7. Kapitel

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,,Was machst du denn eigentlich hier?'', fragte ich Kyle nach einigen Minuten der Stille und Überraschung über seine Erscheinung. Ich musste zugeben, dass ich im Moment wirklich glücklich darüber war, dass mich Kyle aus dem Regen holte und ich stattdessen in seinem warmen Auto zum College zurück gefahren wurde.

,,Na, ich dachte ich befreie dich aus dem starken Regen'', sagte er grinsend, doch als er zu mir sah und so mein 'glaubst du doch selber nicht'-Blick zu Gesicht bekam, brach er in einem leisen Lachen aus.

,,Also schön, du hast mich erwischt, ich wollte blos ne Freundin besuchen'', murmelte er immernoch ein wenig grinsend, wobei der zweiten Teil des Satzes nur noch ein leises Gemurmel war. Sofort wurde ich aufmerksamer und blickte ihn vielversprächend von der Seite aus ein. Da er jedoch seinen Blick auf die Strasse halten musste, schlielte er nur kurz zu mir rüber und grinste leicht.

,,Nur ne Freundin, ja?'', fragte ich ihn lachend, wobei er gerötete Wangen bekam. Ok, das war nicht mehr normal. Wäre es eine normale Freundin würde er doch nicht so reagieren, also musste da schon ein wenig mehr dahinter stecken. Seine Antwort wartete ich erst gar nicht ab, da ich wahrscheinlich nur eine Lüge zu hören bekam.

,,Kenn ich sie?'', fragte ich weiter aufgeregt.

,,Nun, ich denke du kennst von der ganzen Frauengeneration hier in Harvard oder dem ganzen Ort nur Jordan und deine Zimmergenossin, nicht? Also würde ich sagen nein, du kennst sie nicht'', erwiderte er nach kurzem zögern. Nun, ich fand der Gedanke daran, dass er eine Freundin haben könnte ziemlich süss, schliesslich waren die meisten Fussballer auf den College ziemlich frauenbegehrt und deshalb riesige Arschlöcher. Das bezieht sich jedoch nicht auf Damian, der hatte nähmlich, nachdem ich erfahren habe, eine Beziehung, die schon ziemlich lange am laufen war.

,,Woher willst du den wissen, dass es nicht meine Zimmergenossin ist? Vielleicht ist sie deine geheimnisvolle Freundin?'', fragte ich weiter mit einem hämmischen grinsen. Ich musste wohl wirklich komisch aussehen, den nachdem er mir einen weiteren kurzen Blick zuwarf lachte er kurz auf. Ich wusste doch selber, dass ich wie ein kleines, aufgeregtes Kind wirken musste, und das tat ich tatsächlich oft, wenn ich etwas wissen wollte.

,,Naja, diese geheimnisvolle Freundin ist nicht auf dem College, sie wohnt nur hier in der Nähe'' Er konzentrierte sich weiter auf die Strasse. Wir kamen schon in die Nähe der Universität, da mir diese Gegend bekannt vorkam.

,,Läuft denn da was?'', fragte ich weiter und versuchte ganz genau seine Reaktion zu erkennen, fals er mir keine Antwort geben würde, jedoch bekam ich diese nach einigen Sekunden: ,,Wenn du es genau wissen willst, was du anscheinend möchtest, dann würde ich dir diese Frage mal mit Ja beantworten. Vielleicht sogar mehr als du denkst...'' Und wie vorher bereits war sein letzter Satz nur noch leises Gemurmel, dass ich trotz des Radios und dem starken Regen hörte. Tatsächlich hätte ich nicht mit einer solch lockeren Antwort gerechnet, nachdem er sich erst ein wenig weigerte, und das sah ich ihm an, mit mir über sie zu sprechen.

,,Wirklich? dann erzähl doch mal und behalte es nicht so spannend'', drängelte ich und hüpfte wie ein kleines Mädchen auf meinem Sitz herum. Ich hatte selber keine Ahnung, warum mich das so brennend interessierte. Aber es war wohl einfach nur mein Charakter, der sofort alles wissen wollte, wenn er nur kleine, geheimnisvolle Bemerkungen bekam. Wieder lachte er kurz auf.

,,Wir haben uns manchmal getroffen, und das schon seit länger Zeit. Alle die davon was wissen sind alle aus unserer kleinen WG, wenn ich das mal so sagen kann. Naja, WG kann man das auch nicht unbedingt nennen, vielleicht-'', fing er an, doch ich viel ihm ungeduldig ins Wort: ,,-jetzt red doch nicht um den heissen Brei herum''.

,,Also, wie schon gesagt, trafen wir uns schon seit längerer Zeit. Anfangs ging alles langsam, doch mit der Zeit wurde es ... ernster, wenn ich das mal so sagen kann, und... Ohh, wir sind da!'', erzählte er anfangs und grinste zum Schluss. ,,Na los steig aus, ich will endlich bei ihr eintreffen, also husch!'', sagte er mit lauter Stimme und Lachen zwischendurch. Mürrisch stieg ich nach einigen Sekunden aus dem warmen Wagen aus und somit in den kühlen Regen. Die Temperatur war sicherlich angenehm, nur war der Regen das, was mich zum frieren brachte.

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