Dorcas Meadowes

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Wir wachten schon früh auf und aßen ohne Unterbrechung so schnell wir konnten in der großen Halle. Wir liefen fast schon im Sprint zum Krankenflügel. Dort angekommen sahen wir schon Marlene in einem Bett liegen, die Vorhänge beiseite geschoben. Sie saß relativ aufrecht, und auf ihrem Schoß lag ein Tablett mit verschiedenem Essen drauf. Es sah so aus, als hätte sie erst wenig davon gegessen.

Als Marlene uns bemerkte, winkte sie uns zu sich ran. „Hey, also ich habe gestern mit Madame Pomfrey ausgehandelt, dass ihr heute 15 Minuten lang bei mir bleiben könnt, weil ich etwas wichtiges mit euch besprechen will und es mir, wenn ich nicht länger als 5 Minuten mit euch reden darf, schlechter gehen könnte, weil ich das wichtige mit euch dann nicht besprechen konnte. Also schnappt euch einen Stuhl und hört zu! Wir haben nicht ewig Zeit!", befahl uns Marlene zur Begrüßung.
Wir nickten stumm und taten wie geheißen, zu erpicht darauf zu erfahren, was Marlene uns erzählen wollte, um Fragen zu stellen. Als wir alle in einem Stuhl um Marlenes Bett herum saßen, begannen sie.

„Also. Ihr habt ja gestern schon erfahren, woher das Blut spucken kommen kann. Ich kann euch nun bestätigen: Es kommt von physischem Stress. Den hatte ich in der letzten Woche nämlich krass und ich will euch jetzt erzählen warum weil ihr meine besten Freunde seid und ich weiß, dass ihr mir helfen werdet und mich bei allem unterstützt und ich euch wirklich brauche." Verblüfft und gerührt zugleich schauten wir Marlene an. Lily war gerade dabei aufzustehen, um sie zu umarmen, als Marlene die Hand hob: „Stopp! Ich habe gerade einen Redelauf also keine Unterbrechungen. Umarmungen gibt es später."

Wir nickte brav, und Marlene begannen ihre Geschichte: „Also. Vor einigen Wochen fing es an. Kennt ihr Dorcas Meadowes? Sie ist in unserer Stufe in Ravenclaw. Jedes Mal, wenn ich sie ansah, wollte ich lachen einfach durch ihr Aussehen. Wenn sie lächelte, wollte ich vor Freude schreien, und mein größter Wunsch war es, sie den ganzen Tag betrachten zu dürfen. Und jeden Abend, bevor ich ins Bett ging, fragte ich mich warum und jeden Abend fand ich irgendeinen abwägen Grund. Diese Abende waren die schlimmsten, weil es sich anfühlt, als würde ich einen Teil von mir verleugnen. Ich sagte mir jeden Tag, dass es doch nicht sein kann, dass das, was ich fühle, wenn ich Dorcas, ansah richtig war. Jeden Tag sah ich die Paare von Hogwarts. Ein Junge und ein Mädchen, und ich fühlte mich so verdammt falsch und fehl am Platz. Ich machte mir mehr und mehr Gedanken darüber, wie ich wieder normal werden könnte, und verbrachte schlaflose Nächte damit. Eines Tages in einer dieser schlaflosen Nächte im Gemeinschaftsraum erhielt ich einen unerwarteten Begleiter. Sirius. Er und ich teilten unseren Kummer und Schmerz, so dass es sehr viel erträglicher wurde. Eines Abends bat ich ihn, mich zu küssen, um zu sehen, ob ich etwas fühlen würde. Ob es sich gut anfühlen würde, einen Jungen zu küssen. Doch es fühlte sich nur leer an und ohne Liebe oder Lust. Diese Erkenntnis traf mich wie ein Schlag. Ich konnte nicht schlafen und am nächsten Tag waren mein Körper und meine Gedanken wie gelähmt von der Angst, wie abnormal ich bin. Am frühen Abend, dann wurde mir schlecht und ich musste mich übergeben. Den weiteren Verlauf kennt ihr ja. Was ihr jedoch nicht wisst ist, was am gleichen Abend etwas später passiert ist. Ich konnte kein Auge im kranken Flügel zu machen und bemerkte so die hellblauen Augen einer Katze, die gerade auf mein Bett sprang. Ich erkannte sie sofort als Dorcas und war verwirrt, sie zu sehen. Sie sprang auf mein Bett, beschnuppert mich kurz und lief dann davon. Erst habe ich mir nichts besonderes dabei gedacht, bis eine Gestalt still und heimlich den Krankenflügel betrat. Und ihr werdet mir nicht glauben wer. Es war Dorcas! Ich wurde ganz aufgeregt, und meine Hände begannen zu schwitzen, und ich wurde rot und fragte mich, wie schlimm ich wohl aussah oder ob es noch so halbwegs ging. Jedenfalls war ich sehr überrascht, sie zu sehen. Und dann kam das unglaublichste! Sie erzählte mir, dass ihre Katze sie hierher gebracht hatte und sie hat mich gefragt, ob es mir gut geht und warum ich im Krankenflügel sei. Ich erzählte ihr, dass ich Blut gekotzt hatte und sie hat mir daraufhin gute Besserung und so gewünscht und dann sind wir irgendwie ins Gespräch gekommen. Es hat so riesig Spaß gemacht, sich mit ihr zu unterhalten und sie dabei anschauen zu dürfen. Und wir haben so lange geredet du bist die Sonne schon wieder dabei war aufzugehen. Ist das nicht toll! Und dann zum Abschied hat sie gemeint, dass wir doch mal zusammen nach Hogsmeade gehen könnten, wenn es mir wieder besser geht. Und natürlich war ich so glücklich, dass ich sofort „Jaaaaaa klar!" gerufen habe und sie ist daraufhin etwas rot geworden, wobei sie so süß aussah und hat gesagt „Oh... okay super. Ich freue mich!" und daraufhin konnte ich bis zu eurem Eintreffen sowieso nicht mehr schlafen. Aber dann begannen die Zweifel wieder zu kommen und ich wusste nicht, ob ihr mich unterstützen würdet, aber als ihr mich dann so herzlich empfangen habt, wie ich es mir erträumt hatte, wurde ich wieder etwas selbstbewusster und dachte mir, dass ich euch alles erzählen kann und will und wieso sollte das auch falsch sein denn es hat sich in dieser Nacht so wunderschön angefüllt, dass ich mir dachte so etwas kann doch gar nicht schlecht sein. Oder?"

smile or you have to explain || RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt