Taehyung und Jungkook... Das schwule Pärchen wollte lediglich auf der Tropeninselgruppe Andamanen im Indischen Ozean Urlaub machen, doch durch den unerfahrenen Inselführer gelangten Sie auf eine Insel, die sie besser hätten nicht betreten sollen...
Diese starken, muskulösen Arme, die mich festhielten, spendeten mir nicht nur Wärme, sondern auch einen Trost, den ich in diesem Moment so verzweifelt brauchte. Es fühlte sich an, als könnte in diesem kurzen Augenblick nichts und niemand uns etwas anhaben. Ich schloss meine Augen, ließ die dunkle, feindselige Welt draußen und vergaß für einen Moment all das Grauen, das wir durchlebt hatten. In Jungkooks Nähe war ich sicher. Sein Herzschlag in meinem Ohr, stark und gleichmäßig, gab mir den Mut, weiterzumachen.
Doch dann brach ein leises Schluchzen aus mir hervor. Die Erleichterung, es bis hierher geschafft zu haben, mischte sich mit der Angst, die mich immer noch umklammerte. Was, wenn die Ureinwohner mich auf der Yacht erwischt hätten? Was, wenn ich nicht rechtzeitig zurückgekommen wäre? Ein Schauer lief mir über den Rücken bei dem Gedanken daran, was hätte passieren können.
"Baby, wir sollten keine Zeit verlieren.", unterbrach Jungkooks Stimme meine Gedanken. Sie war ruhig, aber ich hörte die drängende Ungeduld in seinem Ton. "Hast du das Handy?"
Ich nickte hastig und löste mich widerstrebend aus seiner Umarmung. Die Realität drängte sich wieder in mein Bewusstsein, und ich wusste, dass jeder Moment zählte. Ich zog den Rucksack von meinen Schultern, öffnete ihn mit zitternden Fingern und holte vorsichtig den Hoodie hervor, in den ich das Satellitentelefon eingewickelt hatte.
(Sieht btw so aus)
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Ein Moment der Panik durchfuhr mich, als mir das Telefon beinahe aus den Händen glitt, doch instinktiv schlossen sich meine Finger fester darum. "Vorsicht...", murmelte ich zu mir selbst und reichte es Jungkook. Seine Augen leuchteten auf, ein breites Lächeln breitete sich über sein Gesicht aus, als er das Telefon nahm.
Er schaltete es mit geübten Bewegungen ein, seine Finger glitten schnell über die Tasten, während er nach einer bestimmten Nummer suchte. "Das ist es.", murmelte er, fast zu sich selbst, und ich konnte die Hoffnung in seiner Stimme hören. Hoffnung – etwas, das ich so lange nicht mehr gefühlt hatte.
Während Jungkook das Telefon an sein Ohr hob, legte ich meine zitternden Hände um meinen zerschundenen Körper und ließ meinen Blick durch die Dunkelheit des Dorfes schweifen. Die Schatten, die von den wenigen glimmenden Fackeln geworfen wurden, schienen zu tanzen, wie Geister, die uns höhnisch auslachten. Die Angst kroch erneut wie ein kalter Hauch in meine Gedanken. Doch ich durfte nicht zulassen, dass sie mich lähmte. Wir waren so nah dran, endlich Hilfe zu holen. Es durfte jetzt nichts mehr schiefgehen.
Plötzlich spürte ich Jungkooks Arm, der sich um mich legte, als wollte er mich vor der Dunkelheit selbst beschützen. Er hielt das Telefon so, dass ich mithören konnte. Ich warf einen flüchtigen Blick zu Hyunbin, der sich wie ein zerbrochener Mann in einer Ecke zusammengekauert hatte, seine Hände über sein Gesicht gelegt, als würde er sich vor der Realität verstecken.
Ich wollte gerade zu ihm, um ihn aufzufordern, auch zuzuhören – vielleicht würde ihm die Stimme am anderen Ende Hoffnung geben – doch Jungkook zog mich sanft, aber bestimmt näher an sich heran und schüttelte leicht den Kopf. Seine dunklen Augen signalisierten mir: Bleib hier. Lass ihn. Wir müssen uns auf uns konzentrieren.
"Captain Jeon! Was verschafft mir die Ehre, dass Sie mich in Ihrem wohlverdienten Urlaub kontaktieren?" Die Stimme am anderen Ende der Leitung war ruhig, hatte einen leichten chinesischen Akzent. Doch in dem Moment, in dem ich sie hörte, liefen mir die Tränen über die Wangen. Hoffnung! Endlich!
"Jackson... die Lage ist ernst." Jungkooks Stimme bebte leicht, doch er hielt sich gefasst. "Ich und..." Er sah zu mir, seine Augen suchten kurz meinen Blick, bevor er weitersprach. "…mein Freund. Wir sind wegen einer Bootstour auf North Sentinel Island gestrandet. Anfangs waren wir neun Leute. Jetzt... sind wir nur noch drei."
Am anderen Ende der Leitung hörte ich, wie jemand hörbar einatmete. "Ach du Scheiße... wurden die anderen ermordet?" Jacksons Stimme klang angespannt, während im Hintergrund schnelle Schritte zu hören waren. Er rannte, da war ich mir sicher.
"Ermordet, ja. Und... an das Dorf verfüttert." Jungkooks Stimme brach fast, als er die Worte aussprach. Er schloss kurz die Augen, bevor er weitermachte. "Jackson, ihr müsst uns hier rausholen! Ich weiß nicht, wie lange wir das noch durchhalten können."
"Okay, Captain." Jacksons Tonfall wurde sofort entschlossener, fast militärisch. "Ich organisiere ein Team, um euch da rauszuholen. Das Satellitentelefon gibt uns eure genauen Koordinaten. Aber… es wird schätzungsweise bis morgen Mittag dauern. Denkt ihr, ihr könnt bis dahin durchhalten?"
Ich starrte Jungkook entsetzt an, mein Kopf schüttelte sich fast von selbst. Morgen Mittag? Wir hatten keine Zeit. Keine verdammte Zeit!
"Nein.", flüsterte Jungkook, seine Stimme schwer vor Verzweiflung. "Spätestens heute Abend sind wir tot."
Für einen Moment herrschte Stille auf der anderen Seite der Leitung. Das Knistern des Telefons war das Einzige, das diese gespenstische Ruhe durchbrach.
"Fuck.", hörten wir Jackson fluchen. Dann, nach einem Moment, sprach er schnell und entschlossen weiter: "Hört zu. Ich setze mich mit einer Militärbasis auf den Andamanen-Inseln in Verbindung. Drei Düsenjets von uns werden sich in den nächsten dreißig Minuten auf den Weg dorthin machen. Wir organisieren einen Helikopter, der euch direkt abholen wird."
Ein Schwall Erleichterung durchströmte mich, so plötzlich, dass ich fast in mich zusammenbrach. Meine Beine gaben nach, und ich vergrub mein Gesicht in Jungkooks Halsbeuge. Seine vertraute Wärme war wie ein Anker in diesem Sturm aus Angst und Verzweiflung.
"Der Plan ist gut, Jackson. Wirklich gut." Jungkook schloss die Augen, seine Stimme klang heiser, als er weitersprach. "Ich melde mich regelmäßig. Beeilt euch… bitte."
Er legte auf und hielt das Telefon noch einen Moment in seiner Hand, als wolle er sicherstellen, dass es wirklich funktioniert hatte. Dann drehte er sich zu mir und legte seine Stirn an meine. "Es wird gut, Baby. Sie kommen. Wir schaffen das."
Ich klammerte mich an seine Worte, an ihn – als wäre er mein einziger Rettungsanker.
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Yayyy~ nur ob alles läuft wie Jackson das so plante?🤔