Kapitel 26 - *Special*

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"Was meinte er mit holen?" fragte ich. Inzwischen saßen wir schon im Impala. Der tote Körper im Kofferraum. Wir fuhren gerade auf einer Straße vollkommen im nirgendwo und der Himmel leuchtete orange. "Halte mal an, Dean!" forderte ich ihn auf. "Wieso?" - "Mach einfach!" - "Musst du auf die Toilette?" - "Was? Nein! Jetzt halt schon an!"

Dean fuhr den Wagen an den Rand der Straße. Ich stieg aus und öffnete den Kofferraum. Sofort wurde er wieder zu geschlagen. Von niemand anderem als Dean Winchester. "Was soll das?" fragte er mich. "Was sollte das?! Du hättest meine Finger einklemmen können!" - "Ist aber nicht passiert. Jetzt sag schon was das soll!" Sam und Bobby sind auch schon ausgestiegen und standen nun neben mir.

"Ich will ihn beerdigen." Ich wurde immer leiser als ich das sagte. "Wieso?" - "Weil es ein unschuldiger Mann war und heute Weihnachten ist!"

"Na und? Weihnachten ist ein Tag wie jeder andere." - "Machst du Witze?" Nein er machte keine Witze. Diesmal nicht. "Wollt ihr nichts dazu sagen?" Ich drehte mich zu Sam und Bobby. Sie schüttelten den Kopf. "Was seid ihr denn für welche!" Ich öffnete erneut den Kofferraum. Doch Dean schlug ihn wieder zu. Ich konnte gerade noch meine Finger wegziehen. "Hey! Lass das. Du könntest mich wirklich noch verletzen!"

"Kommt. Wir fahren weiter." Dean öffente schon die Autotür. "Nein! Zuerst begrabe ich diesen Mann hier!" Dabei zeigte ich auf den Kofferraum mit der eingewickelte Leiche. "Dean! Lass sie doch! Wir hätten ihn sowieso begraben!" Sam schien mir wirklich zu helfen Dean zu überzeugen. Nach einigen sehr langen Sekunden des Schweigens gab Dean endlich nach. "Na gut! Beeilt euch aber! Es wird schon hell."

Wir benötigten ca. eine Stunde, um ein Loch zu graben, die Leiche herein zu schmeißen und das Loch wieder zu zumachen. Ich wählte einen Platz, der nahe an einem Wald grenzte und  weit genug von der Straße weg ist. "Bist du jetzt zufrieden?" Dean war sichtlich genervt. Ich nickte mit einem Lächeln im Gesicht.

Wir entschieden uns sofort von dieser Stadt wegzugehen. Also fuhren wir zum Motel, in dem wir schon viel zu lange unsere Zeit verbrachten, packten unsere Sachen, bezahlten und fuhren weiter.

Ich alleine in meinem Käfer. Mein Radio gab keinen Ton mehr von sich und mein Handy bzw. IPod hatte kein Akku mehr. Totale Stille. Ich hörte nur den Motor des Autos. Nichts weiter. Die Weihnachtliche Stille dachte ich mir mit einem Lächeln im Gesicht.

Nach ungefähr einer Stunde Fahrt hielt der Impala vor mir an einer kleinen Tankstelle an. Nicht um zu tanken, sondern um anzuhalten. Ich stieg aus dem Wagen und lief zu Bobby, der auch gerade mit den Brüdern ausstieg. "Wieso halten wir an?" - "Weil wir Hunger haben." Sam und Bobby sahen Dean an. "Na guuut. Ich habe Hunger." Ich lachte. "Okay. Also ich bin müde und denke, dass wir uns ein Motel suchen sollten und uns ein bisschen ausruhen könnten." schlug ich vor. "Gute Idee. Ein Motel ist gleich in der Nähe. Du musst nur die Straße weiter gerade aus fahren." Bobby schien sich hier bestens auszukennen. "Also dann fahr ich schon mal voraus und buch ein Zimmer, okay?" Sam nickte und lief hinter Dean zu dem Tankstellenhäuschen. Bobby dagegen stieg wieder in den Impala.

Nur 15 Minuten sind vergangen. Ich bin schon im Motelzimmer und richte alles her. Was ich mache? Diese Frage stellt ihr euch bestimmt, nicht? Naja das was ich mache ist eine Überraschung für die drei faulen Menschen, die wahrscheinlich noch nie ein richtiges Weihnachten gefeiert haben.

Da ich kein Geld hatte und ich nicht glaubte, dass auch nur irgendjemand am 24. Dezember noch Bäume verkauft, habe ich einen einfach gestohlen. Ziemlich komplizierte Sache einen Baum zu stehlen, aber ich habs geschafft. Kugeln hatte ich nicht, deswegen habe ich einfach irgendwelche Anhänger, die ich so fand an den Baum gehängt. Lichter waren schon am Baum. Mit meinen einem Dollar konnte ich gerade so Pie kaufen.

Dass ich noch Kreditkarten hatte, ist mir erst später aufgefallen. In diesem Moment fuhr der Impala auf den Parkplatz. Ich ging nach draußen und sagte ihnen, dass ich schnell weg bin.

Ich war nicht lange unterwegs, um noch einen Salat, ein paar Burger, Bier und Wasser zu kaufen. Geschenke kaufte ich auch. Es war eigentlich nichts besonderes, sondern nur ein hübsches Taschenmesser für Sam, ein paar Magazine für Dean (wenn ihr versteht was ich meine) und für Bobby einen Flachmann, auf dem eine Baseballkappe gedruckt war.

Ich verpackte alles in Zeitungspapier und legte mich dann schlafen.

Als ich dann aufwachte war es schon 16:43 Uhr. Wow! So lange hab ich lange nicht mehr geschlafen! Ich stand auf, richtete meinen Pferdeschwanz und zog mir einen dicken Pullover über mein T-Shirt. Dann zog ich mir meine Schuhe an und lief nach draußen zu der Kasse des Motels. "Hallo. Ich wollte fragen in welchem Zimmer die drei Männer sind, die vor ein paar Stunden gekommen sind." -  "Zimmer 12." Ich nickte, bedankte mich und machte mich weiter auf den Weg zu Zimmer 12.

Dort klopfte ich an die Tür, die sich dann auch öffnete. "Hi! Zieht eure Jacken an und kommt mit!" Ich war so aufgeregt, dass ich ihre Gesichter gar nicht bemerkte. Ihre besorgten Blicke, die ich schon kannte. Ich wollte sie auch gar nicht bemerken. Aus diesem Grund fragte ich auch nicht was los ist. Ich wollte es nicht wissen. Noch nicht.

"Na kommt schon! Beeilung! Wirds bald?!" Ich schiss den Drein jeweils ihre Jacke zu. Als die dann ihre Jacken an hatten griff ich Sams und Deans Arm und zog sie nach draußen. Bobby kam dann auch hinterher gelaufen.

Vor der Tür meines Zimmers blieb ich stehen. "Denkt jetzt bitte nicht, dass ich verrückt bin, okay?" Die Drei nickten. Ich schloss die Tür auf. "Fröhliche Weihnachten Leute!" rief ich als ich sie aufstoß. Alles leuchtete und blinkte. Sogar die Augen von Sam, Dean und Bobby.

Eine Stunde später saßen wir vor dem Ferseher und aßen die Burger. Alle bis auf Sam, der seinen Salat aß. Ich trank mein Wasser und die Jungs ihr Bier. Im Ferseher lief gerade Kevin - Allein Zuhaus.

Als der Film sein Ende fand, sagte ich "Das hätte ich fast vergessen!" Ich hob das Kissen auf dem Bett hoch und nahm die in Zeitungspapier eingewickelten Geschenke in die Hand. "Für dich und dich und dich!" Ich lächelte. Ich war überglücklich als ich die strahlenden Gesichter der Drei sah. "Das wäre nicht nötig gewesen. Aber Danke Ava." Alle drei umarmten mich. Sie hatten keine Geschenke für mich, aber das michte mir nichts aus. Diese Gesichter waren alleine schon ein tolles Geschenk.

Danach unterhielten wir uns hauptsächlich. Nicht über Monster oder so etwas, sondern wir erzählten uns lustige Geschichten, die wir erlebt haben. Wir dachten nicht über solche schrecklichen Dinge nach. Wir lebten ein normales Leben. Wir feierten ein ganz gewöhliches Weihnachten. Wie eine Familie.

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Hey!

Ich hoffe euch hat das gefallen :) Ich wünsche euch allen einwunderschönes Weihnachten und ein gutes neues Jahr :*

LY grumpycaswings :*

Supernatural DiaryWo Geschichten leben. Entdecke jetzt