Am darauf folgenden Tag war ich komplett verkatert. Ich hatte Kopfweh, ein mulmiges Gefühl im Bauch und meine Wahrnehmung war wie in Watte eingepackt. Nur unter lautem Stöhnen schaffte ich es, mich in meinem Bett aufzusetzen, um dann benebelt an die gegenüberliegende Wand zu starren. Dann bemerkte ich, wie eine warme Hand auf meiner Taille lag, die nicht zu mir gehörte. Min Yoongi. Ich riss sofort panisch die Augen auf. Wieso in aller Welt-?
Vorsichtig drehte ich meinen Kopf und erkannte, dass er direkt hinter mir lag und sein ebenmäßiges Gesicht nur noch wenige Zentimeter von meinem entfernt war. Sein Atem kitzelte meine Wange und ein Schauer nach dem anderen jagte mir den Rücken hinunter. Wie kam es, dass wir aneinander gekuschelt zusammen in meinem Bett schliefen?
Es dauerte eine Weile bis ich mich erinnerte. Stimmt ja, ich hatte ihn darum gebeten. Zumindest bei mir zu schlafen. Was war danach geschehen? Alles war schwarz.
Ich schlug mit der flachen Hand gegen meine Stirn. Wie war ich überhaupt auf die Idee gekommen, ihn zu fragen? Was ist bloß gestern in mich gefahren? Meine Wangen färbten sich unweigerlich rot vor Scham. Ich war so ein Idiot.
Bedacht schob ich seine Hand von mir und schlüpfte ich aus dem Bett, in der Hoffnung ihn nicht zu wecken, suchte ein paar Kleidungsstücke zusammen und verschwand im Bad, um mich fertig zu machen. Doch daraus wurde nichts.
„Viktoria?" Yoongis tiefe Stimme ließ mich inne halten. Es war mehr ein Grummeln gewesen und es hatte irgendwie sexy geklungen. Gott... Gestern war eindeutig zu viel für mich gewesen.
„J-ja?", piepste ich und drehte mich mit einem roten Kopf um. Er war in meiner Decke eingewickelt und sein Haar hing ihm verstrubbelt ins Gesicht. „Wie spät ist es?" Ich stolperte zurück zu meinem Nachttisch, auf dem mein Handy lag und warf ein Blick auf den Bildschirm. Wie konnte er so tun, als wäre die Situation, die normalste auf der Welt? Innerlich war ich grade am Ausrasten vor Scham. „Halb sieben.", antwortete ich im Versuch möglichst fest und sicher zu klingen. „Du solltest auch langsam aufstehen."
Sofort zog sich Yoongi die Decke über den Kopf und ein tiefes, gedämpftes Brummen ertönte. „Yoongi, du musst aufstehen." „Jetzt soll ich plötzlich raus aus deinem Bett. Gestern hast du mich noch angebettelt bei dir zu schlafen." Ich konnte das Grinsen in seiner Stimme hören und trotzdem wurde mein Kopf nur noch röter, wenn das überhaupt ging. „I-ich hab nicht gebettelt! Und außerdem hättest du nein sagen können!"
Kurzerhand lief ich zu ihm, packte die Decke und riss sie von seinem Körper. „Steh jetzt auf!" Hätte ich es lieber nicht getan. Nur mit Jogginghose bekleidet lag er auf meiner Matratze und sah wütend zu mir auf. „Es ist kalt.", murrte er, während ich ihn bloß weiterhin anstarren konnte. Diese Muskeln....wow. „Mach den Mund zu, sonst kommen Fliegen rein.", spottete er und griff nach der Decke, die er mir ohne Gegenwehr abnehmen konnte. Ich war zu überrascht von seinem Anblick, von seiner Haut und von diesen Muskeln. Yoongi war verdammt heiß. Doch viel zu schnell deckte er sich wieder zu und vergrub sein Gesicht unter der Decke.
Ich brauchte einen Augenblick, um zu realisieren, was ich da grade gedacht hatte und schlug mir gegen die Stirn. Arbeit, Viktoria, Arbeit. Yoongi ist ein Idiot, zwar hast du mit ihm zusammen in einem Bett geschlafen, aber er ist und bleibt ein Idiot. Gedankenverloren betrachtete ich Yoongis friedliches Gesicht und biss mir auf die Lippe. Seine geschlossenen Augen, seine Lippen, die so weich aussahen und das dunkle Haar, das in seine Stirn hing. Yoongi ist ein Idiot...... oder?
Kopfschüttelnd verließ ich mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Durcheinander lehnte ich mich gegen die Wand und atmete tief durch. Die Situation in meinem Zimmer hatte mich den letzten Nerv geklaut.
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BTS - Personal Bodyguard
FanfictionDas Telefon klingelte. „Ein neuer Auftrag? Okay. Korea?Bighit? Mhm, Mhm. Bts? Was soll das sein ? Ja. Ja, okay. Wir verstehen. Wir vermitteln eine geeignete Person." - Und damit begann der ganze Spaß. Viktoria, eine deutsche Agentin wird von ihrer...
