Dreh der Gothicparty

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In dieser Woche ging es drunter und drüber. Es war die letzte Drehwoche und am Samstag war Sarahs Hochzeit. Ich war total im Stress mit dem Planen und Textlernen.

Montag Morgen musste ich erst einmal zum Frisör, während der Rest des Casts schon in einem großen Hotel in NY drehten.

Mir wurden die Haare schwarz gefärbt und ich hatte ziemlich Angst davor. Meine Naturhaarfarbe war ja rot und meine Haut war dementsprechend blass. Ich bezweifelte deshalb, dass es gut aussehen würde.

Eigentlich liebte ich es zum Friseur zu gehen und versuchte die Haarwäsche zu genießen.

Paul, ein Hairstylist vom Set, hatte auch einen eigenen Salon und war heute für mich zuständig. Er hatte genaue Anweisungen von den Stylisten bekommen und mischte die Farbe schon zusammen.

Zum Glück mussten meine Haare dafür nicht geschnitten werden, denn ich liebte lange Haare an mir und wollte sie wachsen lassen.

"Tadaaaa!", rief Paul und drehte meinen Stuhl einmal. Ich fuhr mit den Finger durch meine Haare und sah mich staunend im Spiegel an.

"Ach du meine Güte... ", murmelte ich grinsend. "Die Leute werden mich für eine Goth halten. Und der Ansatz später!"

Ich geriet etwas in Panik. Was sollte ich denn mit dem Ansatz machen?! Ich wollte die Haare definitiv nicht auf Dauer so lassen.

"Mach dir da mal keine so großen Sorgen. Wir haben nur getönt und wenn die Farbe dann etwas ausgeblichen ist, können wir versuchen mit einem Rot drüber zu färben", versuchte Paul mich zu beruhigen und sah dabei sein Werk ziemlich begeistert an.

Es war wirklich ein schönes Schwarz, aber es stand mir einfach ganz und gar nicht. Nichts zu machen, aber ich würde wohl darüber hinwegkommen und müsste an Spiegeln vorbei laufen.

"Wie gefällts dir denn?", fragte er mich noch.

Ich legte den Kopf schief und meinte:"Nichts gegen deine Arbeit, aber für mich ist das echt nichts. Naja, dann vertrau ich dir mal, dass die Farbe ohne weiteres raus geht..."

Paul lachte nur und verabschiedete sich von mir.

Ich ließ meine Haare offen und ging raus ins sommerliche New York. Als ich an einem Schaufenster entlang ging und ich mein Spiegelbild sah, erschreckte ich mir erst mal. Wirklich ungewohnt.

Dann setze ich mich auf Kosten der Produktion in ein Taxi und fuhr zum Hotel, in dem der 600. Geburtstag meiner Rolle gefeiert werden würde.

Ich beeilte mich Elly zu begrüßen, die mich dann zum Set führte. Wie gesagt, ich hatte eine äußerst schlechte Orientierung. Und so ein Hotel ist ziemlich groß.

Am Set wurde gerade nicht gedreht, sondern noch aufgebaut. Außerdem waren eine Gruppe Stühle aufgestellt, auf denen der anwesende Cast gegenüber von einem Kamerateam und einer Interviewerin saßen.

"Lucy!", rief Mike mir winkend zu und ich winkte zurück, während ich neugierig auf ihn zu ging.

Ein Mann, den ich vorher nicht entdeckt hatte, stand hinter dem Kamerateam auf und reichte mir seine Hand.

"Hallo, ich bin Maximilian Peters. Ich bin ein Produktionsleiter von taff. Du bist doch Lucy Mercer aus Deutschland?", fragte er mich höflich lächelnd. Auf deutsch.

Ich nickte. Taff war eine deutsche Klatschsendung, die täglich nachmittags lief. Mehr oder weniger bekannt. Aber viele junge Leute sahen es sich ab und zu an.

"Ich wusste gar nicht, dass sie heute kommen würden.", erwiderte ich und fügte im Kopf hinzu: Oder überhaupt.

Der Produktionsleiter wies mir einen Platz neben Melissa und vor Dylan zu und ich begrüßte die beiden erst mal, die mich ziemlich geschockt wegen der Haarfarbe ansahen.

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