Kapitel 27

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Ich wurde um die Ecke gezogen. Das Licht der Fackeln verlor sich in den vielen Gängen. Im Augenwinkel sah ich Ambrosius , der  immer schneller lief. Und dann sah ich es , die andere Person verbarg sich im Schatten eines Türrahmens. Wahrscheinlich hätte ich sie gar nicht gesehen , aber die eine Sekunde in der ein schmaler Lichtstreifen ihr Gedicht streifte genügte mir. Unfähig so schnell zu reagieren griff ich Ambrosius Arm fester. In dem Moment war aber auch schon der Mann bei mir und drückte mir die Klinge an den Hals. Ich roch den Mundgeruch des Wächters und spürte seinen schnellen Atem in meinem Gesicht. Ich selbst vermochte nicht zu atmen. Ich stand einfach nur dar , Bewegungsunfähig , jeder Muskel angespannt. Ein Schrei drang durch meine zusammengepressten Zähne. Ich versuchte meinen Gegner zu treten , aber dieser übte nur noch mehr Druck auf die Klinge aus. Wieder spürte ich diesen stechenden Schmerz der alles um mich herum verschwimmen ließ. Doch diesmal blieb das Bild klar. Ich sah Ambrosius , der mit einer gekonnten Rolle den Gegner von seinen Beinen riss. Im selben Moment schlug seine Flache Hand dem Wächter das Messer aus dessen Griff. Ich sah wie ich zusammensank. Hinter mir hörte ich laute Tritte. Dann war Ambrosius wieder in meinem Blickfeld. Er schleifte den Mann hinter sich her. Er blutete stark an der Schläfe und ich sah wie Ambrosius geballte Faust immer wieder auf ihn nieder sauste. Ich konnte meinen Blick nicht abwenden und musste zusehen wie Ambrosius den Fremden im Genick und unter seinem Kinn packte. Dann knackte es laut. Es war ein Knacken was für immer in einem weilen würde , das Knacken , was einen immer wieder im Schlaf verfolgte. Dann sah mir Ambrosius in die Augen. Er schüttelte mich und nahm mich nach einer Weile wie man ein Kleinkind trug in den Arm. Mit mir im Arm rannte er weiter die endlosen Gänge entlang. Natürlich war er nicht so schnell wie vorher und ich bemerkte dass er hinkte , aber er gab nicht auf. Er setzte alles daran mich aus dieser Hölle zu holen. Irgendwie fand ich das süß....ich schwebte eine Zeit lang in seinen haselnussbraunen Augen , bis er plötzlich anfing zu sprechen.

Ambrosius machte eine kurze Pause bevor er weiter sprach , aber sie hörte seine Stimme trotzdem noch.

"Es tut mir so leid! Ich hätte es dir sagen sollen. ..aber ich hätte es niemals verkraftet dich weinen zu sehen." Er strich mir eine Strähne aus dem Gesicht und eine Träne tropfte auf mein Gesicht."Ich wollte es nicht wahr haben ....ein Tod auf dem Scheiterhaufen....für so jemanden wie dich." Wieder sah er mich direkt an und eine Träne tropfte in Zeitlupen Tempo auf meine Wange. Was hatte er gerade gesagt? Scheiterhaufen? Alles was jetzt geschah war nur noch nebensächlich. Wie er mich durch eine Tür trug , dann ins Boot uns wie er los ruderte. Ich konnte seine Worte nicht mehr vergessen....nicht wahrhaben.

Ambrosius hatte fertig erzählt und Anabelle sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an.

Lasst ein paar Kommis und Verbesserungen da....:D

DrachenmädchenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt