39. Kapitel

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Vorrab will ich sagen, dass ich in den Ferien bin, was der Grund dafür ist, dass ich nun schon länger nichts mehr veröffentlicht habe, aber das seit ihr ja schon gewohnt von mir. Trotzdem tut es mir schrecklich Leid!!

Im Auto herrschte Stille. Simon und Roxän schweigten sich gegenseitig an und Damian war anscheinend so müde, dass er eingeschlafen war. Irgendwann war mir das grausame Schweigen zu unangenehm, weshalb ich einfach darauf los redete. ,,Und? wie war euer Kuss?'' Roxän's Kopf schnellte zu Simon, der auf der Fahrerseite sass und grinste.

,,Welchen meinst du jetzt?'', fragte Simon nach einer Weile, und ich hörte Roxän verärgert seufzen. Da sie direkt vor mir sass, konnte ich nur ihre Kopfumrisse erkennen, mehr nicht. Mittlerweile war es bereits drei Uhr, aber zum Glück war morgen Wochenende. Für mich hiess es abrr trotzdem früh aufstehen. Morgen früh hatte ich Schicht im Kaffee. Dieser Gedanke lies mich kurz aufseufzen. ,,Ich rede von dem wilden auf der Tanzfläche.'' Ich grinste, weil mir Roxän einen bösen Blick nach hinten zuwarf. Ach wie sehr ich es doch liebte, andere zu nerven. Am meisten dann, wenn ich mein Leben nicht mehr im Griff hatte.

Simon zuckte mit den Schultern. ,,Da gab es einige... aber der beste war, der beim Hinterausgang.''

Roxän räusperte sich und sagte: ,,Von welchem redest du jetzt? den bevor die Security gekommen ist oder danach?'' Ich musste mir ernsthaft das lachen verkneifen. Es wunderte mich, dass sie so locker damit umgingen. Ich meine, ich machte mir riesige Sorgen darum und die beiden irgendwie... nicht. Im Nachhinein fragte ich mich, warum ich den so ein grosses Ding aus den Küssen gemacht hatte. Wenn Simon und Roxän so locker darüber dachten, sollte ich das doch auch können.

Es war ein richtiger Kuss, nicht Sex.

Zuhause angekommen legte ich mich sofort ins Bett, um dem ganzen Wirwar zu entkommen. Auch wenn ich mit einredete, dass es nichts spezielles auf sich hat, machte es mir mehr zu schaffen als ich es mir eigentlich eingestehen wollte.

Am nächsten Morgen musste ich mit Entsetzen feststellen, dass ich verschlafen hatte. Na ja, obwohl es erst 9 Uhr morgens ist, hatte ich um 10 Uhr meine Schicht im kleinen Kaffee. Schnell huschte ich aus meinem Zimmer den Gang entlang ins Badezimmer, das leider Gotteswillen verschlossen war.

Hämmernd schrie ich durch die Tür, woraus ich gedämpftes prasselndes Wasser heraus hörte: ,,Mach schon!! Ich muss arbeiten gehen!!'' Sekunden später wurde das Wasser abgestellt und die Tür wurde von einem müden, verwirrten, nassen, in Handtuch bekleideten Noah geöffnet. Da ich mir sowiso schon denken konnte, dass ich meinen Blick nicht von seinem Körper lassen konnte, schaute ich erst gar nicht hin, sondern stiess ihn zur Seite und schloss die Badezimmertür hinter mir, wobei ich einen völlig verdutzten Noah hinter mir lies.

Im dämpfenden Bad machte ich mich kurz frisch und sprang danach in den Schrottkarren. Roxän hatte Glück, dass sie heute keine Schicht hatte, denn ich konnte mir nur zu gut vorstellen, dass ihr Kopf genauso stark hämmerte wie meiner. Wahrscheinlich lachte sie mich in ihrem Kopf gerade aus, oder noch besser für mich, sie hatte es vergessen.

Wie auch immer. Pünktlich zur Arbeit erschienen, verliess ich das Geschäft ebenso pünktlich um 2 Uhr mit fröhlicher Laune. Bevor ich aber den Motor startete, bekam ich eine Nachricht von Lucy.

Ich hole dich um 4Uhr ab! ich zeige dir meine Bruchbude.

Ich antwortete mit einem allzu bekannten Ok! bevor ich entgültig den Motor anschaltete und meinen Nachhauseweg einschlug.

Während den quälenenden 15 Minuten Fahrt mit den Neighbourhoods spielend, überlegte ich mir, wie ich nun am besten vorgehen sollte. Zumal mit Noah, wie auch mit meinem wahrscheinlich aber hoffentlich nicht Drogenjunkie von Bruder. Vielleicht sollte ich mich mit Noah genauso verhalten wie vorher, schliesslich war es nichts weltbewegendes, obwohl es in meinem Kopf so schien. Was würden den die Anderen denken, wenn ich ihn plötzlich aus dem Nichts ignorieren würde? Ausserdem lebten wir im selben Haus, da wollte ich keine weiteren Probleme aufschnappen.

Heavenly dreamGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt