᯽ TᗩᗴᕼYᑌᑎᘜ ᯽
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itternd umklammerte ich die Schlüssel zur Yacht. Meine Finger waren kalt, klamm, und das Metall schnitt mir fast schmerzhaft in die Haut. Ich hatte mich hinter einem dicken Baum versteckt, weinend, aber stumm, nur das Zittern meines Körpers verriet meine Verzweiflung. Die Dunkelheit um mich herum war undurchdringlich, der Mond bot zwar ein wenig Licht, doch der überwucherte Dschungel schluckte fast alles davon.
Meine Beine waren übersät mit Schürfwunden, die brannten und pochten. Der Schmerz vermischte sich mit der aufsteigenden Kälte, die meine Kleidung durchdrang und sich an meinen Körper klammerte wie ein unbarmherziger Schatten. Ich presste meine freie Hand auf meinen Mund und schluchzte leise dagegen. Jede Bewegung, jeder Laut fühlte sich an, als würde er mich verraten. Ich war nun schon über eine halbe Stunde von Jungkook getrennt. Mein Herz raste. Wie ging es ihm? Warum war ich so dumm gewesen, mich von ihm zu trennen?
Ich spürte, wie sich die Angst wie eine eiserne Kralle um meine Brust legte. Sie wurde immer stärker, lähmender, und die Dunkelheit schien sie zu nähren. Ich wusste, ich musste zur Höhle gelangen. Dorthin, wo die Yacht war – mein einziger Ausweg. Aber wohin? Der Dschungel war ein Labyrinth aus Wurzeln, Schatten und unbekannten Geräuschen.
Schließlich zwang ich mich, aufzustehen. Meine Beine zitterten, und ich lauschte noch einmal angestrengt in die Nacht. Es war nichts zu hören außer dem Rascheln der Blätter im Wind und dem gelegentlichen Schrei eines Vogels. Mein Puls hämmerte in meinen Ohren, aber ich lief los – orientierungslos, jeder Schritt begleitet von knackenden Ästen unter meinen Schuhen. Jedes Knacken ließ mich zusammenzucken, ließ mich erstarren und lauschen, bevor ich mich erneut wagte, weiterzugehen.
Die Minuten zogen sich wie Stunden. Die Dunkelheit war bedrückend, und mein innerer Kompass war längst durcheinander. Doch dann – nach einer gefühlten Ewigkeit – lichteten sich die Bäume, und ich trat auf weichen Sand. Der Strand.
Mein Blick wanderte hektisch umher, und dann sah ich sie: Die Höhle. Im Inneren schimmerte die Yacht im blassen Mondlicht wie ein Versprechen auf Rettung. Mein Herz machte einen Sprung, doch die Hoffnung erstickte fast sofort, als ich sie bemerkte – Jugendliche. Eine Gruppe von acht, die ein loderndes Lagerfeuer direkt vor der Höhle errichtet hatten. Sie lachten, schrien und tanzten wie Verrückte um die Flammen.
Ich wich sofort zurück und presste mich an einen Baumstamm. Was sollte ich tun? Warten, bis sie verschwanden? Oder versuchen, durch das Wasser zur Yacht zu schwimmen? Aber was, wenn der Schlüssel und die Taschenlampe nicht wasserdicht waren? Der Gedanke daran ließ mein Herz schneller schlagen.
Ich war hin- und hergerissen, doch das Schicksal schien mir gnädig zu sein. Nach einer Weile fingen die Jugendlichen an, ihre Sachen zusammenzupacken. Sie lachten laut, einige stolperten betrunken. Hoffnung flammte in mir auf, aber ich wagte es nicht, mich zu rühren, solange sie noch da waren. Doch als ich einen vorsichtigen Schritt zurücktrat, passierte es.
Mein Fuß stieß gegen eine unsichtbare Wurzel, ich knickte um und verlor das Gleichgewicht. Ein scharfer Schmerz durchzuckte meinen Knöchel, und ich schrie auf, bevor ich auf die Knie fiel. Panik überrollte mich wie eine Welle. Mein Schrei hallte durch die Nacht. Ich hielt mir sofort den Mund zu, doch es war zu spät. Die Jugendlichen erstarrten und drehten sich in meine Richtung.
Mit weit aufgerissenen Augen presste ich mich flach auf den Boden. Sie konnten mich unmöglich sehen, sagte ich mir, es war zu dunkel. Aber dann hörte ich es. Schritte. Drei von ihnen kamen langsam auf mich zu. Mein Atem stockte, und ich spürte, wie heiße Tränen über meine Wangen liefen.
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...𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘵𝘩𝘦 𝘦𝘯𝘥, 𝘣𝘢𝘣𝘺 ᴷᴼᴼᴷᵛ ✅
Fiksyen PeminatTaehyung und Jungkook... Das schwule Pärchen wollte lediglich auf der Tropeninselgruppe Andamanen im Indischen Ozean Urlaub machen, doch durch den unerfahrenen Inselführer gelangten Sie auf eine Insel, die sie besser hätten nicht betreten sollen...
