Am nächsten Morgen fühlte ich mich immer noch träge. Selbst eine ausgiebige Dusche, die ich dringend nötig hatte und zu der ich am vorigen Abend nicht mehr in der Lage war, half mir nicht dabei, munter zu werden. Und dass, obwohl ich mehr als 12 Stunden geschlafen haben musste.
Es war bereits Mittag als ich die Küche betrat. Jin schien der einzige zu sein, der bereits wach war. Summend tänzelte er vom Kühlschrank zum Herd und wieder zurück. Er schien das Kochen wirklich zu geniessen.
„Gut geschlafen?", erkundigte ich mich beim Älteren und musste bei dem vertrauten Anblick Lächeln. Ein wohliges Gefühl überkam mich bei dem schmackhaften Duft von gegartem Gemüse und gegrilltem Fleisch. Erst jetzt bemerkte ich, wie viel Hunger ich hatte.
„Oh, Guten Morgen, Viktoria." Jin wirbelte mit zwei Tomaten in der Hand zu mir herum und lächelte zufrieden. „Ja, habe ich und selbst?"
Ich ewiderte sein Lächeln, nickte leicht und ging zum Kaffeeautomaten, um für uns das Heißgetränk vorzubereiten. Kurz zögerte ich, wusste nicht, wie ich meine neuen Gedanken in Worte fassen sollte. „Es fühlt sich bloß alles so surreal an.", wagte ich zu sagen, während ich das Kaffepulver in den Filter löffelte. „Dass alles vorbei sein soll..." Ich seufzte und sah Jin zaghaft an, der mich aufmerksam musterte, während er das Gemüse im Topf umrührte.
Am vorherigen Tag war keine Zeit sich über alles Gefanken zu machen, doch jetzt schien mich die Realität nahezu zu erschlagen.
„Ich verstehe, was du meinst.", erklärte Jin schließlich und hielt kurz inne. „Ich kann es auch noch nicht ganz glauben. Vor allem, dass der Manager für alles Verantwortlich ist."
Seine Aussage ließ mich schlucken. Auch wenn der Fall gelöst war, gab es noch viel, was die Jungs in den nächsten Wochen zu verdauen hatten.
„Es tut mir leid.", murmelte ich. „Es muss schwer für euch sein, dass er dahinter gesteckt hatte. Und das mit Yoongi-" „Es ist schon okay.", unterbrach mich Jin zaghaft und schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln. „Hauptsache, du hast es geschafft, der Idiot wird eingebuchtet und alles ist vorbei. Wir werden damit umgehen können."
Wieder nickte ich. Seine Worte hörten sich viel versprechend an. Zuversichtlich. Und doch machte ich mir Sorgen darum, wie die Jungs damit umgehen würden. Denn schlussendlich hatte einer ihrer engsten Vertrauten ihnen das angetan.
„Doch das bedeutet auch, dass du bald zurück musst, nicht wahr?" Jins Stimme klang mit einem Mal betrübt, passte so gar nicht zu seinem aufheiternden Ausdruck.
„Mein Onkel wird bald nach Seoul kommen, wegen Selina.", erklärte ich ihm und unterdrückte die aufkeimende Traurigkeit bei dem Gedanken über den bevorstehenden Abschied. „Ich werde mit den beiden zusammen zurück fliegen, sobald die Untersuchungen der Polizei abgeschlossen sind. Mein Onkel wird hier noch ein paar Angelegenheiten zu regeln haben, aber ich muss zurück."
Die Bedeutung meiner eigenen Worte, wurde mir erst klar, nachdem ich sie laut ausgesprochen hatte. Die Jungs waren über die letzten Monate zu einer richtigen Familie für mich geworden und auch, wenn nicht immer alles einfach war, waren sie mir inzwischen unendlich wichtig. Ich wollte nicht daran denken, sie nicht mehr Wiedersehen zu können. Vor allem Yoongi nicht mehr sehen zu können.
„Hast du ihm schon gesagt, was du empfindest?" Jin schien meine Gedanken erraten zu haben. Mitleidig legte er seinen Kochlöffel nieder und schlang seinen Arm um meine Schulter, um mich näher an sich ran zu ziehen. Ich genoss seine wohltuende Nähe. Sie spendete Trost.
Doch ich wusste, dass dieses Gefühl nicht von Dauer war.
„Was bringt es, dass ich es ihm sage, wenn wir auf anderen Kontinenten leben?", flüsterte ich.
„Dann zieh doch einfach her und werd unsere neue Managerin."
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BTS - Personal Bodyguard
FanfictionDas Telefon klingelte. „Ein neuer Auftrag? Okay. Korea?Bighit? Mhm, Mhm. Bts? Was soll das sein ? Ja. Ja, okay. Wir verstehen. Wir vermitteln eine geeignete Person." - Und damit begann der ganze Spaß. Viktoria, eine deutsche Agentin wird von ihrer...
