wie eine Harpune, die in meinen Bauch gestoßen wurde.

Doch wir hatten keine Zeit mehr, genauer darüber nachzudenken, da Poppy uns sanft aber bestimmt Richtung Tür schob. Wir konnten gerade noch Marlene winken, als wir uns auch schon vor der Tür des Krankenflügel wieder fanden. Den Weg zurück zum Zimmer und auch die Zeit auf diesem verbrachten wir wieder damit zu spekulieren, was Marlene uns morgen erzählen wird. Unsere Sorge wuchs mit jedem ausgedachten Szenario etwas mehr. Was, wenn sie von irgendwem in Hogwarts bedroht wird? Oder was, wenn ihre Eltern der Grund für ihren Stress sind? Aber worüber wir uns die meisten Gedanken machten, war Black. Wie passte er ins Bild? Was hatte seine Reaktion auf Marlenes Aufenthalt im Krankenflügel zu bedeuten? Und Marlenes Reaktion, als sie von seiner Reaktion erfuhr. Das einzige, was wir schlussendlich bei unseren Spekulationen feststellten, war das die beste Lösung unserer Sorgen einfach darin bestand bis morgen zu warten. Es war schwierig, seine Gedanken zu einem Thema abzustellen, welches einem Sorgen bereitet aber irgendwie schafften, Alice, Lily und ich es bis zum darauffolgenden Tag.

smile or you have to explain || RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt