Eine geisterhafte Begegnung

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„Natürlich!", antwortete ich, hoffentlich ruhig. „Ich glaube du musst deine Brille noch mal überprüfen, die funktioniert nicht richtig !", giftete ich in meiner Panik zurück.

„Du wirst uns bald schon genauer kennen und nicht nur du. Auch ganz Hogwarts wird uns kennen!", kündigte er mit Wichtigtuerischer Miene an. „Stimmt!", mischte sich ein Typ mit langen schwarzen Haaren hinter ihm ein: „Sirius, Sirius Black, my Lady!". Er nahm meine Hand und drückte ein Kuss darauf.

Ich versuchte meine Hand so schnell es ging aus seiner heraus zu bekommen und vergrub diese in meiner Tasche.

„Was ist denn hier los?". Jetzt wurde es mir aber zu viel! Nun kam auch noch ein etwas schlaksiger Junge hinzu. Über seinem Gesicht zogen sich tiefe Narben, und ich fragte mich unweigerlich, woher diese stammten. Hinter ihm bahnte sich noch ein vierter, recht kleiner Junge einen Weg zu uns. Nun standen vier Jungs vor mir. Einer guckte herausfordernd, einer lächelte schleimig, einer guckte neugierig, und einer schaute gespannt zu den drei anderen auf. Wütend starte ich den Jungen mit der Brille an, der mindestens genauso wütend zurück starten.

„Alle Erstklässler, bitte hier her!", unterbrach Hagrids dröhnende Stimme unseren stummen anstarr' Wettbewerb.

Wütend schnappte ich mir meinen Koffer und stapfte ohne den Jungen noch einmal eines Blickes zu würdigen, davon. Im weggehen spürte ich noch die Blicke der vier im Nacken.

Als schließlich alle Erstklässler mehr oder weniger gleich verteilt in den Booten saßen (ich hatte mich automatisch dem Hagrid gesetzt) fuhren wir los. Anfangs konnte ich mich nicht wirklich auf die Bootsfahrt konzentrieren, da ich alle meine Aufmerksamkeit den Bootsrand widmete, der drohte jeden Moment ein Schwall Wasser ins Boot fließen zu lassen.

Als ich dann schließlich laute „oh" und „ah" um mich herum hörte, blickte ich auf.

Wir waren um eine Ecke gebogen, und vor uns offenbarte sich ein wunderschöner Anblick von Hogwarts. Natürlich kannte ich die Schönheit von Hogwarts schon vorher, schließlich lebte ich seit meinem siebten Lebensjahr dort, doch selbst mir blieb ein wenig den Mund offen stehen. Aus solch einer Perspektive und so einer Umgebung hatte ich es noch nie gesehen. Ab der Himmel im Hintergrund war in einem so dunklen Blau, dass er fast schon wieder schwarz wirkte. Das Gebäude von Hogwarts jedoch schimmerte in einem Mond blau und goldenes Licht schien durch die aber tausenden Fenster. Vor uns auf dem See schimmerte der ganze Antlitz des Schlosses noch einmal leicht verzerrt und machte das Gesamtbild wunderschön.

Die Boote schaukeln langsam weiter in eine kleine Bootshütte. Als alle Erstklässler und Hagrid ausgestiegen waren, wirkte diese vollkommen überfüllt.

Nachdem wir mehr oder weniger in einer zweier Reihe die Treppe zum Schloss nach oben geschnauft waren, bemerkte ich meinen Hunger und meine sich immer fester an mich klammernde Müdigkeit.

Nach gefühlten Stunden kamen wir endlich oben an einem großen Tor an. Hagrid stieß es auf und meinte: „So jetzt werdet ihr an Professor McGonagall übergeben. Sehn' uns vielleicht später."

Ich ging davon und eine mir wohl bekannte Stimme rief uns zu: „Alle Erstklässler, bitte, folgen Sie mir!". In ihrer Stimme lag so viel Autorität, das alles sofort auf sie hörten und sich brav auf der Treppe von Minerva aufstellen. Sie bat uns zu warten und ging durch eine kleine Tür davon.

Sofort setzte das Gerede und Gelächter wieder ein, bis auf einmal ein spitzer Schrei ertönte. Alle Erstklässler ich eingeschlossen, drehten sich auf dem Absatz, um starten mit weit aufgerissenen Augen ein paar Geister an, die sich von den Erstklässler nicht stören, ließen und sich angeregt unterhielten.

„Seid ihr echte Geister?", fragte ein kleines, dunkelhaariges Mädchen und unterbrach somit das Gespräch der Geister.

Sir Nicholas guckte sie erstaunt an, bis sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht stahl. „Schau gut hin!", befahl er ihr und schwebte so gleich durch die nächst beste Wand. Als Nicholas wieder auftauchte, wurden er und die restlichen Geister so gleich mit Fragen bombardiert.

„Wie heißt du eigentlich?", begann ein kleiner braun haarige Junge

„Sir Nicholas, aber auch der fast kopflose Nick, jedoch würde ich Sir Nicholas bevorzugen.", kam so gleich die Antwort.

„Wie bist du gestorben?", kam es kurz danach von der nächsten Person. Ich kannte den Jungen, der mir unterstellt hatte, ich wäre nicht mit dem Hogwarts Express angereist was ja im Grunde genommen auch stimmte.

Ich konnte „Strubbel Kopf" nicht leiden. (Und ja, ich denke mir noch ein besseren Spitznamen aus).

Genau die selbe Meinung wie ich über Strubbel Kopf hatte anscheinend auch ein rothaariges Mädchen, das direkt neben mir stand und bei Strubbel Kopfs frage nur genervt den Kopf schüttelte.

Eine strenge Stimme unterbrach alle im Raum geführten Gespräche: „Die Erstklässler begleiten mich jetzt bitte in die große Halle!"

smile or you have to explain || RumtreiberGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt