Ihre Augen hellten sich schlagartig auf, als sie verstand, was ich vorhatte. Sie verzog ihr Gesicht zu einer lächelnden Grimasse, was sie übertrieben hochnäsig wirken ließ: „Oh, diese Einladung würde ich dankend annehmen."
Ich lachte und bot ihr meinen Arm an. Sie harkte sich unter und wir gingen an den glotzen Rumtreiber vorbei.
Als Lily hinter uns folgte, hörte ich sie noch sagen: „Mund zu Potter, sonst fängst du noch an zu sabbern."
Dann verließen wir den Gemeinschaftsraum.
Horace sah ganz schön verwirrt aus, als ich mit Marlene an meiner Seite die Party betrat: „Ah, ich sehe, dass du... Ich meine natürlich Sie hier auftauchen konnten. Ich nehme mal an, dass Ihre Begleitung Ihre beste Freundin ist?"
„Korrekt, ich hoffe, das stellt für Sie kein Problem dar?", fragte ich höflich, um Horace nicht zu verärgern.
„Äh ... nein, natürlich nicht. Ich hoffe Sie amüsieren sich gut und viel Spaß."
Damit ließ er uns vorerst stehen.
„Sev!", rief Lily plötzlich neben mir. Und tatsächlich Severus stand am anderen Ende des Raumes schüchtern in der Ecke und sah aus, als gehöre er nicht hierher. Wahrscheinlich fühlte er sich auch so.
Dann waren Marlene und ich halt nur zu zweit. Doch ich wusste genau, dass unsere Zweisamkeit nicht lange anhalten würde. Und ich sollte recht behalten, denn kurze Zeit später flüsterte sie mir auch schon ins Ohr: „Hey Grace, hast du diesen süßen Slytherin da hinten gesehen? Können wir mal ganz unauffällig in seine Richtung gehen?"
Ich verdrehte die Augen. „Nein danke aber du kannst ruhig gehen wenn du willst."
Sie strahlte mich an: „Wirklich? Das ist auch okay für dich?"
Ich nickte und versicherte ihr, dass ich auch Alleine zurecht kommen würde.
Nachdem sie also weg war, beschloss ich, erst mal das Buffet auszukundschaften. Ich lud mir einen großen Haufen Essen auf einen kleinen silbernen Teller und setzte mich an einen kreisrunden Tisch. Ich begann zu essen, als sich plötzlich jemand auf den Stuhl neben mir fallen ließ. Es war Remus.
„Hey!", begrüßte er mich mit einem leichten seufzen.
Ich war kurz verwirrt. Ich musste mich noch daran gewöhnen, dass er ein „guter „Rumtreiber war.
„Warum seufzt du denn? Ist alles ok?"
„Ja, alles gut. Es ist nur, dass meine Begleitung für heute Abend gerade bei irgendwem anders ist und ich mich langweile."
Ich musste lachen: „Da haben wir ja was gemeinsam." Verwirrt guckte er mich an.
„Meine Begleitung hat das gleiche gemacht."
„Du bist mit Marlene hier stimmt's?"
„Ja und du?", ich schaute ihn aufmerksam an.
„Anna Waine aus Ravenclaw, kennst du sie?"
Ich dachte kurz nach: „Nein, nicht das ich wüsste."
„Und wie weit bist du bei dem zweiten Band?" Meine Augen begannen zu leuchten, als ich an die wunderbare Geschichte zurück dachte, die ich heute gelesen hatte.
„Ich bin tatsächlich heute schon mit dem Buch fertig geworden. Ich hatte ein wenig Zeit."
„Wow, du bist echt schnell." Ich guckte verlegen zur Seite: „Das Buch war nicht wirklich dick. Das hat man schnell durch."
„Trotzdem cool. Weißt du denn schon wann du es mir geben könntest?", fragt er.
„Also theoretisch jetzt gleich wenn du kurz Zeit hast. Wir können zum Gemeinschaftsraum ich hohle kurz das Buch und gebe es dir. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es morgen etwas stressig wird wegen dem Packen und so. Außerdem hab wir ja gerade eh Nix besseres zu tun."
„Cool, ja können wir so machen. Ich würde nur kurz meiner Begleitung Bescheid sagen."
„Oh stimmt, ich werde dann wohl das selbe machen." Ich sagte Marlene kurz Bescheid und ging dann mit Remus zusammen zu unserem Gemeinschaftsraum.
Die fette Dame guckte uns überrascht an. „Oh, ist die Party etwas schon vorbei?"
„Äh... nein, wir wollten nur kurz...", begann ich doch wurde sofort unterbrochen als die fette Dame ihre Augen aufriss: „Oder wollt ihr etwa etwas zusammen in einem Bett machen, wovon ich wissen sollte? Seid ihr nicht etwas zu jung dafür?"
Ich merkte, wie ich rot anlief und Remus neben mir war die Sache genauso unangenehm wie mir.
„Quaffel! Können Sie uns jetzt bitte reinlassen?", nannte Remus das Passwort. Die fette Dame guckte uns genervt an, schwang dann aber doch zur Seite.
Wir betraten den Gemeinschaftsraum, und ich fragte mich, ob das Schicksal mich wirklich so hasste, denn die Rumtreiber saßen dort am Kamin und aßen Schokofrösche. Als sie uns bemerkten, schauten sie sehr verwirrt bis sich Potter und Black plötzlich belustigt anschauten. „Na also Remus, wir hatten dir doch schon so oft gesagt, dass dir eine Freundin gut tun würde.", Potter lächelte anzüglich.
„Aber ein bisschen enttäuscht bin ich doch von dir. Von all den Mädchen auf der Party, die du haben könntest, hast du dir eine hässliche ausgesucht.", Black schüttelte gespielt enttäuscht den Kopf.
„Ach Black, langsam solltest dich mal entscheiden ob du mich schön oder hässlich findest weil ich hab nämlich das Gefühl, dass du dir ein wenig zu viele Gedanken über mein Aussehen machst!", meine Mine war kalt. Danach ging ich schnellen Schrittes die kleine Wendeltreppe zum Schlafsaal hoch.
DU LIEST GERADE
smile or you have to explain || Rumtreiber
FantasyGrace freut sich auf ein ganz normales Schulleben in Hogwarts voller Spaß und Abenteuer. Doch das sie währen ihrer Schulzeit ihre wahre Vergangenheit entdecken ahnt niemand. Schafft sie es sich selbst zu akzeptieren und trotz ihres Schmerzes glückli...
