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᯽ TᗩᗴᕼYᑌᑎᘜ ᯽

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"Tae?" Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, als würde er fürchten, dass ich jeden Moment verschwinden könnte. Als wäre ich nur ein Schatten aus seiner Erinnerung, der sich gleich in Luft auflösen würde.

Mein Herz raste. Ich wollte etwas sagen, aber meine Kehle war wie zugeschnürt. Also stand ich einfach nur da, unfähig, mich zu rühren. Ich strich mir nervös über mein weißes Shirt, ein unbewusster Versuch, mich zu sammeln.

Jungkook musterte mich eindringlich. Seine dunklen Augen suchten nach Antworten, nach einem Zeichen, dass das hier real war. Dass ich real war.

"Du… du hättest mir vielleicht Bescheid geben können.", murmelte er schließlich, sein Blick schweifte unsicher durch den Raum. "Dann hätte ich wenigstens das Haus noch geputzt."

Ein schwaches Lächeln huschte über meine Lippen. Sein trockener Humor war noch derselbe.

"Ich hab dir absichtlich nicht Bescheid gegeben.", gab ich leise zu und beobachtete, wie er sich verlegen am Hinterkopf kratzte. "Ich hätte mich sowieso nicht getraut… Ich habe dir schon zu lange nicht mehr geschrieben."

Jungkook sah mich skeptisch an. Für einen Moment schien er zu überlegen, dann seufzte er leise.

"Komm mit ins Wohnzimmer… wir sollten reden. Aber zuerst – wie geht es dir?" Seine Stimme war sanft, und ich spürte, wie mir die Anspannung ein wenig von den Schultern fiel.

Ein ehrliches Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. "Gut. Wirklich. Die Therapie hat mir geholfen… und die Landluft erst recht."

Ich folgte ihm ins Wohnzimmer, mein Blick wanderte über die vertrauten Möbel, die Bilder an den Wänden – nichts hatte sich verändert. Und doch fühlte sich alles anders an.

Jungkook blieb in der Mitte des Raumes stehen, als würde er noch einen Moment nachdenken. Dann, ohne eine weitere Sekunde zu zögern, trat er näher.

Ein warmes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus, als ich seine Nähe spürte. Ich legte meine Arme um seinen Nacken, ließ mich in seine Umarmung ziehen. Seine Arme umschlossen mich fest, als würde er mich nie wieder loslassen wollen. Ich vergrub mein Gesicht in seiner Brust, atmete seinen vertrauten Duft ein.

"Ich habe dich so unglaublich vermisst…" Meine Stimme war kaum mehr als ein Hauch, aber ich wusste, dass er es gehört hatte.

Sein Griff verstärkte sich. "Ich dich auch… verdammt, Tae. Ich habe jede einzelne Sekunde an dich gedacht."

Als ich aufsah, trafen mich seine dunklen, mit Tränen gefüllten Augen. Ein Stich durchfuhr mein Herz. Sanft hob ich meine Hände, strich mit den Daumen über seine Wangen.

"Ich wollte mich melden, aber ich durfte nicht.", flüsterte ich. "Mein Therapeut hat es mir verboten… und dir nach all den Monaten einfach zu schreiben, fühlte sich falsch an. Ich musste dich sehen."

In Jungkooks Gesicht spiegelte sich pure Erleichterung. All die Monate hatte er im Ungewissen gelebt. Doch jetzt waren wir hier – endlich.

Jungkook ließ mich nicht los. Sein Griff um meine Hüften blieb fest, als hätte er Angst, dass ich wieder verschwinden würde, wenn er mich auch nur eine Sekunde losließ.

"Verdammt, Tae…" Er schloss kurz die Augen, atmete tief durch. "Ich dachte, ich hätte dich für immer verloren."

Seine Worte trafen mich tief. Ich drückte ihn noch fester, spürte sein Herz wild gegen seine Brust schlagen.

...𝘵𝘪𝘭𝘭 𝘵𝘩𝘦 𝘦𝘯𝘥, 𝘣𝘢𝘣𝘺 ᴷᴼᴼᴷᵛ ✅Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt