Mit geröteten Wangen stieg ich aus dem Flugzeug aus. Ich war aufgeregt. Unendlich aufgeregt. Meine Hände zitterten, meine Haut fühlte sich schwitzig an, mein Magen rebellierte.
Endlich würde ich die Jungs Wiedersehen.
Es war inzwischen ein halbes Jahr vergangen, seitdem ich mich von den Sieben verabschiedet hatte. Ein halbes Jahr, in dem ich Zeit für mich hatte. In dem ich unablässig an Yoongi denken musste. An seine Stimme, an sein Lächeln, an all die schönen und schweren Momente, die wir zusammen verbracht hatten.
Mit pochendem Herzen und weichen Knien lief ich durch den Trubel zu der Gepäckausgabe. Ich konnte es kaum fassen, wieder hier zu sein, wo alles begonnen hatte und wo ich so viel lernen konnte. Und es schien fast als wäre seit unserem Abschied keine Minute vergangen.
Selbst als nach einer gefühlten Ewigkeit der Koffer kam, konnte ich nicht aufhören an das bevorstehende Wiedersehen zu denken. Ich war wahnsinnig nervös.
Der neue Manager, ein junger, geschäftlicher Mann, hatte nun die Verantwortung über die Jungs bekommen und inzwischen plante Bighit bereits eine neue Tour. Yoongi hatte mir alles über Skype erzählt.
Ständig hatten wir über uns über die Plattform in Verbindung gesetzt, Stundenlang telefoniert und gesimst. Es verging beinahe kein Tag an dem ich nichts von ihm gehört hatte und so wie es schien, ging es den Jungs wirklich gut. Die lang benötigte Ruhe von der Öffentlichkeit, der Presse und dem Druck schien ihnen mehr Energie und Inspiration als je zuvor zu schenken. Sie hatten sich seit Beginn ihrer Karriere keinerlei längere Auszeit gönnen können und so genossen sie es umso mehr. Trotz ihrer eigentlichen Pause, arbeiteten sie an Liedern und konzentrierten sich auf ihre Musik.
Natürlich wurde ein Comeback herzlichst ersehnt, doch stachelte die lange Wartezeit die Fans gleichzeitig an.
Es ging ihnen gut, sie hatten alles verarbeiten können, die Tatsachen akzeptiert und würden von nun an nach vorne blicken.
Und auch mir erging es ähnlich. Das Wissen um das Wohlergehen der Jungs hatte mir Hoffnung gegeben.
Ich verließ den überfüllten Flughafen Seouls mitsamt meines Gepäcks. Eine leichte Brise wehte mir mein offenes Haar ins Gesicht und ich strich beiläufig eine Strähne hinters Ohr. Ich festigte meinen Griff um den Koffer.
Heute war das Wetter angenehm. Ein wenig bewölkt, doch immerzu erkämpfte sich die Sonne ihren Platz zwischen den Wolken zurück und warf ihr Licht über die vertraute Großstadt. Die verschiedensten Menschen liefen teils hektisch, teils gemütlich umher, genossen die wärmenden Strahlen und setzten ihren Weg fort.
Ich begab mich meinerseits zu einem der Taxis, erklärte dem Fahrer mein Ziel und ließ mich auf einen der Ledersitze nieder.
Mein Blick glitt nach draußen. Auf die vorbeiziehenden, modernen Häuser und Geschäfte, auf die eilenden Menschenmassen. Im Hintergrund lief leise das Radio.
Es war ein Moment der Ruhe. Ein kurzer Moment, bevor mein neues Leben beginnen würde.
Denn auch in meiner Welt hatte es eine drastische Wendung gegeben, von der ich kaum erwarten konnte, sie den Jungs zu erzählen. Denn mein Aufenthalt würde nicht von kurzer Dauer sein.
Mein Onkel hatte durch seine neuen Kontakte eine Außenstelle SVKs in Seoul eröffnen lassen, in einer von Mister Clark's Immobilien. Auch Hilfsagent Steven wurde hierhin versetzt. Gemeinsam würden wir mit sechs weiteren Angestellten Aufträge in ganz Korea bearbeiten können.
Noch hatte ich die Nachricht Yoongi nicht erzählt. Ich musste es ihm persönlich sagen.
Was dann käme, wusste ich nicht. Aber auch ich wollte nach vorne blicken, das Vergangene ruhen lassen.
Und dennoch kam ich nicht drum herum mir Szenen auszumalen, wie die Jungs und vor allem Yoongi reagieren könnten. Würden sie sich freuen? Würde es ihnen egal sein oder bestände vielleicht sogar die Möglichkeit, dass sie dagegen wären?
Natürlich hoffte ich, dass sie genauso empfinden würden, wie ich es tat. Doch ganz sicher wollte ich mir nicht sein. Meine Angst über eine mögliche Entäuschung war einfach zu groß.
Wieder ein grübelnder Blick auf die überfüllten Straßen der Großstadt. Es brächte nichts, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Fest stand, dass ich auf ungewisse Zeit hier bleiben würde und es war gut, so wie es war. Und es würde gut werden, egal was kommen mag.
Nur noch geistesabwesend starrte ich aus dem Fenster des Taxis. Zu sehr war ich in meinen Gedanken versunken, zu groß war meine Nervosität.
Mir fiel wieder der Brief ein, den die Jungs kurz nach der Verhaftung des Managers bekommen hatten. Eine simple Zeile, ohne viele Worte, doch mit so viel Bedeutung.
„Es tut mir leid" hatte da gestanden. Die Schrift war krakelig und unsauber gewesen, aber das war egal. Nur die Schwere des Satzes hatte gezählt.
Und die Jungs hatten ihm verziehen. Vergessen konnten sie es jedoch nicht.
Ein kleines Seufzen verließ meine Lippen bei den Gedanken an meinen vergangenen Auftrag. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, dass ich zuletzt hier gewesen bin und doch spürte ich die Vertrautheit in dieser riesigen Stadt.
Der Wagen passierte bekannte Gebäude. Dann die Kreuzung, an der damals der Unfall geschehen war. Ich konnte bereits das Haus sehen, indem das Penthouse der Jungs lag. Es hatte sich kein bisschen verändert.
„Wir sind da.", kündigte der Fahrer an, sobald er am Stradsenrand Halt machte. Er streckte mir lächelnd die Hand entgegen und ich drückte ihm das Geld hin, verabschiedete mich und stieg mitsamt meines Gepäcks aus.
Ein wenig unbeholfen stand ich dar, während das Taxi davon fuhr. Mein Blick glitt die moderne Fassade hinauf und ich musste unweigerlich schlucken. Die Nervösität, die meinen Gedanken Platz gemacht hatte, kehrte mit einem erbarmungslosen Schlag zurück und drohte mich zu ersticken. Bald war es soweit.
Auf wackligen Beinen betrat ich das Gebäude, begrüßte die Sicherheitsleute mit einem kurzen Nicken und steuerte auf den Fahrstuhl zu.
Wieder das Zittern und die unkontrollierte Atmung. Die Zahlen auf der Anzeige des Fahrstuhls zeigten mir, dass ich bald an meinem Ziel angekommen wäre.
Wie würden die Jungs reagieren? Was würde mich in meinem neuen Leben erwarten? Ich hatte auf keine der unzähligen Fragen eine Antwort.
Dann stieg ich aus, lief den Flur entlang und befand mich direkt vor meinem Ziel.
Ein letztes Mal atmete ich tief ein und aus, bevor ich mit neuem Mut auf die Klingel drückte.
-Ende-
Okay, das ist wirklich das Ende.
Vielen lieben Dank, dass ihr es bis hierhin geschafft habt!
Eure Reads, Votes und Kommentare machen mich so unglaublich glücklich und ich bin euch wirklich dankbar, dass ihr meine Geschichte verfolgt habt. Ihr seid unglaublich!!!
Was Viktoria in ihrem neuen Leben passieren wird, werden wir wohl nie erfahren und bleibt jedem selbst überlassen ^^
Ich wollte sogar erst ein Bad End machen, aber dachte mir, da ist es besser genau hier einen Cut zu setzen.
Die Geschichte wird auch nochmal von Grund auf überarbeitet, die Hauptstory bleibt jedoch bestehen.
Genießt die Weihnachtszeit und lasst euch nicht stressen! Auch wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Eure Kathie
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BTS - Personal Bodyguard
FanfictionDas Telefon klingelte. „Ein neuer Auftrag? Okay. Korea?Bighit? Mhm, Mhm. Bts? Was soll das sein ? Ja. Ja, okay. Wir verstehen. Wir vermitteln eine geeignete Person." - Und damit begann der ganze Spaß. Viktoria, eine deutsche Agentin wird von ihrer...
