᯽ ᒍᑌᑎᘜKOOK ᯽
=======❁=======
Bevor sie zu einem weiteren Schlag ausholen konnte, durchbrach ein dumpfes Geräusch die angespannte Stille. Wie in Zeitlupe sah ich, wie die Anführerin zur Seite schwankte und schließlich bewusstlos zu Boden fiel. Mein Atem stockte, während ich aufblickte - und dort stand Jackson, mit grimmiger Entschlossenheit in den Augen und der Waffe noch fest in der Hand.
Die Präsenz, die zuvor alles zu ersticken schien, war verschwunden, doch mein Herz raste weiter. Das Bild der Anführerin, wie sie wie ein Raubtier über mich gelacht hatte, war noch immer in meinen Gedanken eingebrannt. Jacksons Gesicht war angespannt, sein Griff an meinem Arm fest und fordernd, als er mich auf die Beine zog. "Zeit zu gehen, Captain.", sagte er mit seiner typischen Mischung aus Ernst und einem Hauch von Scherz. Doch seine Augen verrieten, dass auch er wusste, wie knapp es gerade gewesen war.
Ich stemmte mich hoch, stützte mich auf das Gewehr. Jeder Schritt fühlte sich an, als würden glühende Nadeln durch mein verletztes Bein schießen. "Verdammte Scheiße...", murmelte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen.
"Dramaqueen wie immer.", entgegnete Jackson mit einem schiefen Grinsen, doch seine Augen behielten wachsam die Umgebung im Blick. "Komm, Kook. Lass uns verschwinden, bevor hier noch mehr eskaliert."
Die Geräusche des Dschungels waren beinahe übermächtig - das Knacken von Ästen, das Summen von Insekten, meine eigenen keuchenden Atemzüge. Doch in der Ferne hörte ich das Geräusch des Hubschraubers, das einzige Zeichen von Rettung. Es war unser Leitstern in diesem Chaos.
Der Schmerz war ein unaufhörliches Pochen, ein dumpfer, alles durchdringender Takt, der mich an meine körperlichen Grenzen brachte. Mein Bein fühlte sich an, als stünde es in Flammen, das Blut sickerte warm und klebrig durch mein zerrissenes Hosenbein, hinterließ eine scharlachrote Spur auf dem Waldboden. Meine Brust schmerzte bei jedem Atemzug, das klebrige Gefühl von Blut, das über meine Bauchmuskeln lief, war unmöglich zu ignorieren. Doch all das war nichts im Vergleich zu dem Gedanken, der mich antrieb: Durchhalten. Für ihn. Für Taehyung.
Als wir die Baumgrenze durchbrachen, weiteten sich meine Augen. Der Strand lag vor uns, und der Hubschrauber war da – ein mächtiges, ohrenbetäubendes Symbol der Rettung. Die Rotorblätter wirbelten Sand, Blätter und kleine Zweige in alle Richtungen, doch in meinem Fokus gab es nur eines: Namjoon, der Taehyung in seinen Armen hielt. Er kämpfte darum, ihn in die Sicherheit des Hubschraubers zu bringen, während Taehyungs Körper wie eine Marionette wirkte, der die Fäden fehlten.
Blass. Zerbrechlich. Kaum bei Bewusstsein. Der Anblick meines Verlobten ließ mein Herz schmerzen. Ein Knoten der Verzweiflung zog sich in meiner Brust zusammen. Jeder Schritt, den ich machte, fühlte sich wie ein Marsch durch Treibsand an. Der Schmerz war allgegenwärtig, aber ich ignorierte ihn. Taehyung wartete auf mich. Er brauchte mich.
"Er wartet auf dich.", murmelte Jackson, als er mich stützte. Die Hitze der Abgase brannte auf meiner Haut, der Lärm des Hubschraubers dröhnte in meinen Ohren. Doch nichts davon zählte. Mein Blick war auf Taehyung fixiert.
Als wir Namjoon erreichten, zog ich Taehyung sofort in meine Arme, ungeachtet meiner eigenen Schmerzen. Seine schwachen Bewegungen und das leise Husten, das Blut aus seinem Mund trieb, schnürten mir die Kehle zu. Ich hielt ihn so fest, als könnte ich ihn allein mit meiner Umarmung zusammenhalten, als könnte ich ihn vor dem Sterben bewahren.
"Du bist so tapfer, Tae...", flüsterte ich, meine Stimme war heiser vor Erschöpfung. "Bitte, halt durch. Wir sind fast da."
Sein Kopf sank schwer auf meine Schulter, und seine Hand klammerte sich schwach an mein Hoodie. "Jungkook...", hauchte er, seine Stimme war brüchig, voller Schmerz und Angst. "Ich dachte... ich verliere dich..."
Meine Kehle zog sich zusammen, meine Brust schmerzte mehr vor Emotionen als vor der Wunde. "Nein, Tae. Ich bin hier. Du bist hier. Wir haben es geschafft. Wir sind frei." Meine Hand fuhr sanft über seinen Rücken, meine Berührung war zittrig, doch voller Verzweiflung, ihn zu beruhigen.
"Rein mit euch, Captain Jeon!", rief Jackson über das Tosen des Hubschraubers hinweg. Mit äußerster Vorsicht hob ich Taehyung auf, Jackson half mir, ihn und mich in die Kabine zu bringen. Der Lärm der Rotorblätter wurde zu einem dumpfen Hintergrundrauschen, mein ganzer Fokus war auf Taehyung gerichtet. Seine blasse Haut, sein schwacher Atem – er durfte mir jetzt nicht wegrutschen.
Ich setzte mich hin und zog ihn sofort wieder an mich. Namjoon reichte mir einen Verbandskasten, und meine Hände zitterten, als ich den improvisierten Verband um seine Bauchverletzung wickelte. Taehyung zuckte schwach vor Schmerz, doch er sagte nichts. Seine Kraft war längst aufgebraucht.
Der Hubschrauber hob ab, der Druck des Aufstiegs ließ uns alle kurz nach hinten sacken. Taehyung krümmte sich leicht, ein gequältes Stöhnen entwich seinen Lippen. Ich drückte ihn enger an mich, küsste seine Stirn und flüsterte: "Bleib wach, Tae. Denk an die Insel. Die weißen Strände. Die Palmen. Wir werden dorthin gehen, sobald du gesund bist."
Ein schwaches, kaum wahrnehmbares Lächeln huschte über seine Lippen. "Versprochen?", hauchte er.
"Ich schwöre es. Nur du und ich. Kein Chaos, keine Gefahr. Nur wir beide", sagte ich fest und hielt ihn noch enger. Seine zitternden Finger suchten meine, und ich schloss meine Hand um seine.
Die Welt unter uns wurde kleiner, verschwand in einem Wirrwarr aus Grün und Braun. Doch Taehyungs Atmung wurde schwächer, und ich konnte nicht aufhören, ihn anzusehen. Er darf nicht aufhören zu kämpfen.
"Taehyung, hörst du mich? Du bist stark. Du schaffst das. Wir haben es fast geschafft," flehte ich, meine Stimme war ein zerbrechliches Flüstern, das im Lärm des Hubschraubers fast verschwand. Meine Tränen brannten auf meiner Haut, liefen unaufhaltsam über mein Gesicht, doch ich schenkte ihnen keine Beachtung. Alles, was zählte, war, ihn wachzuhalten. "Bleib bei mir, Tae. Ich lasse dich nicht gehen."
Seine Augen, die nur noch halb geöffnet waren, suchten meinen Blick. Ein schwaches Nicken, kaum mehr als ein Zucken seines Kopfes, war seine Antwort. Doch plötzlich wurde sein Körper schwerer in meinen Armen, seine Lider senkten sich, und aus seinem Mund floss eine neue Welle Blut, dunkel und beängstigend. "Nein, nein, nein! Tae!", rief ich panisch, als ich ihn schüttelte. Seine Haut war so blass, fast durchsichtig, und seine Lippen färbten sich blau. Mein Herz raste, als ob es seinen Kampf um jeden einzelnen Schlag nachvollziehen wollte.
Doch ich merkte es – er verlor den Kampf. Er war dabei, zu gehen.
Mein eigener Schmerz holte mich plötzlich ein wie eine Lawine. Mein Bein fühlte sich taub an, und erst jetzt nahm ich die klebrige Wärme unter mir wahr. Das Blut, das in einer Lache um mich herumstand, war nicht nur seins – es war auch meins. Die Schwäche drückte mich wie eine eiserne Faust nieder. Mein Kopf begann zu schwimmen, und das Dröhnen des Hubschraubers wurde dumpfer, entfernte sich. Meine Arme zitterten, sie konnten Taehyung nicht länger halten. Er glitt mir aus den Händen, sein Kopf kippte nach hinten.
"Nein!", schrie ich, doch es war nur ein heiseres Keuchen. Alles verschwamm vor meinen Augen. Ich spürte eine Bewegung, Jacksons Hände, die nach Taehyung griffen, um ihn aufzufangen. Doch bevor ich reagieren konnte, traf mich etwas Hartes auf der Wange. Der stechende Schmerz ließ mich für einen Moment wieder klar sehen.
Jacksons Gesicht tauchte vor mir auf, angespannt, voller Panik. "Kook! Reiß dich zusammen, verdammt! Bleib wach!", rief er, seine Stimme schien aus weiter Ferne zu kommen. Doch mein Kopf sackte zur Seite, meine Lider wurden schwer, so schwer, als hätten sie tonnenschwere Gewichte.
"Taehyung...", hauchte ich, der Name verließ meine Lippen wie ein schwaches Gebet, bevor die Dunkelheit mich endgültig umschloss.
=======❁=======
Nach einer kurzen Schreibblockade hab ich es tatsächlich geschafft einen neuen OS in meinem Oneshot Buch zu schreiben und anschließend dieses Kapitel!!!😭🩷🤧
Und das obwohl ich krank bin!!!
DU LIEST GERADE
...𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘵𝘩𝘦 𝘦𝘯𝘥, 𝘣𝘢𝘣𝘺 ᴷᴼᴼᴷᵛ ✅
ФанфикшнTaehyung und Jungkook... Das schwule Pärchen wollte lediglich auf der Tropeninselgruppe Andamanen im Indischen Ozean Urlaub machen, doch durch den unerfahrenen Inselführer gelangten Sie auf eine Insel, die sie besser hätten nicht betreten sollen...
