Kapitel 31

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Wieder am Haus des Bauern angekommen sah ich mich um. Niemand zu sehen. Ich überwand geschickt den alten Holzzaun und lugte durch ein kleines Fenster. Ich stellte fest , dass es das Küchenfenster war. Im Haus schien sich zurzeit niemand aufzuhalten. Es brannte keine Kerze und alles war ruhig. Zur Versicherung schaute ich aber noch durch ein anderes Fenster. Auch hier das selbe Bild. Mit neuem Mut ging ich ums Haus und auf den Weg der zur Haustür führte. Hoffnungsvoll drückte ich die Klinke hinunter. Die Tür war verschlossen. Ich überlegte kurz, die meisten Haushalte hatten ihre Schlüssel unter der Fußmatte oder in einem Blumenkästen versteckt....oder vielleicht auch in einer Steinatrappe. Unter der Fußmatte war er schonmal nicht , dort fand ich nur Kellerasseln vor. Mit verzogenem Gesicht und Gänsehaut suchte ich weiter. Meine Hände zitterten und ich wurde immer hektischer. Mit Flinken Fingern hob ich einen leichten Stein aus einem Blumenkasten. Immer wieder wanderte mein Blick hektisch hin und her. Und tatsächlich , meine Fingerspitzen fühlten eine kleine Klappe unter dem Stein. Ich fingerte sie langsam auf und zog einen silbernen Schlüssel heraus. Die Sonne war mittlerweile hinter tiefen Wolken verschwunden und ich öffnete schnell die Tür. Leise betrat ich das Haus. Zu meinen Füßen lag ein langer Teppich der den Flurboden füllte. Links an der wand standen ein Paar Gummistiefel. Die hölzernen Wände waren rosa gestrichen und ich verzog bei ihrem Anblick das Gesicht. Leise ging ich auf Zehenspitzen weiter Richtung Küche. Der Raum war nicht viel größer als dass was ich vorher durchs Fenster gesehen hatte. Vor mir hing eine alte Ledertasche über der Stuhllehne eines Baststuhls. Ich angelte sie mir und fixierte sie lange. Sie ähnelte meiner Ledertasche , die ich Zuhause hatte , sehr. Ich beschloss sie zu behalten und schob den Lederriemen auf meine Schulter. Nachdem ich ein paar Schränke durchwühlt hatte , war meine Tasche schon etwas voller. Ich war darauf bedacht alles genau so zu hinterlassen wie ich es vorgefunden hatte , und schob gerade ein Glas mit Nudel zurück an seinen Platz , als ich hinter mir etwas hörte. Erschrocken drehte ich mich um , aber es war nur eine junge weiße Katze. Mit einem Buckel verschwand sie ins obere Geschoss. Ich atmete aus und überprüfte den Inhalt der Tasche noch einmal. Zwei Brötchen , eine Wurst etwas Käse eine eingewickelte Forelle , die köstlich roch. Drei Eier und Honigkucken. Das Wasser lief mir im Mund zusammen und schnell schloss ich die Tasche wieder. Ich verließ die Küche und steckte mir zwei Trauben aus einer Obstschale in den Mund. Genüsslich kauend ließ ich einen roten Apfel in meine Tasche gleiten und zog die Küchentür hinter mir zu. Als ich gerade beschloss abzuhauen hörte ich den Schlösser im Schloss. Ich hatte ihn stecken lasse und erstarrte augenblicklich. Schnell wie ein Blitz schoss ich die Treppen nach oben. Unten hörte ich wie sie Tür mit Schwung geöffnet wurde. Schweißgebadet sah ich mich um. Ich musste Ruhe bewahren , klar denken. Links war ein kurzer Flur und rechts das Schlafzimmer. Ich entschied mich für das letztere. Kurz blieb ich stehen um zu lauschen. Scheinbar schien der Bewohner noch nicht nach oben zu kommen. Auf dem Bauernbett lat ausgestreckt die Katze und hielt mit Gähnend ihren Bauch hin. Ich ignorierte sie und lief zum Fenster. Verachtend sah sie mir nach. Zu meinem Glück konnte man das Fenster öffnen. Im letzten Moment schlüpfte ich hindurch. Hinter mir konnte ich schon die Schritte auf der Treppe hören. Mit einem Satz sprang ich vom Vordach Und landete unsanft auf dem Kiesweg. Schnell griff ich mir das Fahrrad , welches mein Interesse schon vorhin erweckt hatte und radelte los. Ich trat wie eine Irre in die Pedale und mein Tempo war ganz passabel. Strahlend über meinen neuen Besitz fuhr ich den Feldweg entlang. Und wie ich es nicht anders vermutet hatte erblickte ich auch schonbald ein Dorf. Der Gegenwind wurde immer stärker und irgendwann begann es zu regnen. Auch dieser wurde immer heftiger und peitschte mir ins Gesicht. Zum Absteigen gezwungen schob ich das Fahrrad mit gesenktem Blick weiter. Meine Haare waren pitschnass , aber das machte mir nichts aus. In meinem anderen Rucksack hatte ich schließlich auch neue Kleidung. So lief ich langsam weiter bis ich irgendwann Füße vor mir sah. Ich hob meinen Blick und er sah mir direkt in die eisblauen Augen. Seine waren dunkelgrün und er erinnerte mich an David. Der Junge vor mir war nur etwas größer und seine Haare waren hellbraun. Schmerz stieg in mir auf , wie konnte David mich einfach ersetzen?? Eine Träne bildete sich in meinem Augenwinkel. Ich war froh das es regnete , da er so nicht sah das ich weinte. Doch sein bezauberndes Lächeln blies alle Trauer davon. Er hatte so eine positive Ausstrahlung. Da ich nicht reagierte kam er näher. Er zog seinen Regenmantel aus und reichte ihn mir :" Ich bin Andre'." Ich wollte erst ablehnen , aber da bemerkte ich wie ich fror. Ich nahm den Mantel entgegen und zog ihn direkt an. " Mein Name ist Miranda" entgegnete ich abwesend. Andre nahm mein Fahrrad und lief los. Ich lief direkt neben ihm und starrte zu ihm hinüber. Er bemerkte meinen Blick und ich wurde rot. "Du kannst mit zu mir kommen , meine Schwester hat Kleidung die dir passen könnte." Ich lächelte nur dankbar und schwieg. Ich sah wie auch er duchnässte und fror. Er fuhr dich durch die Haare und schob mein Fahrrad weiter. Wir kamen immer näher zu Dorfeimgang und ich fragte mich ob er weit weg wohnte." Gibt es eigentlich verschiedene Drachen" fragte ich ihn. Er sah mich verwirrt an und setze an zu sprechen. Dich ich hörte ihn schon nicht mehr , denn was ich sah ließ mei Herz für eine Weile aussetzen.

Was hat sie bloß gesehen ;)
Lasst Bitte ein paar Komentare da, vorausgesetzt es hat euch gefallen. .....was ich natürlich hoffe :))

DrachenmädchenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt