᯽ ᒍᑌᑎᘜKOOK ᯽
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Je näher wir Taehyungs Elternhaus kamen, desto stärker drohten meine Gefühle mich zu übermannen. Mein Brustkorb fühlte sich an, als würde er unter einer unsichtbaren Last zusammenbrechen.
Als das Navigationssystem nur noch zehn Kilometer anzeigte, konnte ich es nicht mehr zurückhalten. Ein erstes, leises Schluchzen entkam mir, gefolgt von einem brennenden Kloß in meiner Kehle. Meine Finger umklammerten das Lenkrad fester, als könnte ich mich daran festhalten, um nicht völlig die Kontrolle zu verlieren. Doch es half nichts. Tränen schossen mir in die Augen, verschwammen die Lichter der Straße vor mir, bis sie nur noch ein verschwommener Schleier waren.
Hinter mir war es ebenso still wie erdrückend. Ich riskierte einen Blick in den Rückspiegel. Taehyung hatte sein Gesicht tief in die Decke gedrückt, seine Schultern bebten unaufhörlich. Er weinte. Leise, doch das Zittern seines Körpers sprach Bände.
Der Hof war fast in Sichtweite. Noch wenige Minuten, dann würde ich ihn absetzen. Dann würde ich ihn gehen lassen. Und mit ihm einen Teil von mir, den ich nie zurückbekommen würde.
Meine Finger klammerten sich um das Lenkrad, meine Atmung wurde flacher. Die Scheinwerfer tauchten den holprigen Schotterweg in ein flackerndes Licht, das im leichten Nebel verschwamm. Doch weiterfahren konnte ich nicht. Ich trat abrupt auf die Bremse, der Kies knirschte unter den Reifen, bevor Stille einkehrte.
Mein ganzer Körper bebte, als ich meine Stirn gegen das Lenkrad lehnte. Die Tränen, die ich so lange zurückgehalten hatte, brachen wie ein Sturm über mich herein. Meine Sicht war ohnehin zu verschwommen, um weiterzufahren, doch es war nicht nur das. Es war das unaufhaltsame Gefühl, dass ich mit jeder weiteren Sekunde näher an einen Abschied kam, den ich nicht überleben würde.
"Jungkookie..."
Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, sanft wie eine Feder, aber schwer vor Schmerz. Ich spürte, wie seine Hand zögernd auf meiner Schulter landete, leicht zitternd, als hätte er Angst, mich mit einer einzigen Berührung noch weiter zu zerbrechen.
Ich konnte nicht antworten. Ich konnte nicht einmal atmen. Stattdessen ließ ich mich zurück in den Sitz sinken, vergrub mein Gesicht in meinen Händen und weinte. Heiß, verzweifelt, hemmungslos. Mein Brustkorb zog sich so eng zusammen, dass ich das Gefühl hatte, zu ersticken.
Dann spürte ich Bewegung. Taehyung kletterte langsam auf den Vordersitz, seine Bewegungen waren vorsichtig, fast unsicher. Doch in dem Moment, in dem er mich erreichte, zog er mich fest in seine Arme.
Ohne nachzudenken, klammerte ich mich an ihn. Meine Finger gruben sich in das dünne Material seines Pullovers, mein Gesicht presste sich gegen seine Schulter. Ich sog seinen vertrauten Duft ein – eine Mischung aus frischem Regen, warmer Vanille und etwas, das unbestreitbar nach Zuhause roch.
Meine Atmung wurde immer schneller, meine Schluchzer unkontrollierter. Ich weinte so selten, dass ich nicht einmal wusste, wie ich mich beruhigen sollte. Jeder Atemzug fühlte sich an, als würde er meine Lungen zerreißen.
"Jungkookie... bitte hör auf zu weinen."
Seine Stimme war brüchig, kaum mehr als ein leises Flehen. Doch wie sollte ich aufhören, wenn es sich anfühlte, als würde mein Herz in meiner Brust zerreißen?
"Ich..." Meine Lippen zitterten, als ich gegen seinen schmalen Körper flüsterte. "Ich liebe dich so sehr..."
Taehyungs Griff um mich wurde fester, seine zittrige Atmung mischte sich mit meinem unkontrollierten Schluchzen. Für diesen einen, verzweifelten Moment hielten wir uns fest, als könnten wir die Zeit einfrieren, als könnten wir verhindern, dass der unausweichliche Abschied wirklich geschah.
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...𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘵𝘩𝘦 𝘦𝘯𝘥, 𝘣𝘢𝘣𝘺 ᴷᴼᴼᴷᵛ ✅
FanfictionTaehyung und Jungkook... Das schwule Pärchen wollte lediglich auf der Tropeninselgruppe Andamanen im Indischen Ozean Urlaub machen, doch durch den unerfahrenen Inselführer gelangten Sie auf eine Insel, die sie besser hätten nicht betreten sollen...
