Als Harry am nächsten Morgen aufwachte, war er alleine im Zimmer. Erstreckte sich und stand auf. Er ging zu dem Sessel und wollte sein Hoodie holen, doch sah, dass er sich nicht mehr dort befand.Verschlafen, wie er war, zuckte er bloß mit den Achseln und fragte sich, wo er ihn wohl sonst hingelegt haben könnte. Er nahm sich einfach einen anderen aus dem Schrank und ging ins Bad, um sich das Gesicht zu waschen. Anziehen könne er sich nach dem Frühstück, seine alte Pyjamahose sollte bis dahin genügen. Langsam und schlaftrunken taumelte er die Treppe herunter. Wieder hörte er ein leises Klavierspiel und musste lächeln. Er müsse wohl ein Umweg ins Wohnzimmer machen, dachte er. Als er den Raum betrat, stöhnte er auf, „Du mieser Dieb." Er lachte. Draco unterbrach sein Spiel und schaute auf, „Auch dir einen wunderschönen guten Morgen." Er trug den Pulli von Harry und eine schwarze Jogginghose. Auch seine Haare entsprachen nicht dem, was Harry gewöhnt war. Sie waren strubbelig, doch Harry fand, dass es ihn jünger aussehen ließ. Die Sonne fiel durch die großen Fenster des Herrenhauses und erst jetzt fiel Harry auf, dass Draco bereits aufgeräumt und staubgewischt hatte. „Wann hast du das denn alles gemacht?" fragte er verwundert. Draco lächelte, „Mit Magie geht alles ein wenig schneller. Hunger?" Harry nickte. „Es ist alles in der Küche fertig." „Du bist verrückt." Harry wandte sich ab und wollte in die Küche gehen, als Draco ihn zurückrief, „Aber das kostet." Er stand auf und ging auf Harry zu. Dieser verstand sofort und küsste ihn. Dann gingen sie zusammen frühstücken. „Der Plan für heute. Geschenke kaufen. Morgen ist schon Heiligabend und übermorgen gehen wir zu den Weasleys. Auch Deko und einen Baum brauchen wir noch. Das alte Zeug aus meiner Kindheit hab ich vielleicht heute morgen verbrannt." Harry schaute ihn erschrocken an, „Draco?!" Doch dieser zuckte nur mit den Schultern, „Erstens tat es gut, weil diese Deko immer dabei war, wenn etwas schlimmes passiert ist und zweitens, war sie hässlich. Wir müssen das Haus nicht mit alten Artefakten schmücken." Harry nickte verständnisvoll, als Draco fortfuhr, „Jedenfalls würde ich vorschlagen, wie reisen mit dem Flohpulver nach London und kaufen dort ein. Ich meine, die Winkelgasse bietet viele Möglichkeiten und Muggellondon noch mehr. Ich müsste dann direkt nochmal bei Gringotts gucken, wie viel ich jetzt geerbt habe. Also die genaue Zahl." Harry unterbrach ihn in seinem Monolog, „Klingt gut. Ich denke, wir sollten gleich direkt los. Es wird voll werden. Ich spül auch heute ab." Draco stimmte dem zu. Sie aßen auf und Draco machte sich fertig. Als Harry dann auch bereit war, reisten sie zusammen in die Winkelgasse. Draco steuerte direkt auf das große Gebäude der Gringotts Bank zu. Harry nutze die Gelegenheit, nach einem Geschenk für Draco zu suchen. Er schlenderte so durch die Gasse, die nach dem Krieg wieder stark belebt war. Viele Geschäfte hatten neu eröffnet. Völlig Gedankenversunken überlegte Harry, was das beste Geschenk wäre, als er seinen Namen hörte. Er drehte sich um und schaute direkt in die großen Augen von Luna Lovegood. „Hallo Harry, was machst du hier?"„Weihnachtsgeschenke kaufen. Draco ist gerade noch etwas klären. Also schaue ich mal, was ich ihm besorgen könnte. Und du?" Sie lächelte, „Selber Grund. Ich habe auch schon etwas für dich und Draco. Sag mal, was hälst du von der Idee?" Sie flüsterte Harry ihr Geschenk ins Ohr. Als Harry die Idee hörte, wurde ihm ganz warm ums Herz, „Das ist perfekt Luna." „Wirklich?" fragte sie unsicher, doch Harry nickte so heftig, dass er keinen Zweifel offenließ. „Gut, dann bis übermorgen." Sie verabschiedeten sich und Harry ging weit, bis ihm ein Gedankenblitz kam. Als er zu dem Treffpunkt kam, den Draco und er ausgemacht hatten, wartete Draco bereits mit einem vollen Beutel. „Blumen?" fragte Harry erstaunt. Draco nickte, „Ja, für das Haus und eine ganz besondere Idee für Luna. Tut mir leid, aber ich hab einfach mal für dich mitentschieden." Zusammen gingen sie weiter und kauften viele Sachen. Für Hermine und Percy kauften sie ein neues Buch, für Ron ein neues Schachspiel, für Ginny ein neues Quidditch-Trickot, für Molly Weasley ein Muggelkochbuch und Athur Weasley eine Gummiente(was Harry äußerst amüsant und Draco ziemlich lächerlich fand).George, Bill, Angelina und Fleur bekamen jeweils Tickets für einQuidditchspiel. Danach kauften sie noch eine Menge Kerzen und Lichterketten. Zudem viele regenbogen-farbende Weihnachtskugel. Mit vollen Tüten erreichten sie wieder Malfoy Manor. Harry verpackte die Geschenke, während Draco die Zimmer schmückte. Dann dämmerte es langsam. Plötzlich kam Draco in die Küche gerannte, wo Harry Schwierigkeiten hatte, sein Geschenk für ihn zu verstecken. „Wir haben nichts zum Essen gekauft, weder für heute, noch für morgen.Ich geh schnell wieder los." So schnell wie er gekommen war, war er auch wieder weg. Nach einer Stunde, Harry hatte alles fertig gemacht,kam Draco mit vollen Tüten wieder. Er verschwand direkt in die Küche. Harry folgte ihm, „Was kochen wir?" Draco drehte sich zu ihm um, „Wünsche? Ich hab so einiges gekauft. Wir werden die nächsten Tage wohl nicht verhungern."
Sie lagen zusammen im Bett. Es war spät und Harry war bereits im Halbschlaf, als Draco sich aufsetzte. „Alles gut?" Doch anstattzu antworten, nickte Draco nur. „Du lügst." sagte Harry schläfrig. Draco atmete tief durch, ehe er antwortete, „Ich muss nur nachdenken." Harry bemerkte, dass seine Stimme zitterte, obwohl er sich krampfhaft zu kontrollieren versuchte. Doch Draco legte sich wieder hin. Er wollte nicht, dass Harry sich sorgte. Dieser drückte ihm ein Kuss auf die Stirn und schlief ein.
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Lest we all die unbloomed
FanfictionTeil 2 von "Dunkle Schatten werden uns finden" Harry und Draco wiederholen ihr siebtes Schuljahr. Doch der Krieg hat sie alle verändert und nichts ist mehr so, wie es damals war. (Auch hier kommen wieder negative Gefühle, Selbstmord, -Verletzung, v...