Kapitel 31

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Layla POV:


Ich blinzelte. Licht. Lampen. Ein durchdringendes, gleichmäßiges Piepen. War das... war ich im Krankenhaus? Oh ja, ich war im Krankenhaus! Hellwach schoss ich hoch, als meine Erinnerungen zurückkehrten. Als alle Erinnerungen zurückkamen. Es war fast zu viel für mich, wie eine Flutwelle an Informationen. Sie überrollte mich und, wäre sie physisch, hätte mich die Wucht aufs Bett zurück geschleudert.

Mein Kopf füllte sich mit Erinnerungen. Oh und was für welche! Familie. Zuhause. Bücher, die ich gelesen hatte. Serien, die ich vergötterte, Once Upon A Time! Storybrooke. B&B, Ruby. Aria. Rumpelstilzchen, Regina Mills, Henry, Emma. Claire.

Claire! Sie hatte mir meine Erinnerungen genommen. Und dann kam auch der Rest. Meine Zeit ohne Erinnerungen. Ich hatte Belle gesehen! Hatte ihr versprochen, sie zu befreien. Claire war gekommen... Dann war da eine Art... Bruch, oder sowas. Ich hatte mich an winzige Details erinnert, durch den Kristall.

Graham. Oh Gott, Graham war tot! Und ich hatte es nicht verhindern können. Meine Augen wurden feucht und eine Träne rann meine Wange herab. Jemand neben mir räusperte sich, und ich wischte mir schnell übers Gesicht. Neben dem Bett stand Claire. Sofort war ich aus dem Bett und soweit zurückgewichen, dass ich an der gegenüberliegenden Wand stand.

„Komm nicht näher. Ich werde schreien, das schwöre ich bei..." Arg, wieso ließ mich mein Hirn in so wichtigen Momenten einfach immer wieder im Stich? Claire seufzte und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett.

„Bleib ruhig, ich tu dir nichts. Ehrlich. Ich will nur reden. Bitte." Noch immer misstrauisch kam ich ein bisschen von der Wand weg. Dann strömten die letzten Erinnerungen in meinen Kopf zurück. Sie hatte gesagt, dass sie niemals wollte, dass jemand starb. Graham, das wollte sie auch nicht. Moment, wenn sie das wusste... Ich hatte nur gesagt, dass ich ihn retten wollte. Wie hatte sie dann daraus geschlossen, dass...? Oh, aber natürlich! Sie musste mit Henry gesprochen haben!

Aber wieso hatte Henry ihr alles erzählt? Das tat er nicht einfach so... Er musste ihr offensichtlich vertrauen. Also sollte ich wenigstens mal zuhören. Vorsichtig kam ich noch näher und setze mich auf das Bett. Claire sah verblüfft aus. „Du wirst mir wirklich zuhören? Einfach so?", fragte sie. Ich zuckte mit den Schultern.

„Deine urplötzliche Hilfe und was du gesagt hast. Du wusstest es nicht. Und dass du all das hier zu dir und mir zurückführen konntest, kann nur eins bedeuten. Du hast mit einem kleinen Jungen geredet. Henry." Ich sah Verständnis auf ihrem Gesicht. Jetzt wusste sie, wieso ich ihr... naja, noch nicht vertraute, aber wenigstens zuhörte. Und sie wollte anfangen, es mir zu erklären. „Ich habe...", doch dann brach sie ab.

„Kann ich dir vertrauen?" Ich schnaubte verächtlich. „Du mir? Was ist mit dir? Du hast mir und meiner Freundin das Gedächtnis geraubt. Woher soll ich wissen, dass ich dir vertrauen kann?" Claire überlegte, genau wie ich. Es war eine Zwickmühle. Dann kam mir eine gute Idee (meiner Meinung nach jedenfalls).

Ich kramte mein Taschenmesser aus meiner Tasche und klappte die Klinge auf. Damit fuhr ich mir schnell (damit ich nicht zögerte und es nicht versuchte) über die linke Handfläche. Ich biss vor Schmerz die Zähne zusammen. Schnell reichte ich das Messer Claire. Sie sah geschockt das Messer an, an dessen Klinge mein Blut klebte. Dann blickte sie auf meine Hand, auf der sich etwas Blut sammelte.

„Was zum Henker soll das?!", rief sie aus. Ich lächelte. „Blutschwur. Ich schwöre mit meinem Blut, dass du mir vertrauen kannst. Ich werde, soweit es mir möglich ist, helfen bei was auch immer du hier willst." Claire atmete hörbar ein. „Ist dir eigentlich bewusst, was du gerade getan hast?" Ihre Stimme war todernst. Aber mir war es bewusst.

My Trip to (Real) Storybrooke [ON HIATUS]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt