Kapitel 37 - Viktoria steht auf Namjoon

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„Ich kann Namjoon nicht so einfach meine Gefühle gestehen!", beharrte Jin verzweifelt und verzog die vollen Lippen zu einem schmalen Strich. Ich seufzte erschöpft. Dann hörten wie eine fremde Stimme: „Jin, du hast Gefühle für Namjoon?"

Versteinert beobachteten wir, wie Jimin mit einem Schokoladen Keks um die Ecke kam und sich kauend zu uns gesellte. Er hatte fragend eine Augenbraue nach oben gezogen, nahm einen weiteren Bissen und wartete genüsslich auf eine Erwiderung des Älteren.

Doch dieser sah bloß abwechselnd zwischen mir und Jimin hin und her, hilflos und verzweifelt. Schließlich ließ er die Schultern fallen und schlug gegen meinen Arm. „Das ist alles deine Schuld, Viktoria!", maulte der Große. Erneut seufzte ich laut auf und schüttelte den Kopf. Jin war wirklich unverbesserlich. „Stell dich nicht so an. Es ist nur Jimin.", erwiderte ich leichthin, obwohl ich wusste, dass ihm das ganz und gar nicht gefiel. „Also stimmt es?", hakte Genannter nach und machte große Augen. „Du hast Gefühle für Namjoon?"

„Wer hat Gefühle für Namjoon?" Jungkooks Stimme ließ mich und Jin panisch herum wirbeln. Er hatte ebenfalls lautlos die Küche betreten und lehnte sich nun lässig gegen die Küchentheke. Nicht noch einer.... Erbost sah der Älteste zu Jimin, welcher den Blick grinsend erwiderte und weiterhin am Keks nagte.

„Hat Viktoria Gefühle für Namjoon?", wollte Jungkook wissen und kratzte sich verwirrt an der Stirn. Kurz wechselte ich einen Blick mit Jin, welcher mich erwartungsvoll ansah. Wollte er jetzt wirklich, dass ich das bestätigte? Entnervt stöhnte ich auf. „Ja, ich steh total auf Namjoon." Das klang nicht wirklich überzeugend.

Ein kleines „Oh" verließ die Lippen des Jüngsten. „Dann wünsche ich dir viel Glück." Schulterzuckend nahm er es hin, holte sich irgendein Snack aus dem Kühlschrank und verließ die Küche so unauffällig, wie er gekommen war.

„Wo waren wir stehen geblieben?", murmelte Jimin amüsiert, als wäre die Tatsache, dass Jungkook nun dachte, ich stände auf Namjoon komplett egal. „Du hast also Gefühle für Namjoon, Jin?" Jin zog die Augenbrauen zusammen. „Wollen wir das jetzt so oft wiederholen, dass er es auch zufällig noch mitbekommt?", fragte er bissig. Jimin nickte frech. „Wenn du das so willst."

Ein wütendes Schnauben verließ den Mund des Ältesten und mit einem lauten, dumpfen Geräusch pfefferte er den Lappen auf den Boden. „Mir reichts.", bemerkte er angepisst. „Und wehe du verrätst es jemanden, Kleiner!"

Mit langen, eiligen Schritten verließ er die Küche und ließ uns allein zurück.

Grinsend sah mich mein Gegenüber an und fuhr sich beiläufig durchs seidenweiche Haar. „Jin steht also auf Namjoon...", wiederholte er leise und mir schien es fast als wurden seine Mundwinkel noch breiter und sein Blick noch intensiver.

Langsam ging mir in Licht auf, worauf er hinaus wollte. „Das heißt er steht wohl auf Jungs.", schlussfolgerte er. „Und nicht auf deutsche Mädchen, die mit uns in einem Dorm wohnen."

Gedanklich schlug ich mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. Da war ja was...

„Jimin..", seufzte ich und lehnte mich gegen die Theke. „Fang nicht wieder damit an."

Doch statt auf mich zu hören, bewegte er sich grinsend auf mich zu. Ich stand eingefroren da. Und bevor ich reagieren konnte, hatte er bereits seine beiden Hände rechts und links von mir  auf die Ablage gelegt und verhinderte jegliche Fluchtmöglichkeiten.

„Jimin, es tut mir leid, aber was auch immer das hier wird..." „Ich weiß.", unterbrach er mich und sein Grinsen wich einem Lächeln. „Ich bin ja nicht blöd."

Er ließ von mir ab, ich entspannte mich, fühlte förmlich, wie mich die Erleichterung überkam.

„E-es tut mir leid, Jimin.", versuchte ich mein Bedauern Ausdruck zu verleihen, doch er winkte ab. „Ich hab dir doch schon damals im Park gesagt, dass es mein Fehler war und ich einfach zu viel in deine Aktionen hinein interpretiert habe und auch wenn ich nun weiß, du stehst nicht auf Jin, ist es okay für mich."

Vorsichtig hob ich meinen Blick und begann zaghaft seinen warmen Ausdruck zu erwidern. Ich wusste, auch wenn Jimin manchmal nervig und aufdringlich schien, er war ein toller Mensch.

„Und außerdem glaube ich,dass du bereits in jemand anderen verliebt bist.", fuhr er weiter fort und zwinkerte mir zu. Mein Mund klappte von alleine auf. Was zur Hölle dachte er?

„W-Wie jetzt?", fragte ich begriffsstutzig und fuhr mir durchs Haar. Doch Jimin lachte nur wissend. „Ist doch egal. Was anderes hat Vorrang."

Unsicher zog ich eine Augenbraue in die Höhe. „Und was soll das sein?"

Nun begann er wieder zu Grinsen.

„Operation Namjin."

BTS - Personal BodyguardGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt