Kapitel 10

173 14 5
                                        

Ich sah wie die Wächter den Wald verließen. Im Licht der Fackeln sahen ihre Schatten aus wie riesige Kreaturen die kleinen Kindern eine heiden Angst einjagen konnten. Mir war klar das sie die Spuren gefunden hatten und ich hielt den Atem an als einer der beiden etwas zu nah an mir vorbeiging. Mein Versteck war nicht sehr ausgeklügelt, dass musste ich zugeben. Ich stand gepresst an den schmalsten der vorderen Bäume und versuchte mich in den tiefen Schatten zu verbergen. Ihre Stimmen hallten durch die Dunkelheit , aber ich konnte keine ganzen Sätze aufschnappen."Sofort...lden....dringend."

"Kind....öten..."

"Fuck!!"Diesen Schrei konnte ich aber ohne Probleme verstehen. Für einen Moment fuhr ich zusammen. Meine Füße scharrten im trockenem Laub ich versuchte krampfhaft die Wortfetzen zusammen zu fügen, aber es gelang mir nicht. Vielleicht lag es auch an meiner Nervosität. Als die zwei Wachen endlich verschwunden waren rannte ich völlig verwirrt nachhause. Zu meinem Glück bemerkte niemand wie ich durch das Küchenfenster stieg und die knarzende Treppe erklomm. Endlich in meinem Zimmer angekommen , ließ ich mich erleichtert auf meinem Bett zusammensinken und schlief direkt ein

Ich rannte durch den nachtdunklen Wald. Meine gellenden Schreie zerrissen die Nacht. Ich keuchte und blieb schwer atmend und gestützt an einem Baum stehen.Um mich herum bewegten sich mehrere Kreaturen im Schatten. Sie kamen aus allen Ecken des Waldes, kreisten mich ein. Schwarzer Nebel entwich aus ihren Kutten. Ich versuchte angestrengt das Gesicht der fremden zu erkennen, vergebens. Ich hörte das Pochen meines Herzens wie aus Lautsprechern dröhnen und hielt mir beide Hände über die Ohren. Von überall verfolgten mich Augenpaare, die immer wider wild hin und her glitten. Ich schrie aus vollem Hals, die Kreaturen waren mir schon bedrohlich nahe gekommen. Meine Augen rollten und ich sah immer wieder ein Bild in meinem Kopf aufflackern. Die Person die mir am nächsten war hatte eine tiefschwarze Kutten an und ich konnte im Nebel kaum etwas erkennen, aber sie kam mir dennoch bekannt vor. Ich war mir nicht ganz sicher woran es lag , aber dann sah ich es; Ihre Haltung! Sie alle hatten die selbe Haltung und für einen kurzen Moment hörte ich auf zu atmen. Dann überschlugen sich meine Pupillen und ich sah nur noch die Konturen eines riesigen Drachens der mich aus der keifenden Menge riss.

Tut mir leid , dass Kapitel ist etwas kürzer geworden aber ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen.:))
Würde mich über Kommis freuen...

DrachenmädchenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt